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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 01.05.2008


Vier Millionen MitarbeiterInnen brauchen neue Chefinnen
AVIVA-Redaktion

Frauen sollen verstärkt frei gewordene Chefsessel besetzen. Um dieses Ziel zu erreichen, rief die gründerinnenagentur am 12. Juni 2008 zum Aktionstag unter dem Motto "Nachfolge ist weiblich" auf.




Der Mittelstand bildet mit einem Anteil von 94,5 Prozent aller Unternehmen das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. In zahlreichen dieser gut zwei Millionen Betriebe aus Industrie, Handwerk, Handel und der Dienstleistungsbranche steht in den nächsten Jahren ein Generationenwechsel an, so dass bis zu 3,4 Millionen MitarbeiterInnen neue ChefInnen suchen. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) setzt daher 2008 mit ihrem Schwerpunkt "Unternehmensnachfolge durch Frauen" neue Akzente und Impulse.

Die bundesweite Task Force "Nachfolge ist weiblich! Unternehmensnachfolge durch Frauen", der inzwischen mehr als hundert starke PartnerInnen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Beratung angehören, wird dazu ihre Aktivitäten intensivieren. Ein bundesweiter Aktionstag am 12. Juni 2008 bündelt regionale Aktivitäten und demonstriert die zahlreichen Chancen, die in einer verstärkten Einbeziehung von Frauen in die Unternehmensnachfolge liegen. Die bundesweite gründerinnenagentur (bga) selbst bietet am Aktionstag einen zentralen Expertenchat an, der die unterschiedlichen Themen- und Fachgebiete online auf dem bga-Portal www.gruenderinnenagentur.de diskutiert.

Der Handlungsbedarf bei der Mobilisierung von Frauen als Unternehmensübernehmerinnen ist groß. So zeigt eine Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass bisher nur jedes zehnte Familienunternehmen von einer Frau übernommen wird, obgleich die Gründungsentwicklung bei Frauen deutlicher positiver verläuft: Jede dritte Existenzgründung erfolgt aktuell bereits durch eine Frau.

Die bisherigen Erkenntnisse zur Unternehmensnachfolge durch Frauen machen darüber hinaus deutlich, dass Übernehmerinnen durch ihre spezifischen Schwerpunktsetzungen neue Impulse in die Unternehmensführung bringen. So illustriert die von der bga realisierte Wanderausstellung "16 Unternehmensnachfolgerinnen zeigen Gesicht!", dass die Generation der neuen Chefinnen es schafft, Verantwortung und Wirtschaftlichkeit zu verbinden und damit Arbeitsplätze zu sichern. Durch Prinzipien kooperativer Führung stärken die Übernehmerinnen die Motivation ihrer MitarbeiterInnen und entwickeln – nicht zuletzt aus dem persönlichen Erfahrungsschatz schöpfend – neue Arbeitszeitmodelle, die die Vereinbarkeit von beruflicher Karriere und Familienleben fördern. "Betrachtet man die gestalterischen Veränderungen, die Unternehmensnachfolgerinnen nach einer Übernahme häufig vornehmen, so wird deutlich, dass diese Frauen mit Mut und Weitblick neue Akzente setzen, die die Perspektiven der Wirtschaft langfristig positiv verändern. Nicht zuletzt der Blick der neuen Chefinnen für die besonderen Fähigkeiten, aber auch Bedürfnisse weiblicher Mitarbeiter ist ein wichtiger Faktor zur Erhöhung der Chancengleichheit in der Arbeitswelt. Damit markieren die Übernehmerinnen auch einen Wandel von hauptsächlich männlich dominierten Werten in der Wirtschaft hin zu einem Verständnis von Arbeit, das der Lebensrealität beider Geschlechter gerecht wird", so bga-Projektleiterin Iris Kronenbitter.

Neue Publikationen zum Thema Unternehmensnachfolge finden Sie im Internet als Download.

Weitere Informationen zur bga finden Sie unter: www.gruenderinnenagentur.de


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Beitrag vom 01.05.2008

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