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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2019 - Beitrag vom 30.01.2019


Das letzte Mahl. KinoEventStart am Jahrestag der Machtergreifung, dem 30. Januar 2019 bundesweit
Sharon Adler

Zwischen Assimilation und Zionismus: Am Tag der Machtergreifung Adolf Hitlers, dem 30. Januar 2019, trifft sich die deutsch-jüdische Familie Glickstein zum gemeinsamen Abendessen. Die meisten von ihnen – wie ein Großteil der nichtjüdischen Deutschen zu jener Zeit – glauben, dass die Nazis nur eine Handvoll von harmlosen Spinnern seien...



… und nehmen die drohende Gefahr durch die Nationalsozialisten nicht ernst genug.

Das Selbstbewusstsein der Juden und Jüdinnen nach dem 1. Weltkrieg schien gestärkt, man vertraute auf die Akzeptanz und hatte das Gefühl, dazuzugehören zum deutschen Volk. Als während des Essens die Ereignisse des Tages diskutiert werden, dominiert zunächst die Meldung das Tischgespräch, man habe die BVG-Räuber gefasst. Bis pathetisch verkündet, Hitler sei Reichskanzler. Die Stimmung kippt, löst eine hitzige Debatte aus.

Als Leah (Mira Elisa Goeres) ihren lange im Geheimen vorbereiteten Plan verkündet, nach Palästina auszuwandern, stößt sie auf den Widerstand ihres Vaters Aaron (Bruno Eyron). Einzig ihre Mutter versteht sie, rät aber zur Vorsicht und Geduld. Und als Sohn Michael (Patrick Mölleken) dann auch noch Nazi-Parolen deklamiert, und der Familie mitteilt, die Nationalsozialisten seien ja die einzigen, die offen aussprächen, "was in diesem Land nicht stimmt" und außerdem mit seinen Kameraden auf dem Fackelzug dem neuen "Führer" huldigen zu wollen, kommt es zum Eklat zwischen den Familienmitgliedern.

"´Das letzte Mahl´ ist ein privates Drama, das an dem historischen Schicksalstag Deutschlands und der Welt stattfindet: Der 30.1.1933 stellt in Retrospektive einen der radikalsten Einschnitte in die Geschichte unseres Landes dar. Was uns an diesem Datum aber im Besonderen bewegt, ist die Tatsache, dass sich damals kaum jemand unter den Zeitgenossen ernsthaft hat vorstellen können, welche monströsen Konsequenzen die Machtübernahme Hitlers haben würde. Im Rückblick wünscht man sich, den Menschen zurufen zu können: "Nehmt Hitler ernst!" Regiestatement von Florian Frerichs

100 SchülerInnen- und Abendvorstellungen an einem Tag!

Über 130 Kinos bundesweit sind dem Aufruf des Verleihs gefolgt, ein "Zeichen gegen Rechts" zu setzen und zeigten "Das letzte Mahl" in der Hauptvorstellung am 30. Januar 2019.

Der Apollo Film Verleih hatte insgesamt 100 Schul- und Abendvorstellungen am Tag der Machtergreifung Adolf Hitlers, dem 30. Januar 2019 geplant. Über 2.000 SchülerInnen allein in Berlin beteiligen sich an dem EventKinoStart. Diese Vorstellungen wurden durch PatInnen finanziert, die das Thema verstärkt in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Diskussion stellen möchten und so einen Beitrag gegen die weitere Ausbreitung rechter Ideologien leisten. Weitere Kinoeinsätze sind nach Absprache mit dem Verleih möglich und erwünscht.

Auszeichnungen und Festivals

Nach der Weltpremiere im April 2018 auf dem Los Angeles Jewish Film Festival gewann "Das letzte Mahl" den "Sonderpreis der Jury" auf dem 15. Festival Internacional de Cinema Social de Catalunya. Es folgten internationale Festivalpremieren auf dem Washington Jewish Film Festival, dem Jewish Film Festival Berlin, dem JIFF in Sydney & Melbourne, dem CLAM Barcelona, sowie dem Warsaw Jewish Film Festival. Zuletzt gewann der Film im Dezember den Publikumspreis auf dem 7. Budapest Jewish and Israeli Film Festival 2018.

AVIVA-Tipp: "Das letzte Mahl" zeichnet realitätsgenau das Bild einer Generation von selbstbewussten Jüdinnen und Juden in Deutschland zwischen entspannter Normalität und ständiger Wachsamkeit. Sichtbar werden vor allem die ungleichen Haltungen zwischen der Meinung, man dürfe "alles nicht so Schwarz sehen" oder der Weitsicht einiger der Familienmitglieder, die den neu aufkommenden Antisemitismus als nicht von selbst vorübergehende Erscheinung einschätzen. Sie sollten Recht behalten.

Das letzte Mahl
Regie: Florian Frerichs
Drehbuch: Dr. Stephan Warnatsch & Florian Frerichs
Musik: Ingo Frenzel
Kamera: Konstantin Freyer
Schnitt: Christian R. Timmann
DarstellerInnen: Bruno Eyron, Michael Degen, Charles Brauer, Sharon Brauner, Patrick Mölleken, Bela B. Felsenheimer, Sandra von Ruffin, Judith Hoersch, Adrian Topol, Daphna Rosenthal, Mira Elisa Goeres und Werner Daehn
Deutscher Verleih ist Apollo Film, Weltvertrieb Studio Hamburg Enterprises
"Das letzte Mahl" ist eine Produktion der Warnuts Entertainment
ProduzentInnen sind: Florian Frerichs, Stephan Warnatsch, Bruno Eyron, Sharon Brauner, Matthias von Birkensee, Hubertus Hoffmann, Itamar Zechoval, Gidi Lewkowitz, Anette und Klaus Fiedler, Catherine Ackermann, Alexander Harnisch, Michael Pate und Hauke Schlichting, Patrick Mölleken, Magali Widmer, Ralf Moeller, Carsten Lorenz, Miguel Angelo Pate, und Reza Brojerdi.
"Das letzte Mahl" ist ohne staatliche Förderung, vollkommen unabhängig von Sender oder sonstigen Institutionen entstanden.

Mehr Infos zum Film, zu den teilnehmenden Kinos sowie der Trailer unter:
www.dasletztemahl.de und www.facebook.com/dasmahl



Quelle: Apollo Film Verleih



Kultur > Kino Beitrag vom 30.01.2019 Sharon Adler 





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