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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2024 - Beitrag vom 14.07.2024


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion

Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten und unentdeckten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




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Terminsuche: März 2024

  • 15. März – 25. August 2024
    Noa Eshkol. No Time to Dance
    Die israelische Tänzerin, Choreografin und Künstlerin Noa Eshkol setzte sich ihr Leben lang mit Bewegung und Komposition auseinander. Das Ergebnis war Tanz ohne Musik und textile Arrangements: Sie schuf minimalistische Choreografien, festgehalten in einer komplexen grafischen Bewegungsnotation und farbintensive Wandteppiche. Zu ihrem 100. Geburtstag widmet das Georg Kolbe Museum ihrem vielseitigen Werk eine umfassende Ausstellung.
    Für Noa Eshkol (1924–2007) war der Tanz eine für sich stehende Kunstform. Er sollte ohne Bühnenbild, Kostüme oder Musik auskommen – die absolute Konzentration auf das Wesentliche war ihr Ziel. Mit einem tiefen Verständnis für Körper und Räumlichkeit entwickelte sie choreografische Werke, in denen Körperteile wie separate Instrumente behandelt wurden. Ihre Choreografien kodierte sie mit einem einzigartigen Notationssystem, das die umfassende Analyse und schriftliche Aufzeichnung von Bewegung des menschlichen Körpers, aber auch von Tier- oder Maschinenbewegungen möglich macht und das sie in den 1950er Jahren gemeinsam mit dem Architekten Abraham Wachmann entwickelte: die Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation (EWMN).
    Den Gegenpol zu Eshkols minimalistischen Choreografien, Bewegungsanalysen und grafischen Tanznotationen bilden in der Ausstellung ihre großformatigen und farbintensiven Wandteppiche. Mit Ausbruch des Jom-Kippur-Krieges 1973 begann Eshkol abstrakte textile Kompositionen aus gesammelten und gespendeten Stoffresten zu kreieren. Aus dieser Zeit stammt auch das titelgebende Zitat: "No time to dance" von ihr: Mit Beginn des Krieges wurde ein Tänzer ihres Ensembles eingezogen und sie entschied, dass "dies keine Zeit zum Tanzen" sei. Eshkol verwendete die Stoffreste in ihrer ursprünglichen Form und arrangierte sie zu Textilkompositionen, die sie gemeinsam mit ihren Tänzer*innen zusammennähte.
    Ein weiterer Teil der Ausstellung gehört Werken zeitgenössischer Künstler*innen, die von Eshkols Praxis inspiriert wurden.
    Die von den KW Institute for Contemporary Art produzierte Neupublikation der ersten Eshkol-Wachmann Bewegungsnotation schlägt die Brücke zwischen den Performances Pause: The Noa Eshkol Chamber Dance Group, die im Sommer 2023 in den KW gezeigt wurden und der Ausstellung im Georg Kolbe Museum 2024. Das Buch wird am 17. März 2024 im Rahmen des Eröffnungswochenendes im Georg Kolbe Museum vorgestellt.
    Anlässlich der Ausstellung eröffnet das Georg Kolbe Museum außerdem eine neue thematisch-ausgerichtete Sammlungspräsentation. Sie gibt einen Einblick zum Thema Tanz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, Anknüpfungspunkte und Brüche. Sie zeigt Skulpturen, Zeichnungen und Fotografien der Sammlung des Museums, sowie Georg Kolbes Verbindungen zu bekannten Tänzer*innen der Zeit wie etwa Gret Palucca, der Lehrerin der Tänzerin Tile Rössler, die nach ihrer Emigration nach Tel Aviv dort auch Noa Eshkol unterrichtete.
    Veranstaltungsort: Georg Kolbe Museum, Sensburger Allee 25, 14055 Berlin
    www.georg-kolbe-museum.de

  • 22. März 2024 bis 22. September 2024
    Naama Tsabar
    Naama Tsabars Kunst überwindet die Grenzen von Skulptur, Musik, Performance und Architektur: Der Hamburger Bahnhof präsentiert die Installations- und Performancekünstlerin mit ihrer ersten institutionellen Einzelausstellung in Deutschland.
    Die Ausstellung umfasst drei Werkkomplexe mit partizipativen Wand- und Bodenarbeiten, die vom Publikum auch als Instrumente klanglich aktiviert werden können. Die für die Ausstellung konzipierte Musikperformance entsteht in Zusammenarbeit mit sich als Frau definierenden oder nicht genderkonformen Musiker*innen aus Berlin und New York. Mit der Verwendung von Filz und Klang bezieht Tsabar sich auf Joseph Beuys, dessen Werke parallel in der Kleihueshalle gezeigt werden. Die Ausstellung ist der Auftakt einer Reihe zeitgenössischer Präsentationen im Dialog mit der Sammlungspräsentation von Beuys Werken.
    Naama Tsabar (geb. 1982, Israel, lebt und arbeitet in New York) erschließt in ihren interaktiven Werken versteckte Räume und Systeme, redefiniert geschlechtsspezifische Narrative und verschiebt das Seh-Erlebnis zu einem Moment aktiver Partizipation. Ihre Skulpturen und Installationen können vom Publikum oder in kollaborativ angelegten Performances als Instrumente bespielt werden. In dem transformatorischen Prozess zwischen Skulptur und Instrument, zwischen Form und Sound, wird das intime, sinnliche, körperliche Potential ihrer Arbeiten erfahrbar. Mit der Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen von weiblich oder non-binär definierten Performer*innen öffnet Tsabar neue Räume feministischer und queerer Geschichte.
    Begleitend zur Ausstellung erscheint die vierte Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano.
    Die Ausstellung wird kuratiert von Ingrid Buschmann, wissenschaftliche Mitarbeiterin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart.
    Veranstaltungsort: Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
    Invalidenstraße 50-51
    10557 Berlin
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/naama-tsabar

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