Barbara Faccani - Botschafterin der Toleranz - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Women + Work



AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 14.06.2007


Barbara Faccani - Botschafterin der Toleranz
Martina Haas

Barbara Faccani wurde im Mai 2007 von dem "Bündnis für Demokratie und Toleranz" und der Bundesregierung für ihr Lebenswerk ausgezeichnet. Seit über 30 Jahren kämpft sie gegen Fremdenfeindlichkeit.




Preisverleihungen gibt es viele. Einem Preis kommt in der globalisierten Welt jedoch besondere Bedeutung zu, nämlich dem von der Bundesregierung und dem "Bündnis für Demokratie und Toleranz" seit 2002 ausgelobten Preis für Toleranz. Am 23. Mai 2007 wurden in einem feierlichen Festakt in Anwesenheit der Bundesjustizministerin Zypries und Bundesinnenminister Schäuble Persönlichkeiten und Projekte ausgezeichnet, die den Titel "Botschafter der Toleranz" allesamt verdient hatten. Ein Berliner und eine Berlinerin befanden sich unter den Geehrten: Norbert Geyer, der sich mit seinem Unternehmen, der Geyer-Unternehmensgruppe, für die Rütli-Schule engagiert, und eine unermüdliche Kämpferin gegen Ungerechtigkeit, Barbara Faccani.

Barbara Faccani wurde für Ihr Lebenswerk ausgezeichnet: Seit über 30 Jahren setzt sie sich für MigrantInnen und Flüchtlinge ein. Sie war es, die 1975 den "Tag des ausländischen Mitbürgers" miterfunden hat und die "Woche der ausländischen Mitbürger - Interkulturelle Woche" initiierte. Frau Faccani ist auch Vorstand der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. In ihren vielfältigen Funktionen tritt sie für Frauen und deren Gleichstellung ein, nicht zuletzt als Mitglied des Vorstandes des Landesfrauenrates Berlin. Ganz typisch für Faccani ist, dass sie dem Bundesinnenminister - noch bevor sie von ihm ihre Urkunde überreicht bekam - einen Brief in die Hand drückte, in dem Bischof Wolfgang Huber um Unterstützung einer Kunstauktion zugunsten von MigrantInnen und Flüchtlingen bat. Migrantinnen liegen der gebürtigen Italienerin besonders am Herzen, weshalb sie 1983 die Vereine "Hilfe für ausländische Frauen und Kinder" sowie den "Türkisch-Deutschen Frauenverein" gründete. So verwundert es kaum, dass Barbara Faccani - anstatt sich wie andere in ihrem neuen Glanz zu sonnen - alle aufforderte, sich ehrenamtlich zu engagieren und darauf hinwies, wie viel zu tun sei. Ein wahres Vorbild.

Mehr zu Barbara Faccani unter:
www.hilfe-fuer-auslaenderinnen.de

Infos zum Preis für Toleranz und allen PreisträgerInnen unter:
www.buendnis-toleranz.de

Autorin dieses Beitrags ist Martina Haas, geschäftsführende Gesellschafterin von Konzept & Innovation - Consulting - Coaching
Mehr Informationen und Kontakt unter: www.konzept-innovation.de


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Beitrag vom 14.06.2007

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