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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2026 -
Beitrag vom 27.07.2026
Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion
Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten und unentdeckten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.
Liebe Leser*innen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
Ihre/eure AVIVA-Berlinerinnen
30. Januar bis 18. Oktober 2026"Ich bin keine Keramikerin." Linde BurkhardtDas Bröhan Museum zeigt eine Auswahl des vielseitigen Werks der Künstlerin und Designerin Linde Burkhardt (*1937).
Nach einer Ausbildung an der Kunstgewerbeschule in Zürich und einem Malereistudium in Berlin studiert Linde Burkhardt in Hamburg bei Almir Mavignier. In den 1960er Jahren war die Hochschule für bildende Künste in Hamburg eine der interessantesten Kunstschulen Deutschlands. Max Bill, Joseph Beuys, Franz Erhard Walther, Max Bense und Bazon Brock, um nur einige zu nennen, gehörten zu den wichtigen Inspirationsquellen für die junge Künstlerin. Mit dem Konzept der Partizipation des Betrachters und natürlich dem Einfluss der 68er-Bewegung veränderten sich der Kunstbegriff und auch das Kunstverständnis von Linde Burkhardt.
Die Offenheit für das Experiment, die Lust am Austesten von neuen Möglichkeiten wurden zum Wesensmerkmal ihres Schaffens. Als Malerin entwirft sie Teppiche. Als jemand, die noch nie mit Keramik gearbeitet hat, wagt sie sich an dieses altehrwürdige, ja fast archaische Material der menschlichen Kreativität heran. Zunächst nutzt sie für sie vorgefertigte lederharte Teller nur als Grundlage für ihre Zeichnungen, aber schon bald entwirft sie Formen für Gefäße, darunter viele für die italienische Designfirma Driade. Für Alessi kombiniert sie Metall und Keramik, indem sie vorgefertigte Metallteile von Alessi-Klassikern mit eigenen Keramikformen zu etwas ganz Neuem kombiniert. Oder sie fordert den italienischen Designer Alessandro Mendini in der Serie "Due mani" zu einem Duett auf: Einmal entwirft Mendini die Form und Linde Burkhardt den Dekor und bei der nächsten Serie ist es umgekehrt. Immer haben ihre Objekte einen hohen erzählerischen Wert, weshalb sie auch problemlos zwischen freien Arbeiten und Entwürfen für Designfirmen wechseln kann.
Ein Großteil der in der Ausstellung gezeigten Werke geht nach dem Ende der Schau als Schenkung der Künstlerin in den Besitz des Bröhan Museums über.
Kurator der Ausstellung: Dr. Tobias Hoffmann.
Veranstaltungsort: BRÖHAN MUSEUM
Jugendstil Kunst Design
Schloßstraße 1a
Schlossstr. 1a,
14059 Berlin
Öffnungszeiten: Di bis So von 11 bis 18 Uhr und an allen Feiertagen
Eintritt: 9,- €, erm. 6,- €. Happy Wednesday: Jeden 1. Mittwoch im Monat gilt ein Einheitspreis von 4,- € für alle.
Tickets können online unter www.broehan-museum.de/service oder vor Ort erworben werden.
www.broehan-museum.de/ausstellung/ich-bin-keine-keramikerin-linde-burkhardtwww.linde-burkhardt.de17. April bis 04. Oktober 2026Neue Frau, Neues Sehen.
Die Bauhaus-FotografinnenHerausragende Fotografinnen gibt es seit der Erfindung der Fotografie im frühen 19. Jahrhundert. Viele von ihnen waren Pionierinnen auf diesem Gebiet. Sie experimentierten mit fotografischen und gestalterischen Techniken und loteten die Grenzen des neuen Mediums aus. So auch die Fotografinnen des Bauhauses. Sie beobachteten ihre Umgebung durch die Kameralinse und hielten dabei zahlreiche Motive in zum Teil neuen und ungewohnten Perspektiven fest. Das Spekt¬rum ihres künstlerischen Schaffens reicht dabei von der gegenständlichen Porträt- und Architekturfotografie bis hin zur abstrakten experimentellen Fotografie.
Die Ausstellung im Museum für Fotografie zeigt circa 300 Fotografien aus dem Sammlungsbestand des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin. Die Motive sind heute vielen bekannt, ihre Urheberinnen jedoch nur wenigen. Mit der Ausstellung würdigt das Bauhaus-Archiv die Bedeutung dieser Künstlerinnen und ihr fotografisches Werk nun erstmals umfassend. Ergänzt werden die Fotografien der Bauhäuslerinnen mit Werken von Künstlerinnen des Institute of Design in Chicago (New Bauhaus), der Nachfolgeinstitution des Bauhauses in den USA.
Auch im 21. Jahrhundert setzen sich Künstlerinnen auf vielfältige Weise mit der Fotografie auseinander. Wie die Bauhaus-Fotografinnen versuchen auch sie, ihre Gegenwart im fotografischen Bild festzuhalten und hinterfragen dabei die kon¬ventionellen Formen des Mediums. Für die Ausstellung hat das Bauhaus-Archiv die drei zeitgenössischen Künstlerinnen Kalinka Gieseler, Caroline Kynast und Sinta Werner eingeladen, mit ihren Arbeiten in einen Dialog mit den historischen Positionen zu treten.
Die Künstlerinnen der Ausstellung:Gertrud Arndt
Ellen Auerbach
Irene Bayer
Lotte Stam-Beese
Irena Blühová
Marianne Brandt
Lotte Collein
Barbara Crane (New Bauhaus)
Margarete Dambeck-Keller
Ise Gropius
Charlotte Grunert
Toni von Haken-Schrammen
Florence Henri
Catherine Hinkle (New Bauhaus)
Irene Hoffmann
Hilde Hubbuch
Grit Kallin-Fischer
Judit Kárász
Ivana Meller-Tomljenović
Etel Mittag-Fodor
Lucia Moholy
Lony Neumann
Ricarda Schwerin
Ré Soupault
Grete Stern
Elsa Thiemann
Else Tholstrup (New Bauhaus)
Mili Thompson (New Bauhaus)
Edith Tudor-Hart
Kuratorisches TeamKristin Bartels, Kuratorin
Carla Huttenloher, Kuratorische Mitarbeiterin
Britta Denzin, Ausstellungsmanagerin
Veranstaltungsort: Museum für Fotografie, Jebensstraße 2, 10623 Berlin
www.smb.museum/museen-einrichtungen/museum-fuer-fotografie/ausstellungen/detail/neue-frau-neues-sehen