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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2018 - Beitrag vom 06.10.2018

Nadia Murad für ihren Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Kriegswaffe mit dem Friedensnobelpreis geehrt
AVIVA-Redaktion

Die 25jährige Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad Basee Taha ist Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen, Trägerin des Vaclav-Havel-Preises des Europarats sowie des Sacharow-Preises des EU-Parlaments. Mit ihrer NGO "Nadia´s Initiative" unterstützt sie Frauen und Kinder, die Opfer von Völkermord, sexueller Gewalt oder Menschenhandel geworden sind. Ihre Autobiographie ist in 28 Ländern erschienen, auf Deutsch unter dem Titel "Ich bin Eure Stimme. Das Mädchen, das dem Islamischen Staat entkam und gegen Gewalt und Versklavung kämpft".



Als Gefangene des Islamischen Staats erlebt Nadia Murad ein unvorstellbares Martyrium: Sie verliert ihre Familie, wird zum Opfer von Demütigung, Folter und Vergewaltigung. Als sie erstmals vor den vereinten Nationen von ihrem Schicksal berichtet, hört ihr die Weltöffentlichkeit schockiert zu.

Dr. Doris Janhsen, Verlegerin der Verlagsgruppe Droemer Knaur:

"Es ist uns eine große Ehre, das Buch von Nadia Murad verlegen zu können. Die innere Stärke und der große Mut dieser jungen Frau nötigen uns den größten Respekt ab. Sie hat nicht nur gegen das ungeheure Ausmaß an Gewalt, das ihr und ihrer Familie wiederfuhr aufbegehrt, sondern setzt sich mit der Kraft ihrer Persönlichkeit dafür ein, dass die Gräueltaten des Islamischen Staates nicht unbestraft bleiben und vor den internationalen Strafgerichtshof gebracht werden. Mit ihrer Stimme sorgt sie dafür, dass die Weltöffentlichkeit die Augen nicht mehr vor Menschrechtsverletzung und Gewalt gegen Frauen verschließen kann. Es freut uns sehr, dass ihr Wirken und ihr Anliegen durch den Friedensnobelpreis eine noch größere Öffentlichkeit erfahren."

Nadia Murad Basee Taha kam im Zuge eines Hilfsangebotes des Landes Baden-Württemberg für jesidische Frauen nach Deutschland, wo sie heute lebt. Unterstützt von Amal Clooney, kämpft sie für die Anerkennung des Völkermords durch den Islamischen Staat an den Jesidinnen und Jesiden und dafür, die Täter vor den Internationalen Strafgerichtshof zu bringen. Nadia Murad ist Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen, Trägerin des Vaclav-Havel-Preises des Europarats sowie des Sacharow-Preises des EU-Parlaments. 2016 wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert.

Als Nadia Murad gemeinsam mit der jesidischen Menschenrechtsaktivistin Lamiya Aji Bashar am 13. Dezember 2016 mit dem Sacharow-Preis 2016 vom Europäischen Parlament ausgezeichnet wurde, schilderte sie den EU-Abgeordneten die Geschehnisse des Tages, an dem sie als Sexsklavin gefangen genommen und die meisten ihrer Familienangehörigen umgebracht wurden. "Die militanten Kämpfer von Daesh kamen am 3. August 2014, um die jesidische Präsenz auszulöschen und stellten uns vor die Wahl, zu sterben oder zum Islam zu konvertieren. Zweifellos hat Daesh Völkermord begangen." Dieser Genozid umfasse jedoch nicht nur das Morden, sondern auch die systematische Versklavung von Frauen und Kindern, so Murad. Nadia Murad forderte eine internationale Strafverfolgung der Täter. Sie fügte hinzu: "Meine Gemeinschaft hat sich unter der Last des Völkermordes aufgelöst.

Die 500 000 Jesiden im Irak sind die letzten Mitglieder der Gemeinschaft im Nahen Osten"


Nadia Murad setzt sie sich für Binnenflüchtlinge im Nordirak ein, die als Überlebende psychologische Hilfe brauchen. Auf ihrer Webseite ruft Nadia Murad mit ihrer Initiative, mit der sie Frauen und Kinder unterstützt, die Opfer von Völkermord, sexueller Gewalt oder Menschenhandel geworden sind unter "Nadia´s Initiative" zur Unterstützung durch Spenden oder Mitarbeit auf.
Mehr Infos unter: www.nadiamurad.org und auf www.yazda.org

In ihrer Ankündigung begründet Berit Reiss-Andersen, Mitglied des Norwegischen Nobelkomitees, das den Nobelpreis vergibt, die Entscheidung, den Nobelpreis in diesem Jahr an Nadia Murad zu vergeben: www.nobelpeaceprize.org

Nadia Murads Autobiographie ist in 28 Ländern erschienen und unter dem Titel Ich bin Eure Stimme im Oktober 2017 auf Deutsch bei Droemer.

Nadia Murads Buch ist ein Appell an die Weltöffentlichkeit, nicht länger die Augen vor dem Genozid durch den Islamischen Staat zu verschließen. Es ist aber auch das beeindruckende Zeugnis einer jungen Frau mit einem unbeugsamen Willen zu überleben – und eine Liebeserklärung an ihre verlorene irakische Heimat, die Gemeinschaft der Jesidinnen und Jesiden und an ihre Familie, die vom Krieg zerstört wurde.

Nadia Murad
Ich bin Eure Stimme
Das Mädchen, das dem Islamischen Staat entkam und gegen Gewalt und Versklavung kämpft

Die amerikanische Originalausgabe erschien 2017 unter dem Titel: "The Last Girl. My Story of Captivity, and my Fight against the Islamic State"
Mit einem Vorwort von Amal Clooney
Aus dem Englischen von Ulrike Becker, Jochen Schwarzer und Thomas Wollermann
Droemer Knaur, erschienen Oktober 2017
Gebunden, 376 Seiten
ISBN 978-3-426-21429-9
Euro 19,99
Mehr zum Buch unter: www.droemer-knaur.de

2018 widmete sich auch ein Dokumentarfilm unter der Regie von Alexandria Bombach in einem Portrait dem Schicksal der Genozid-Überlebenden, die zur Symbolfigur einer ganzen Volksgruppe wurde. Mehr Informationen zu "On Her Shoulders" unter: www.onhershouldersfilm.com

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Nadia Murad und Lamiya Aji Bashar am 13. Dezember 2016 mit dem Sacharow-Preis 2016 vom Europäischen Parlament ausgezeichnet
Die jesidischen Menschenrechtsaktivistinnen wollen den Opfern der sexuellen Versklavung durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (Daesh) eine Stimme geben und fordern eine internationale Strafverfolgung der Täter. Beide Frauen waren selbst in Gefangenschaft des "Islamischen Staates" und rufen zur Unterstützung für die Beendung der Greueltaten an Frauen und Kindern durch den IS auf.

Jennifer Clement - Gebete für die Vermissten
Entführungen von Frauen und Mädchen durch Drogenkartelle gehören im mexikanischen Bundesstaat Guerrero zum Alltag. Im Roman der Präsidentin von PEN International wird aus Sicht der 16-jährigen Ladydi von traumatischen Erlebnissen und Hoffnungen der Betroffenen erzählt, die von der korrupten Polizei und Politik im Stich gelassen werden. (2016)

Voices of Violence
Regisseurin und Filmautorin Claudia Schmid reiste in die östlichen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo, wo sexualisierte Gewalt gegen Frauen gezielt als Kriegswaffe eingesetzt wird. In dem Dokumentarfilm sprechen die Frauen zum ersten Mal über ihre Traumata. (2016)

URMILA - für die Freiheit
Die Dokumentation von Susan Gluth begleitet die Aktivistin Urmila Chaudhary aus Nepal. Deren unermüdliches Engagement gilt der Befreiung von Mädchen und Frauen aus der Sklaverei, welche auch Teil ihrer eigenen Geschichte ist. (2016)

Ehrung: Im November 2013 erhielt sie den Sacharow-Menschenrechtspreis, nun wurde Malala Yousafzai im Oktober 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet In Pakistan brachte sich die junge Kämpferin für Frauen- und Menschenrechte mehrfach in Lebensgefahr, einen Taliban-Anschlag überlebte sie nur knapp. In ihrer Autobiographie "Ich bin Malala" erzählt sie ihre Geschichte. Für ihren Einsatz wurde sie am 20. November 2013 in Straßburg ausgezeichnet. (2014, 2013)

Amana Fontanella-Khan - Pink Sari Revolution. Die Geschichte von Sampat Pal, der Gulabi Gang und ihrem Kampf für die Frauen Indiens. Deutsche Botschaft in Neu Delhi verweigert Visum für Sampat Pal
Mit dem Schlagstock unterm Sari: In Indien lehnen sich Tausende Frauen gegen die massive Gewalt auf, verhindern Kinderhochzeiten und zwingen Polizisten dazu, einen Vergewaltiger zu verhaften. (2014)

Ergebnisse der EU-Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen sind alarmierend (2014)

Nivedita Prasad ist die erste Trägerin des Anne-Klein-Frauenpreises
Die Heinrich-Böll-Stiftung zeichnete am 02. März 2012 die 1967 in Madras/Indien geborene Nivedita Prasad für ihren langjährigen und engagierten Kampf gegen Menschenhandel und moderne Sklaverei aus. (2012)

US-Schauspielerin Demi Moore unterstützt CNN Freedom Project
Die in Zusammenarbeit mit CNN International entstandene TV-Dokumentation "Nepal`s Stolen Children" über Menschenhandel in Nepal ist der neueste Beitrag des Nachrichtensenders zum Freedom Project "Ending Modern-Day Slavery". Weltweit wurde die Dokumentation "Nepal`s Stolen Children" am 26. Juni 2011 zum ersten Mal ausgestrahlt. (2011)

Atlas of Gender and Development. How social norms affect gender equality in non-oecd countries. (2010) Die Daten des auf Englisch vorliegenden Atlas´ wurden zwischen 2005 und 2008 für 124 Entwicklungs- und Transformationsländer erhoben, die zu den Nicht-OECD-Staaten zählen.

Birgit Virnich - Ein Fahrrad für die Flussgötter. Reportagen aus Afrika (2010)

Iris Berben und Nicole Maibaum - Frauen bewegen die Welt
Die Schauspielerin und die Journalistin und Autorin stellen in diesem Buch 24 mutige, prominente oder unbekannte Frauen aus aller Welt vor, die durch ihr Handeln die Welt zu einem besseren Ort gemacht haben oder dies noch immer tun. (2009)

Dr. Rita Schäfer: Frauen und Kriege in Afrika - Ein Beitrag zur Gender-Forschung. Dr. Rita Schäfer untersucht afrikanische Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften aus der Gender-Perspektive.
Dr. Rita Schäfer untersucht afrikanische Kriegs- und Nachkriegsgesellschaften aus der Gender-Perspektive. Die einzelnen Länderstudien verdeutlichen, dass eine langfristige Sicherung des Friedens nur möglich ist, wenn die Konsequenzen der Kriege auf die Geschlechterbeziehungen berücksichtigt werden. (2008)

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