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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2018 - Beitrag vom 27.04.2018

War On Women - Capture the Flag
Christina Mohr

Fühlen Sie sich ausgelaugt vom andauernden Kampf für den Feminismus? Heftige Dosis Empowerment-Punkrock gefällig? War On Women aus Baltimore hätten da was für Sie: "I´ll never be a quiet woman!", shoutet Shawna Potter in "Silence is the Gift", und das darf als Standortbestimmung und Versprechen gleichzeitig...



... verstanden werden: War On Women (WOW), Hardcore-Punk-Quartett aus Baltimore, USA machen auf ihrem zweiten Album "Capture the Flag" keine Gefangenen, um im martialischen Bild zu bleiben.

Die Band gründete sich 2010, damals noch als Quintett aus drei Frauen und zwei Männern unterwegs, inzwischen ist Drummer Scott Tiemann das einzige männliche Mitglied. Die feministische Haltung von War on Women war schon auf ihrem Debütalbum von 2015 unüberhörbar, mittlerweile hat sich die Band, die sich musikalisch "zwischen Metallica und Bikini Kill" verortet, noch stärker radikalisiert.

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten, seine unverhohlen sexistische "grab them by the pussy"-Haltung, die die Stimmung im Land beeinflusst - und die sich glücklicherweise formierenden Gegenbewegungen wie der eindrucksvolle Women´s March zum Weißen Haus im vergangenen Jahr ließen das politische und feministische Bewusstsein vieler Künstler*innen erstarken. War On Women thematisieren auf "Capture the Flag" Gewalt, Sexismus, Rassismus, Korruption – und sind so deutlich in ihren Texten, dass keine Missverständnisse möglich sind.

"Your existence should not be defined by any man / You deserve to know yourself before anyone gets the chance", heißt es in "Pleasure & the Beast", einem Song über weibliche Sexualität. Das drastische "Lone Wolves" handelt von Gewalt gegen Frauen: "Grip, Hammer, Trigger, Cylinder, Barrel, Muzzle, Bullet, Killer / Shoot, Kill, because you had a crush on a girl" – harter Stoff, von Shawna Potter ungeschönt rausgeschrien, die Musik dazu ist hart, laut, schnell, Hardcore-Punk at its Best. Brooks Harlan/Gitarre und Sue Werner am Bass gewinnen jeden Speed-Wettbewerb, Scott Tiemann trommelt, als gäbe es kein Morgen. Illustre Gäst*innen gibt es auch auf "Capture the Flag": Keine Geringere als Kathleen Hanna ist auf "YDTMHTL" zu hören, Punk- und Pornoaktivistin Joanna Angel singt bei gleich vier Stücken mit, Brook Harlans Tochter Eva Beer-Harlan und Sharptooth-Sängerin/Shouterin Lauren Kashan sind ebenfalls mit an Bord. Gemeinsam kämpft es sich besser!

AVIVA-Tipp: "Capture the Flag" ist eine Kampfansage an heteronormative, kapitalistische, reaktionäre Systeme – kein easy listening, sondern in-your-face-Agit-Punkrock, der dem Nachbarn mit den Gartenzwergen garantiert nicht gefällt.

War on Women
Capture the Flag

(Album/CD 2018, Bridge 9, 12 Songs)

War on Women im Netz:

www.facebook.com/WarOnWomen

waronwomen.bandcamp.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

Bad Cop / Bad Cop - Warriors
Kriegerischer Titel, angriffslustige Attitüde – das feministische Punkrockquartett Bad Cop/Bad Cop ("Not Sorry") aus Los Angeles/Kalifornien macht keine Kompromisse, ihr Album "Warriors" (Single: "Womanarchist") ist ein einziger Energierausch. (2017)

Beth Ditto - Fake Sugar
Die feministische Popikone, Buchautorin, Designerin und ehemalige "Gossip"-Sängerin startet jetzt mit ihrem ersten Soloalbum durch. Riot Grrrl meets Country Girl. Unterstützt wurde sie dabei von der Grammy-nominierten Songwriterin, Bassistin und Produzentin Jennifer Decilveo. (2017)

Girlpool - Powerplant
Kindlich anmutende Strichzeichnungen auf dem Cover, abwechselnd sehr leichte und sehr schwere Gitarren, darüber mal lauter, mal gehauchter Gesang, immer im Duett – mit diesen eigenartigen und dabei überaus charmanten Elementen ziehen Girlpool sofort in ihren Bann. (2017)

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Barbara Lüdde und Judit Vetter - Our Piece of Punk. Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen
Vor mehr als 25 Jahren erschien "Riot Grrrl Revisited", das Manifest der feministischen Bewegung, die aus Punk entstanden war und die männliche Dominanz in der Szene aufbrechen wollte – was ist heutzutage und hierzulande aus den Riot Girls geworden? (2017)

Music Beitrag vom 27.04.2018 Christina Mohr 





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