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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2018 - Beitrag vom 30.11.2018

Barbra Streisand - Walls
Sharon Adler

Um Mauern, aber auch um Brücken, geht es in dem neuen Album der Ausnahmekünstlerin, die sich in ihren Songs mehr denn je der aktuellen gesellschaftspolitischen Lage zuwendet. Mit "Don´t Lie To Me" (und allen anderen Songs auf "Walls") adressiert Barbra Streisand Machthaber D.T. und seine Fake-News-Tweets, übt unmissverständlich Kritik an dessen menschenverachtender Politik.



Im Verlauf ihrer beeindruckenden Karriere war Barbra Streisand in vielem die Erste: 1977 war sie die erste Frau, die einen Oscar für die Komposition des zeitlosen Klassikers "Evergreen" ("A Star Is Born") erhielt. Barbra Streisand ist die einzige Künstlerin, der es gelang, in sechs aufeinander folgenden Jahrzehnten Nummer-Eins-Alben in den US Billboard Charts zu landen. Bis heute gelangen der Musiklegende 52 Gold-, 31 Platin- und 13 Mehrfach-Platin-Alben-Auszeichnungen. 34 ihrer Longplayer konnten sich in den US Top Ten platzieren. Zudem wurde Barbra Streisand mit zwei Oscars, zehn Grammys, fünf Emmys und elf Golden Globes geehrt.
2015 erhielt sie von Präsident Barack Obama den höchsten zivilen Orden der Vereinigten Staaten, die "Presidential Medal of Freedom". Von Präsident Clinton war sie bereits 2000 mit der "National Medal of Arts" ausgezeichnet worden.

Seit ihrem musikalischen Debüt im Jahr 1963 "The Barbra Streisand Album" hat Barbra Streisand mehr als sechzig Alben veröffentlicht. Die Künstlerin wurde am 24. April 1942 im New Yorker Stadtteil Brooklyn als Tochter einer jüdischen Familie mit österreichischen Wurzeln geboren, ihr Vater Emanuel Streisand war Grundschullehrer, der fünfzehn Monate nach Barbras Geburt starb. Ihre Mutter Diana Ida Rosen, eine Schulsekretärin, bekam mit Barbras späterem Stiefvater Louis Kind eine weitere Tochter, Roslyn Kind.

Die Familie lebte lange an der Grenze zur Armut. Die Mutter wollte nie, dass ihre Tochter ins Showbiz ging, sondern eher etwas Solides ausübte, im Schulwesen, wie ihr Vater.
Einer von Barbras SchulfreundInnen auf der New York City´s Erasmus High School war Neil Diamond, mit dem sie gemeinsam im Schulchor sang und später den Song "You Don´t Bring Me Flowers" aufnahm, der sich sowohl auf dem Album "What Matters Most - Barbra Streisand Sings The Lyrics Of Alan And Marilyn Bergman" als auch auf "A Woman In Love - The Greatest Hits" findet. Schon als Teenager nahm sie an zahlreichen Gesangswettbewerben teil, um den Sprung über den East River nach Manhattan zu schaffen. Sie wollte unbedingt ein gefeierter Musical-Star werden. Schließlich debütierte sie im Alter von 20 Jahren am Broadway und bekam einen Plattenvertrag bei Columbia Records.

Ihren ersten Erfolg hatte sie am Broadway in der Show "I Can Get It for You Wholesale". Als sie 1963 bei Columbia Records ihren ersten Plattenvertrag unterschrieb, war das der Beginn einer steilen Karriere. Bis 1964 hatte sie drei erfolgreiche Alben veröffentlicht und nahm sich eine Auszeit, um am Broadway die Hauptrolle in "Funny Girl" zu übernehmen. 1967 spielte sie im gleichnamigen Film mit und wurde für ihre Darstellung mit dem Oscar ausgezeichnet.

1973 bekam Streisand die Möglichkeit, ihre beiden Leidenschaften, Film und Musik, zu verbinden. Mit dem Film " The Way We Were/So wie wir waren" landete sie sowohl filmisch, als auch musikalisch einen Hit. "The Way We Were", das Titellied zum Film, machte die Zeilen "Memories/Like the corners of my mind/Misty watercolour memories/Of the way we were" weltberühmt. Der Soundtrack zum Film gewann 1974 in den Kategorien "Bester Song" und "Filmmusik" jeweils einen Oscar, 1975 außerdem einen Grammy Award.

1983 trat Streisand selbst hinter die Kamera und wurde die erste Frau, die eine Regiearbeit an einer größeren Produktion beendete. Ihr Film "Yentl", den sie produzierte, das Drehbuch schrieb und als Hauptdarstellerin fungierte, bekam fünf Oscar-Nominierungen, Streisand wurde mit Golden Globes für die beste Regie und das beste Drehbuch ausgezeichnet und auch das Soundtrack Album schaffte es in die Top Ten. Die Regiearbeiten von Streisand wurden im Jahr 2000 mit den "Kennedy Center Honors" ausgezeichnet. Sie war die erste Regisseurin, die diese Ehrung erhielt. Der Preis wird jährlich an darstellende KünstlerInnen verliehen, deren Lebenswerk der amerikanischen Kultur zugute kommt.

"Walls"

Manch eine verortet das musikalische Spektrum der Streisand ausschließlich in Love Songs, auf "Walls" kann sie eine andere Seite der Künstlerin kennen lernen. Denn auch wenn der Weltstar auf "Walls", ihrem ersten Longplayer mit Neu-Kompositionen seit 2005, gewohnt elegant und charismatisch performt, so ist die Message unverkennbar die einer Aktivistin, Idealistin und Humanistin. "Walls" ist eine unüberhörbare Stimme gegen die aktuelle Politik in den USA.

Streisand, die sich schon lange gesellschaftlich engagiert, machte sich als Philanthropin vor allem wegen ihrer großzügigen Spenden in Millionenhöhe an verschiedene gemeinnützige Organisationen einen Namen, sie ist Unterstützerin des Cedars-Sinai Women´s Heart Center. Zudem gründete die Künstlerin 1986 selbst eine Stiftung, die "Streisand Foundation", mit der sie sich für Frauen- und Kinderrechte, Umweltschutz, Abrüstung von Nuklearwaffen und weitere wichtige Anliegen einsetzt.

Diese gesellschaftlich wichtigen Themen sind es, um die sich Barbra Streisand heute sorgt, wenn sie etwa im Radio die News im Autoradio hört, und wie wir alle verstört ist von den "breaking reports", von den Lügen und der systematischen Zerstörung aller demokratischen Werte.
Dem will Streisand mit "Walls" etwas entgegensetzen, in jeder Zeile und Note hält sie ein Plädoyer für die Einhaltung dieser Werte, die von D.T und Konsorten mit Füßen getreten werden. "The actress who sings", wie sich die große Barbra Streisand einmal selbst bezeichnete, nutzt bewusst ihre Position und Bekanntheit, ihre Musik, um soziale Ungerechtigkeiten über diese Plattform anzuprangern.

"You change the facts to justify"

In ihrem Song mit "Don´t Lie To Me" fragt sie den amtierenden Präsidenten unter anderem danach, wie er schlafen kann wenn um ihn herum die Welt brennt, wenn alles, was aufgebaut wurde, kaputtgemacht wird:

"How do you win if we all lose?
You change the facts to justify
Your lips move but your words get in the way"


Das großartige Video zu "Don´t Lie To Me" (Regie und Produktion: Barbra Streisand) kann als ein filmischer Appell angesehen werden – mehr als hundertausendmal wurde es bisher angeklickt. In eindringlichen Bildern von der Zerstörung unseres Planeten oder eines debil und sinnentleert plappernden Präsidenten wird das ganze Ausmaß ihrer Abscheus und Entsetzens ob dieses narzisstisch zerstörerischen Gebarens sichtbar.
Auch in ihrem Song "Lady Liberty" nimmt die Idealistin und Humanistin Streisand die besorgniserregende Entwicklung in den Blick, sie erinnert daran, für welche Werte die Freiheitsstatue steht, und daran, dass: "(…) at the end of the day we´re all children of immigrants."

Neben den drei Eigenkompositionen der Oscar-Preisträgerin beschäftigen sich auch die anderen Songs auf "Walls" mit Themen, die ihr wichtig sind. Mit ihrer Interpretation der Klassiker wie dem allzeit gültigen Peace-Song "Imagine" von Yoko Ono und John Lennon, dem Prayer "What A Wonderful World" von Louis Armstrong, und dem Bacharach/David-Pop-Standard "What The World Needs Now" macht sie deutlich, wie aktuell diese Themen bis heute sind.

In der Intro des Booklets zu ihrem Album "Walls" stellt Barbra Streisand "A note from Barbra" voran:

"This collection of songs reflects what´s been on my mind lately.

These are troubling times, and I felt compelled to add my voice to the dialogue some of us have been having. Many of the fundamental principles of democracy and freedom we´ve always taken for granted – freedom of the press, freedom of speech, freedom of expression – are eroding at an alarming rate. Even basic human decency appears to be melting away faster than the polar ice caps. I wanted to write and sing about some of these things… not only to convey my concerns, but also to state my belief that, if we remain vigilant to the truth, things can eventually turn around.

In the past year we´ve seen the very worst of humanity… and the very best. In the face of unimaginable natural disasters and unspeakable human cruelty, there have been many acts of kindness and courage to remind us of who we have the potential to be when we listen to the better angels of our nature.

I´ve been especially moved by the millions of young people in the United States and around the world who have found their collective voice and are demanding to be heard. They are more interested in building bridges than walls. They are the very definition of hope. They´re on my mind… and I dedicate this album to them.

With love and light,
Barbra"


AVIVA-Tipp: Auf ihrem Album "Walls" nimmt uns die Ausnahmekünstlerin Barbra Streisand mit auf eine poetisch-politische Reise zu Flower Power Idealen im allerbesten Sinn: Besonders ihr Song "Don´t Lie To Me" macht deutlich, was sie von den Fake-News des gegenwärtigen US-amerikanischen Präsidenten hält, der in jedem Tweet Hass sät, der keine Gelegenheit auslässt, gegen Menschenrechte zu hetzen. "Walls" ist aber auch ein leidenschaftlicher Appell für Gerechtigkeit, für Frieden und für Solidarität, auf dem Barbra Streisand ihre Hoffnung darüber aus drückt, that somehow we will find ways to build more bridges than walls." Bewegend, inspirierend und empowernd, thank you Barbra!

Barbra Streisand
Walls

(CD oder digitale Formate)
Sony Music, VÖ: 02.11.2018
www.barbrastreisand.com/walls
Der Song "Don´t Lie To Me" aus dem Album "Walls": www.youtube.com

Weitere Infos zur Künstlerin unter:

www.barbrastreisand.com

www.facebook.com/barbrastreisand

Ein Interview mit www.youtube.com ´60 Minutes Australia: Barbra Streisand "Being Barbra"´ vom 10.04.2018

The Late Late Show with James Corden - Barbra Streisand Carpool Karaoke: www.youtube.com

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(Quelle: Sony Music)






Music Beitrag vom 30.11.2018 Sharon Adler 





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