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AVIVA-BERLIN.de im September 2019 - Beitrag vom 12.05.2019


Petra Kvitová aus Tschechien macht es ihrer Landsfrau Karolína Plíšková nach und gewinnt beim Porsche Tennis Grand Prix 2019 in Stuttgart
Sylvia Rochow

Die Linkshänderin setzt sich gegen Anett Kontaveit durch und sichert sich den Siegerinnen-Porsche. Barthel und Friedsam im Doppel erfolgreich. Osaka kann verletzt nicht zum Halbfinale antreten. Statements und Beobachtungen, Rück- und Ausblicke.



Die Tschechin Petra Kvitová hat erstmals den Porsche Tennis Grand Prix in Stuttgart gewonnen und folgt damit ihrer Landsfrau Karolína Plíšková nach. Vor 4.400 begeisterten ZuschauerInnen in der ausverkauften Porsche-Arena bezwang die 29-Jährige in einem hochklassigen Endspiel die Lettin Anett Kontaveit nach 91 Minuten verdient mit 6:3, 7:6.

Die Weltranglisten-Zweite sicherte sich nicht nur den Siegerinnen-Porsche, sondern beendete bei der 42. Auflage des Traditionsturniers auch die bemerkenswerte Serie, wonach es 2019 bei den vorangegangenen 18 Turnieren auf der WTA-Tour 18 verschiedene Champions gegeben hatte. Kvitová war im Januar bereits in Sydney erfolgreich und stand zudem im Finale der Australian Open. Die Linkshänderin aus Bílovec äußerte sich dementsprechend auch bestens gelaunt nach dem Finalsieg: "Ich war schon sehr froh, hier überhaupt endlich mal das Endspiel erreicht zu haben. Im Halbfinale stand ich ja bereits zweimal. Diesen Pokal und das wunderschöne Auto zu gewinnen, ist natürlich ein toller Bonus, außerdem habe ich nach zwei Finalniederlagen wieder mal ein Endspiel für mich entschieden. Also: Juhu! Es war aber auch unabhängig vom Ergebnis eine großartige Woche für mich. Ich konnte mit dem Auto anreisen, musste mal nicht fliegen und vor allem nicht darauf achten, wieviel Kilo Gepäck ich mitnehme, sondern konnte einfach losfahren. Das ist eine sehr schöne Abwechslung und ich komme wirklich immer wieder sehr gerne hier her."

Bereits ihren zweiten Doppeltitel in Stuttgart nach 2013 (mit der Berlinerin Sabine Lisicki) holte Mona Barthel (Bad Segeberg). Gemeinsam mit ihrer Neuwieder Partnerin Anna-Lena Friedsam bezwang sie Anastasia Pavlyuchenkova (Russland) und Lucie Šafářová (Tschechien) in einem spannenden Finale mit 2:6, 6:3, 10:6. "Es war eine unglaubliche Woche. Wir haben zum ersten Mal zusammen Doppel gespielt und das Publikum hat uns fantastisch unterstützt. Das hat richtig Spaß gemacht," zeigte sich die Norddeutsche erfreut.

Zu einem ganz besonderen Duell kam es in der zweiten Runde zwischen der Stuttgart-Siegerin von 2015 und 2016, Angelique Kerber. und ihrer engen Freundin Andrea Petković. Zum zwölften Mal standen sich die langjährigen Weggefährtinnen auf der WTA-Tour gegenüber. Nach nervösem Auftakt entwickelte sich im 2. Satz ein ausgeglichenes Match auf gutem Niveau, das die Kielerin schließlich mit 6:2, 6:4 gewann und damit ihre gute Bilanz gegen Petković auf 9 zu 3 Siege ausbaute. Nach dem Matchball lagen sich die beiden wahrscheinlich prägendsten deutschen Tennis-Persönlichkeiten der vergangenen 10 Jahre unter minutenlangen Standing Ovations des begeisterten Publikums in der ausverkauften Halle am Netz in den Armen.

Wimbledon-Champion Kerber hatte im Vorfeld des Porsche Tennis Grand Prix noch ein fiebriger grippaler Infekt zu einer unfreiwilligen Pause gezwungen. Sie erklärte: "Ich muss sagen, ich glaube, wenn es ein anderes Turnier wäre, weiß ich nicht, ob ich das geschafft hätte, wieder fit zu sein, aber ich habe wirklich alles probiert jetzt. Für mich ist Stuttgart wirklich mein Heimturnier mit den Fans, dem Center Court. Ich freue mich jedes Jahr immer wieder, herzukommen und hier einfach jeden Moment zu genießen, auf dem Platz, neben dem Platz, alle Gesichter wiederzusehen. Deshalb bin ich jetzt auch hier, habe wirklich versucht, mich so gut es geht zu pflegen in den letzten Tagen."

Dass ihr dies gut gelungen war, stellte die 31-Jährige im Viertelfinale gegen Kiki Bertens aus den Niederlanden unter Beweis. Sie unterlag der Sandplatz-Spezialistin zwar mit 3:6, 4:6, zeigte aber trotz der geringen Vorbereitungszeit bereits wieder hochklassiges Tennis.
Im Halbfinale traf die 27-jährige Niederländerin im vermutlich besten Match des Turniers auf die spätere Siegerin Kvitová. Nach mehr als 2 Stunden, 3 Sätzen und einer von vielen engen und spektakulären Ballwechseln geprägten Partie behielt schließlich die Tschechin mit 7:6, 3:6, 6:1 die Oberhand. Kontaveit zog dagegen kampflos ins Endspiel ein, da ihre Gegnerin, die japanische Weltranglisten-Erste Naomi Osaka, verletzungsbedingt nicht antreten konnte. Die aktuelle US Open- und Australian Open-Titelträgerin hatte sich in ihrem Viertelfinale gegen die Kroatin Donna Vekić eine Bauchmuskelzerrung zugezogen, das dramatische Aufeinandertreffen nach Abwehr eines Matchballs jedoch noch mit 6:3, 4:6, 7:6 für sich entschieden.

Zuvor gab schon die stark spielende Victoria Azarenka im Viertelfinale gegen Kontaveit aufgrund einer Schulterverletzung auf. Die Weißrussin hatte in der 2. Runde noch Titelverteidigerin Karolína Plíšková (Weltranglisten-Nr. 4) mit 4:6, 6:3, 6:4 bezwungen. Bereits in ihrem Auftaktmatch gegen Pavlyuchenkova musste Julia Görges aus Bad Oldesloe, Stuttgart-Siegerin von 2011, zum Leidwesen des Publikums im 3. Satz mit einer Halswirbelverletzung passen.

Schon Mitte des Monats steht das nächste WTA-Turnier in Deutschland auf dem Programm. Vom 19. bis 25. Mai 2019 schlagen die Tennisprofis zum siebten Mal in Folge in Nürnberg auf. Neben Barthel, Görges und Petković hat unter anderem Titelverteidigerin Johanna Larsson (Schweden) ihre Zusage gegeben. Friedsam und Lisicki erhalten Wildcards.

Weitere Infos unter:

www.porsche-tennis.de und www.nuernbergercup.de

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Copyright Text und Foto: Sylvia Rochow



Sport Beitrag vom 12.05.2019 Sylvia Rochow 





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