Anne Frank Haus Amsterdam – Alle Juden sind... - 50 Fragen zum Antisemitismus - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Literatur





 

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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 11.09.2008


Anne Frank Haus Amsterdam – Alle Juden sind... - 50 Fragen zum Antisemitismus
AVIVA-Redaktion

"Sind alle Juden reich?", "Haben die Juden Jesus ermordet?", "Ist Kritik an Israel antisemitisch?" Diese und 47 weitere Fragen beantwortet das Anne Frank Haus Amsterdam auf anschauliche Weise.




Auch über 60 Jahre nach der Schoah ist kein Ende des Antisemitismus abzusehen. Im Gegenteil. Die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Deutschland und Europa nimmt wieder zu. Alarmierende Vorfälle, denen es entgegen zu wirken gilt. Das Anne Frank Haus Amsterdam leistet mit dem vorliegenden Buch Aufklärungsarbeit und bietet einen Leitfaden für präventiven Unterricht in Schulen.

In sechs thematischen Blöcken werden grundlegende Verständnisfragen zu Judentum und Antisemitismus anschaulich erklärt. Über die historischen Hintergründe des Judenhasses und den Beziehungen des Judentums mit Christentum und Islam bis hin zum "neuen Antisemitismus" wird die ganze Bandbreite des Antisemitismus in 50 Fragen abgedeckt. Ein großes Plus des Buches ist es, dass es offen mit verleumderischen Vorurteilen und Legenden umgeht. Ohne Scheu nennt es beispielsweise das "Blutmärchen" oder die imaginäre jüdische Weltverschwörung beim Namen, analysiert ihre Ursprünge und geht ihnen auf den Grund.

Das Buch richtet sich eigentlich an Jugendlich ab 14 Jahren, dennoch ist es für alle Alterstufen geeignet. Denn insbesondere LeserInnen nicht-jüdischen Glaubens bekommen prägnante Antworten auf Fragen, die jenen, die mit der Thematik vertraut sind, banal vorkommen können. Fragen wie, "Wer ist jüdisch" oder "Was versteht man unter den Begriffen Holocaust und Schoah", werden selbstverständlich und unkompliziert beantwortet. Um auch dem pädagogischen Ziel des Buches gerecht zu werden, geht das Buch rechten Vorwürfen nicht aus dem Weg. Antisemitische Hetzparolen werden nüchtern untersucht und durch stichhaltige Fakten entkräftet.

Allein durch seine Übersichtlichkeit und das Layout gelingt es dem Buch, die Aufmerksamkeit der LeserInnen einzufangen und zu halten. Jede Frage wird durch historische oder zeitgenössische Karikaturen, Fotos, Gemälde und Karten illustriert. Darüber hinaus werden aus jeder der 50 Antworten wichtige Schlagworte herausgegriffen, die im Anschluss an die Texte lexikonartig erläutert werden. Weiterführende Literatur- und Linktipps runden "Alle Juden sind..." ab.


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Die Geschichte der Juden von Lutz van Dijk.
Feindbild Judentum - Antisemitismus in Europa Herausgegeben von Lars Rensmann und Julius Schoeps
Linker Antisemitismus von Benjamin Weinthal
Neu-alter Judenhass
Ich habe nichts gegen Juden, aber… Broschüre der Amadeu Antonio Stiftung

Zum Herausgeber: Anne Frank Haus Amsterdam Das ehemalige Versteck von Anne Frank und ihrer Familie dient heute als Museum, welches über das Schicksal der Untergetauchten informiert. Um Anne Franks Ideale vor dem Vergessen zu bewahren , entwickelt das Anne Frank Haus auf nationaler und internationaler Ebene Publikationen und Aktivitäten, die der Förderung der Toleranz und des gegenseitigen Respekts dienen sollen. Mehr Informationen über das Anne Frank Haus Amsterdam finden Sie unter: www.annefrank.org.

AVIVA-Tipp: Dem Anne Frank Haus Amsterdam ist mit "Alle Juden sind..." die durchgehend ansprechende Aufbereitung der Antisemitismus-Thematik gelungen. Es bleibt nur zu wünschen, dass dieses Buch in die deutschen Klassenzimmer, und seine Inhalte in die deutschen Köpfe Einzug halten werden.

Jaap Tanja (Anne Frank Haus Amsterdam)
"Alle Juden sind..."
50 Fragen zum Antisemitismus

Originaltitel: "vijftig vragen over antisemitisme"
Übersetzung aus dem Niederländischen von Monika Götze.
Herausgeber: Anne Frank Haus Amsterdam
Verlag an der Ruhr, erschienen: Juni 2008
Paperback, 184 Seiten
ISBN-13: 978-3-8346-0408-8
19,50 Euro


Literatur

Beitrag vom 11.09.2008

AVIVA-Redaktion 






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