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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2021 - Beitrag vom 16.04.2021


Kamala Harris. Der Wahrheit verpflichtet – Meine Geschichte. Verlosung
Silvy Pommerenke

Mit ihrer 2018 geschriebenen Autobiographie "The Truths We Hold. An American Journey" lässt die neue (erste Schwarze) Vizepräsidentin der USA die Leser*innen an ihrem erfolgreichen, bewegten und inspirierenden Leben teilhaben. Im Frühjahr 2021 ist das Buch im Siedler Verlag auf Deutsch erschienen. AVIVA-Berlin verlost 2 Bücher




Kamala Harris geht es um Wahrheit, um nichts als die Wahrheit. Allein dadurch unterscheidet sie sich bereits von dem früheren Präsidenten der USA, Donald Trump. Ihr Lebensmotto: "Ich bin überzeugt, dass es kein stärkeres Mittel gegen das Gift unserer Zeit gibt als gegenseitiges Vertrauen. […] Einer der Eckpfeiler jedes Vertrauensverhältnisses ist es, die Wahrheit auszusprechen. Unsere Worte haben Gewicht, genau wie der Wert, den wir selbst und andere ihnen beimessen."

Mit diesem Credo geht sie gegen Rassismus, Sexismus, Homophobie, Transphobie und Antisemitismus vor, die in unserem Leben fast schon alltäglich geworden sind. Sie setzt sich gegen Polizeigewalt ein, gegen unlautere Pharmakonzerne, gegen Kredithaie und Finanzspekulation, sowie für den Schutz des Klimas und für sozial Schwache. Das ist für die republikanischen Politiker*innen und Wähler*innen ein Dorn im Auge. Dabei sind dies alles Punkte, die der gesunde Menschenverstand für richtig halten sollte.

Kamala Harris wurde von Kindesbeinen an politisiert, da ihre Eltern ihre Mutter, Shyamala Gopalan Harris, stammte aus Indien und war promovierte Endokrinologin, ihr Vater, ein Wirtschaftswissenschaftler, aus Jamaica in der Schwarzen Bürger*innenrechtsbewegung aktiv waren. Somit war der Grundstein für Kamala Harris´ Jurastudium und ihre spätere politische Karriere gelegt. Ihre Mutter spielte die wohl wichtigste und inspirierendste Rolle in ihrem Leben, und war ihrer Tochter Vorbild und Leitstern. Neben ihrem unermüdlichen Einsatz in der Krebsforschung hielt sie ihre Tochter immer dazu an, das Beste zu geben und sich voller Energie der Ausbildung und beruflichen Karriere zu widmen:

"My mother would look at me and she´d say, ´Kamala, you may be the first to do many things, but make sure you are not the last.´"
(Kamala Harris, January 28, 2019)

Als ihre Mutter die Diagnose Krebs erhielt, wurde die Welt der Familie Harris aus den Fugen gerissen. Kamala Harris hat sich lange geweigert, der Tatsache ins Auge zu sehen, dass ihre Mutter sterben würde. "Ich liebe sie so sehr. Und es gibt keinen Ehrentitel der Welt, den ich mehr schätze als den, die Tochter von Shyamala Gopalan Harris zu sein."

Ihr beeindruckender Werdegang begann als Assistenzstaatsanwältin in Alameda County/Kalifornien, in deren Funktion sie mit jungen Missbrauchsopfern zu tun hatte. Dieses Amt führte sie in ihrer beruflichen Laufbahn weiter zur einer Abteilung für Berufskriminalität Leiterin in der Bezirksstaatsanwaltschaft von San Francisco, und später richtete sie eine Task-Force gegen sexuellen Missbrauch von Jugendlichen ein, durch die sie bereits auch ohne ein gewähltes Amt politischen Einfluss nehmen konnte. Das führte sie 2003 zu ihrer ersten Kandidatur auf das Amt der Bezirksstaatsanwältin. Sie gewann die Wahl, wurde später Generalstaatsanwältin und Senatorin. Eine steile Karriere, die vor allem darauf ausgerichtet war, die Strafjustiz zu reformieren. Einer ihrer innovativen Ansätze war, keine Haftstrafen für kleinere Delikte zu verhängen, sondern die Menschen in ein Resozialisierungsprogramm zu integrieren, um sie nachhaltig aus dem kriminellen Milieu herauszubringen. "Back on Track" hieß dieses Programm und wirkte nachhaltig, denn das Justizministerium der Obama-Regierung übernahm dieses Modell.

Bei ihrer politischen Arbeit ging und geht Kamala Harris niemals den bequemen Weg und scheut keine Auseinandersetzung: "Trotzdem war ich bereit, die Böse zu spielen, wenn es mir damit gelang, ein vernachlässigtes Thema aufzugreifen. Auf politisches Kapital gibt es keine Zinsen. Man muss es ausgeben, um etwas zu bewegen."

Kamala Harris ist bürger*innennah, und nimmt die Probleme der Menschen ernst: "Intelligente Politik lässt sich nicht im Elfenbeinturm machen, und Auseinandersetzungen werden nie durch Fakten allein entschieden. Es kommt darauf an, präsent zu sein, mit offenen Augen und Ohren, und mit den Menschen zu sprechen, die direkt mit einem Problem konfrontiert sind."

Im Januar 2021 ist die Biographie von Dan Morain über Kamala Harris auf Deutsch erschienen. Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Büchern ist wohl der, dass Dan Morain den Fokus stärker auf das Privatleben von Harris lenkt, während sie selbst mehr auf ihre politische Arbeit eingeht. In Kombination ergeben die beiden Bücher einen detaillierten Einblick in das Leben der US-Vizepräsidentin, die mit ihrem Engagement und ihrem Kampf für soziale Gerechtigkeit hoffentlich noch lange die US-amerikanische Politik mitbestimmen wird. Dass das dringend notwendig ist, belegen ihre Schilderungen über die katastrophalen Zustände in den USA. Eines der reichsten Länder der Welt weist extrem viel Defizite auf, sei es den strukturellen Rassismus betreffend, ungenügende medizinische Versorgung oder Polizeigewalt.

AVIVA-Tipp: Kamala Harris hat ihre Autobiografie authentisch, mitreißend, leidenschaftlich und mit viel Herzblut geschrieben, und ihr Engagement um soziale Gerechtigkeit klingt mehr als nur glaubwürdig. Sie hat einen Blick fürs Große, ohne die kleinen Dinge aus den Augen zu verlieren.

Zur Autorin: Kamala Devi Harris wurde 1964 in Oakland/USA als eine von zwei Töchtern von Einwanderer*innen geboren. Nach ihrem Jurastudium begann sie ihre Karriere als Bezirksstaatsanwältin von San Francisco, wurde 2011 Generalstaatsanwältin und Justizministerin von Kalifornien und 2017 US-Senatorin der demokratischen Partei. Sie setzt sich vor allem gegen soziale Diskriminierung und für eine grundlegende Reform der amerikanischen Strafjustiz ein. Seit Januar 2021 ist sie Vizepräsidentin der USA, und damit auf dem ranghöchsten Posten neben Präsident Joe Biden. Sie ist seit August 2014 mit dem Rechtsanwalt Douglas Emhoff verheiratet, der zwei Kinder im Teenageralter aus einer früheren Verbindung in die Ehe brachte, und der erste jüdische Partner einer US-Vizepräsidentin ist. 2017 hat das Paar die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besucht.
Kamala Harris im Netz:
Auf Twitter twitter.com/KamalaHarris und auf Instagram www.instagram.com/kamalaharris.
Auf der offiziellen Seite des Weißen Hauses: www.whitehouse.gov sowie im Biographischen Verzeichnis des Kongresses der Vereinigten Staaten bioguide.congress.gov.

Kamala Harris
Der Wahrheit verpflichtet – Meine Geschichte

Siedler Verlag, erschienen 03/2021
Aus dem Englischen von Jürgen Neubauer
Originaltitel: The Truths We Hold. An American Journey
Originalverlag: Penguin Press
Hardcover, 336 Seiten mit 32 Seiten Farbbildteil
ISBN 978-3-8275-0153-0
Euro 22,00
Mehr zum Buch unter: www.penguinrandomhouse.de


AVIVA-Berlin verlost 2 Bücher. Bitte senden Sie uns dazu den AVIVA-Tipp aus unserer Rezension von Megan Rapinoe – One Life. Das Leben der Fußballikone und ihr Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus bis zum 30.06.2021 per Email an: info@aviva-berlin.de


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Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Dan Morain – Kamala Harris. Die Biografie
"Du magst die Erste sein, die viele Dinge tut, aber stell sicher, dass du nicht die Letzte bist" ermahnte Shyamala Gopalan Harris, die Mutter der neuen Vizepräsidentin der USA, Kamala Harris. Wie ihr Weg zur ersten Frau und zugleich die erste Person of Color in dieser Position verlief, ist in der ersten deutschsprachigen und spannenden Biografie nachzulesen. (2021)

Megan Rapinoe – One Life. Das Leben der Fußballikone und ihr Kampf gegen Diskriminierung und Rassismus
Megan Rapinoe, Weltfußballerin des Jahres 2019, Kapitänin des US-amerikanischen Fußballteams und politisch engagierte Frau, hat mit CO-Autorin Emma Brockes ihre Geschichte aufgeschrieben. Dabei geht es um weit mehr als ihre sportliche Karriere, sondern auch um ihr Engagement gegen die Ungleichbehandlung von LGBTQ im Sport, ihr Engagement gegen soziale Ungerechtigkeit und Rassismus und nicht zuletzt gegen den Gender-Pay-Gap. (2020)

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Beitrag vom 16.04.2021

Silvy Pommerenke 






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