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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 08.04.2010


Senator Dr. Ehrhart Körting übergab Urkunde zur Wiedereinbürgerung an die Zeitzeugin und Autorin Margot Friedlander
AVIVA-Redaktion

Nach mehr als 54 Jahren in den USA hat sich die als Jüdin vom Naziregime verfolgte Margot Friedlander entschlossen, wieder die deutsche Staatsbürgerschaft anzunehmen und ihren Lebensmittelpunkt..




... von New York nach Berlin zu verlegen. Die Urkunde zur Wiedereinbürgerung wurde ihr am 07. April 2010 von Senator Ehrhart Körting in Anwesenheit von Kulturstaatssekretär André Schmitz und zahlreichen Gästen übergeben.

Margot Friedländer kam 1921 in Berlin zur Welt. Ihre Mutter und ihr Bruder wurden kurz vor ihrem Fluchtversuch von den Nazis deportiert und in Auschwitz ermordet. Margot Friedlander versteckte sich ab 1943 fünfzehn Monate lang im Untergrund. Im April 1944 wurde auch sie gefasst und nach Theresienstadt deportiert. Nach ihrer Befreiung emigrierte sie gemeinsam mit ihrem Mann, den sie in Theresienstadt kennen gelernt hatte, in die USA. Im Jahr 2004 kehrte sie zum ersten Mal in ihre Heimatstadt Berlin zurück. Sie folgte einer Einladung des Berliner Senats im Rahmen des "Besucherprogramms für verfolgte und emigrierte Berliner Bürger". Diese Heimkehr und Zeitreise zu den Orten ihrer Jugend, der Verfolgung und des Überlebens im Untergrund hat der New Yorker Filmemacher Thomas Halacynski in einem bewegenden Dokumentarfilm festgehalten. Sein Film "Don´t call it Heimweh" eröffnete 2005 das Jüdische Filmfestival im Roten Rathaus, wurde vom Rundfunk Berlin-Brandenburg ausgestrahlt und ist bis heute in zahlreichen Goethe-Instituten weltweit präsent. Für ihre Autobiografie "Versuche Dein Leben zu machen" wurde sie im vergangenen Jahr mit dem renommierten "Literaturpreis der Einhardstiftung zu Seligenstadt" ausgezeichnet.

Innensenator Dr. Ehrhart Körting: "Ich bin tief bewegt vom Schicksal der vom deutschen Nationalsozialismus verfolgten deutschen Jüdin Margot Friedländer. Vor diesem Hintergrund ist es eine große Geste Margot Friedländers, die Staatsangehörigkeit ihrer alten Heimat, die ihr und ihrer Familie so schreckliches Leid zugefügt hat, wieder anzunehmen."

Kulturstaatssekretär André Schmitz: "Ich habe Margot Friedländer bei ihrem ersten Besuch in Berlin vor sechs Jahren kennen und verehren gelernt. Dass sich ihr Lebenskreis nach Jahrzehnten des Exils jetzt in ihrer Geburtstadt schließt, aus der die Nazis sie ins Todeslager deportiert haben, empfinde ich als Geschenk für das neue Berlin."

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Als Jüdin versteckt in Berlin, Margot Friedlander mit Malin Schwerdtfeger.

Interview mit Ursula Mamlok




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Beitrag vom 08.04.2010

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MITRA. Kinostart: 18.11.2021

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MITRA
Inspiriert vom Schicksal seiner Familie erzählt Regisseur Kaweh Modiri die Geschichte der Iranerin Haleh, die 37 Jahre nach der Hinrichtung ihrer Tochter die Frau wieder trifft, die sie dafür verantwortlich macht. Paraderollen für Jasmin Tabatabai, Shabnam Tolouei und Singer-Songwriter Mohsen Namjoo, der auch die Filmmusik komponierte.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/mitra

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Zuhurs Töchter. Kinostart am 04.11.2021

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Das Regie-Team Laurentia Genske und Robin Humboldt zeichnet in ihrem neuen Werk das Porträt der beiden Transgender-Teenager Lohan und Samar, die in ihrer neuen Heimat Deutschland endlich ihre weibliche Identität entfalten können.
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Dear Future Children. Ab 14. Oktober 2021 im Kino

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Dear Future Children
Drei Länder, drei Konflikte, drei Frauen und ein ähnliches Schicksal: Doch sie haben nicht vor aufzugeben: Hilda in Uganda, Rayen in Santiago de Chile, und Pepper in Hongkong. Sie kämpfen weiter. Für ihre und unsere zukünftigen Kinder.
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Eine digitale, transatlantische Konferenz von UNIDAS - dem Netzwerk von Frauen aus Deutschland, Lateinamerika und der Karibik, dem Goethe-Institut, dem Auswärtigen Amt, und dem Frauenministerium des Bundesstaates von Bahia.


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