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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 19.06.2007


Erfinderinnen- und Innovatorinnenpreis 2007 in Berlin vergeben
AVIVA-Redaktion

Das European Union Women Inventors & Innovators Network prämierte am 16. Juni 2007 eine finnische Ingenieurin. Insgesamt 35 Erfinderinnen und Innovatorinnen waren nominiert




Das European Women Inventors and Innovators Network (EUWIIN) ist eine neugegründete Organisation, die aus dem Global Women Inventors and Innovators Network entsprungen ist. Das Ziel vom EUWIIN ist, erfinderische und innovative Frauen in Europa zu unterstützen und zu fördern. Frau Bola Olabisi, die Leiterin der Vereinigung, ist die treibende Kraft hinter dem britischen Erfinderinnenpreis, der jährlich vergeben wird. Die wichtigste Partnerorganisation von EUWIIN bei der Schaffung und Förderung dieses neuen Preises ist die London Metropolitan University.

Insgesamt 35 Erfinderinnen und Innovatorinnen präsentierten am 14. Juni 2007 ihre Ideen der Jury in Berlin. Diane Morris, Vize-Präsidentin der International Alliance for Women und Vorsitzende der neunköpfigen Jury gab die Ergebnisse während einer Abendgala am 16 Juni 2007 bekannt.

Die Gewinnerin Aino Heikkinen, Ingeneurin aus Finnland erhielt den ersten Preis für ihr patentiertes Produkt TEXCEM, das aus aufbereiteten Chemiefaserabfällen und einer Mikrozement genannten Bindesubstanz besteht. Die Jury war nicht nur von ihrer Erfindungsgabe der technischen Entwicklung beeindruckt, sondern auch von den innovativen Ideen zur Nutzung des Materials, wie die Bereitstellung von Behausungen für Menschen in Entwicklungsländern oder solche, die von Naturkatastrophen betroffen wurden. Diese Erfindung soll zum Hausbau in Entwicklungsländern und Katastrophengebieten genutzt werden.

Die Organisatorin Bola Olabisi bemerkte, dass die vorgestellten Ideen auf vielfältige Art und Weise außergewöhnlich kreative, erfindungsreiche und innovative Frauen Europas aus verschiedensten Sektoren und Hintergründen repräsentierten: "Wir sind begeistert über die Bandbreite der Ideen, die für unseren erstmalig europaweiten Preis vorgestellt wurden. Der Standard war dieses Jahr so hoch, dass wir uns entschieden haben, jeder Finalistin einen Anerkennungspreis zu überreichen." Die Vorsitzende der Jury, Diane Morris, fügte hinzu: "Es ist sehr ermutigend zu sehen, dass so viele Frauen in ganz Europa solch wichtige Neuerungen in Technik und Entwicklung tätigen, und ihre Ideen verfolgen."

Die sechs Gewinnerinnen der einzelnen Kategorien waren:

Kategorie: Wissenschaft & Technik
Bewegt von den tragischen Morden an Holly Wells und Jessica Chapman in England, entwickelte Liz Williams aus Wales (UK) einen Personenschutzalarm, der ein besseres Abschreckungsmittel vor persönlichen Angriffen, versuchten Entführungen und Gelegenheitsraub bieten kann. Daraufhin entwickelte sie eine ganze Reihe von „Linkz DNA Personal and Business Security Alarms". Liz´s Erfindungen haben bereits verschiedene Preise gewonnen, wie den der WIPO (World Intellecuall Property Office).

Kategorie: Außerordentlich innovative und kreative Frauen
Die Portugiesin Maria Conceicao hat, bedingt durch ihre Arbeit als Stewardess der Emirates Airlines, mit Sitz in Dubai, immer wieder Menschen gesehen, die unter wenig privilegierten Umständen leben müssen. Dies motivierte sie dazu, sich für die Verbesserung der Lebensumstände und Bekämpfung der Armut einzusetzen. Vor zwei Jahren rief Conceicao das Dhaka-Projekt ins Leben, das sich um Kinder und Familien aus den Slums in Bangladesh kümmert. Diese ehrenamtliche Initiative sammelt Spenden über das Internet, um die Bevölkerung mit Lebensmitteln und Bildung zu unterstützen.

Kategorie: Mutter und Kind
Die Lehrerin Elaine Stephen aus Aberdeenshire, Schottland beeindruckte die Jury und die anderen TeilnehmerInnen mit einer Gruppe dreijähriger Kinder, die ihre Erfindung vor Ort vorführten. Das Walkodile ® ist ein cleveres Produkt, das 3-7 Jahre alte Kinder sowohl miteinander, als auch mit der erwachsenen Aufsichtsperson, im wahrsten Sinne des Wortes „verbindet", wodurch diese die Kindergruppe bei Ausflügen besser beaufsichtigen können.

Kategorie: Gesundheit
Thuridur Gudmundsdottir, aus Island, stammt aus einer kräuterkundigen Familie. Sie hat ein neues Heilungsverfahren namens Green Balm entwickelt, um Verbrennungen zu behandeln. Sie ist außerdem die Entwicklerin der begehrten natürlichen Kosmetikreihe "Taer Icelandic", die als "Organic Product of Iceland" ausgeschrieben ist.

Kategorie: Informations- & Kommunikationstechnologie
Brigitte François, in England lebende Französin, ist vierfache Mutter aus einer gehörlosen Familie und arbeitet international als Gebärdensprache-Dolmetscherin. 2003 gründete sie Significan’t, entwickelte 2005 SignVideo und rief anschließend das erste europäische Video Call Center ins Leben, welches einen speziellen DolmetscherInnenservice per Video für Gehörlose anbietet.

Kategorie: Design
Celia Gates ist eine britische Produktdesignerin. Ihr "Doctor Cook"-Kochset wurde speziell dafür kreiert, eine leichtere Handhabung zu gewährleisten. Die besonderen Griffe der Produkte machen es den BenutzerInnen einfacher, sie zu transportieren und zu verwenden. Dies ist besonders für ältere Menschen sehr hilfreich, die schwache oder verletzte Handgelenke haben. Das Produktdesign beugt so Unfällen und Verletzungen beim Kochen vor. Zusätzlich zur Gesamtsiegerin und den Preisen der einzelnen Kategorien erhielten alle 35 Finalistinnen einen Anerkennungspreis.

Gesamte Liste der Finalistinnen
(in alphabetischer Reihenfolge):
Aino Heikkinen, Finnland
Barbara Hastings-Asatourian, England
Bice Bertoldo, Italien
Brigitte François, Französin, lebt im UK
Celia Gates, England
Christiane Mentrup, Deutsche, lebt in der Schweiz
Cintra Jaggan-Vince, England
Cristina Dalma Vilella, Spanien
Cydnie Thompson, Deutschland
Elaine Stephen, Schottland
Eliza Connolly, Irland
Elvira Schecklies, Deutschland
Dr Federica Migliardo, Italien
Giselle Rufer, Schweiz
Joan Bree, Irland
Dr Kärt Summatevet, Estland
Kathryn Bullock, UK
Liz Williams, Wales
Maria Conceiao, Portugal
Maria Kristin Magnúsdóttir, Island
Maria Ragnarsdottir, Iseland
Dr Maire O’Neill (geb. McLoone), Northern Ireland
Marika Mikelsaar, Estland
Myriam Tamagni, Belgien
Nadezhda Shabazova, Latvia
Ndieme Ndao, Schweiz (geboren in Senegal)
Nichola Hochgruber, Deutschland
Patrcia O’Sullivan, Irland
Petra Moske, Deutschland
Rúna Magnúsdottir, Island
Sharon Adler, Deutschland
Taina Puumalainen, Finnland
Thuridur Gudmundsdottir, Island
Vanessa Hannen, Deutsche Studentin in Italien
Virpi Roto, Finnland.


Die Mitglieder der Jury waren:
Diane Morris, Vice-President of the International Alliance for Women
Adalheidur Karlsdottir, FKA, Island
Anne-Mari Rannamäe, Quin, Estland
Anene Ibisi, City University of Technology, Nigeria
Kane Kramer, British Inventors Society, UK
Maila Hakala, QIN, Finnland
Nicola Rathbone, Ireland Inventors Association
Dr Marianne Schwarz da Silva, European Platform for Women Scientists
Viivi Jokk, Tallinn University of Technology, Estland.
Christine Lawrence, des GWIIN in London fungierte als Vermittlerin.

Zur Info: Global Women Inventors and Innovators Network (GWIIN) wurde 2002 gegründet. Die ersten Konferenzen fanden 2002 in London und 2004 in Singapur statt. GWIIN hat eine globale Plattform zur Förderung von Erfinderinnen und Innovatorinnen geschaffen. GWIIN arbeitet mit Ministerien, führenden Fachleuten aus der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen, Privatunternehmen und Bildungseinrichtungen zusammen und kann so Frauen effektiv unterstützen und beraten, die an Erfindungen und Innovationen arbeiten und damit zu erheblichem Wachstum in ihrem jeweiligen Geschäftsbereich beitragen.

Weitere Informationen finden Sie unter:

European Women Inventors and Innovators Network:
www.euwiin.com
London Metropolitan Universität:
www.londonmet.ac.uk
Global Women Inventors and Innovators Network:
www.gwiin.com


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Beitrag vom 19.06.2007

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