Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Veranstaltungen in Berlin Kunst + Kultur
 



AVIVA-BERLIN.de im Januar 2023 - Beitrag vom 30.01.2023


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion

Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




Liebe Leser*innen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
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Außerdem: aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, bzw. fanden per Live-Stream statt. Nun können viele Ausstellungen wieder besucht werden - unter Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards. Unterstützt die Veranstalterinnen mit eurem Besuch und damit, gekaufte Tickets nicht zurückerstatten zu lassen, denn Kunst- und Kulturschaffende befinden sich nach wie vor in einer prekären Situation.


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  • 15. September – 13. November 2022/18. September 2022 – 14. Mai 2023/14. September 2022 – 08. Januar 2023
    Mona Hatoum
    Mit der Ausstellung "Mona Hatoum" präsentieren drei Berliner Institutionen das facettenreiche Werk von Mona Hatoum (* 1952 in Beirut, lebt in London) erstmalig in Deutschland in einer groß angelegten Überblicksausstellung. Die dreiteilige Ausstellung findet ab September im Neuen Berliner Kunstverein (14.9.2022 – 13.11.2022), im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst (18.9.2022 – 14.5.2023) und im Georg Kolbe Museum (14.9.2022 – 8.1.2023) statt. Thematisiert wird der Einfluss von Hatoums Arbeiten auf aktuelle Diskurse um Körperpolitiken und Migration sowie die Herausbildung neuer skulpturaler Tendenzen in der Gegenwartskunst.
    Veranstaltungsort: Berlin

  • From October 5, 2022, to February 27, 2023
    ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES. Spanish female artists from 1960 until today
    Female artists: Elena Asins, Vera Chaves Barcellos, Ángela de la Cruz, Esther Ferrer, Dora García, Sarah Grilo, Cristina Iglesias, Aurèlia Muñoz, Carmen Láffon, Eva Lootz, Erlea Maneros Zabala, Soledad Sevilla, Susana Solano, Montserrat Soto, Eulàlia Valldosera

    The exhibition showcases a Spanish female avant-garde from 1960 to the present day that is still little known in Germany. The works presented are at the interface between art, language, writing, and abstraction.
    At the same time, the show highlights the cultural connection between Germany and Spain. ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES honors a woman who has played an essential role in the field of art for this exchange in recent decades: Helga de Alvear, one of Spain´s most renowned gallery owners. All the works in the show come from her collection and will be presented afterwards in the new extension of the Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear in Cáceres. Alvear was born in Germany and began collecting art in the 1960s. In 1995, she opened her own gallery in Madrid, focusing on photography, video, and installation art, which has had a significant impact on discourses on international contemporary art.
    She has also pioneered the collection of women artists represented in this exhibition.
    Since the 1960s, when the collection was launched, Spain´s political, social, and cultural reality has undergone fundamental changes. The end of the forty-year military dictatorship in 1975, the transition to democracy, and the country´s accession to the European Union were accompanied by a social upheaval in which young people, and women in particular, took the leading role in transforming Spain´s new society.
    ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES reflects this: the exhibition presents several generations of Spanish women artists who, from the postwar period to the present day, have explored abstraction, seriality, scores, language, writing, and performance in different ways.
    In the first part of the exhibition, Elena Asins and Esther Ferrer, whose artistic beginnings date back to the 1960s, show how they implement themes of linguistics, mathematics, philosophy, and music in their works. The intertwined knots in the textile sculptures of Aurèlia Muñoz and the playful surrealistic works of Eva Lootz can be viewed as unusual forms of "inscription." Artists such as Vera Chaves Barcellos, Sarah Grilo, and Soledad Sevilla take us to another place: the street. In their work, public space becomes a setting for urban and social critique or even literary narratives.
    In the second part of the show, Cristina Iglesias, Susana Solano, and Carmen Laffón poetically address people´s relationship with nature, with threatened and disappearing landscapes. Erlea Maneros Zabala and Ángela de la Cruz interrogate the history of art-in this case the history of the "heroes" of male-dominated painting. Eulàlia Valldosera and Dora García use cinematic sequences or direct texts and quotations to invite us to reflect on women and their historical roles in relation to love, sexuality, and family.
    The title of the exhibition, ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES. Write Down All Their
    Names, comes from the 2001 work 100 obras de arte imposibles (100 Impossible Works of Art) by Dora García. For the work, she lists a hundred sentences on a wall that could be abstract concepts, but also encourage women to become active, to make something possible, to describe the world from a female point of view, to name it, and to claim their own historiography in art as well.
    The exhibition ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES is one of approximately 200 cultural events that Spain is promoting in Germany as Guest of Honor at this year´s Frankfurt Book Fair. The show is a cooperative endeavor between the PalaisPopulaire, Berlin, the Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear, Cáceres, and the Spanish Embassy in Berlin. Curated by Lola Hinojosa Martínez, Head of Performing Arts and Intermedia Collection at Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid. The exhibition is accompanied by a publication with an introduction by Lola Hinojosa Martínez and an interview with the artists Esther Ferrer and Dora García.
    Veranstaltungsort: PalaisPopulaire
    Unter den Linden 5
    10117 Berlin
    Daily except Tuesday 11 am – 6 pm, Thursday until 9 pm
    www.db-palaispopulaire.de

  • 02. November 2022 – 05. Februar 2023
    Hannah-Höch-Preis 2022: Ruth Wolf-Rehfeldt
    Hannah-Höch-Förderpreis 2022: Farkhondeh Shahroudi
    Zwei Sonderausstellungen des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt erhält den Hannah-Höch-Preis 2022. Der Hannah-Höch-Förderpreis 2022 geht an Farkhondeh Shahroudi. Das Kupferstichkabinett widmet beiden Künstlerinnen vom 2. November 2022 bis 5. Februar 2023 parallel eine Einzelausstellung.
    Die seit mehr als 70 Jahren in Berlin lebende Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt (* 1932, Wurzen) wird mit dem Hannah-Höch-Preis 2022 für ihr umfangreiches Œuvre geehrt, das sowohl Gemälde, Zeichnungen und insbesondere von 1972 bis 1989 entstandene Schreibmaschinengrafiken und Collagen umfasst. Mit den Typewritings partizipierte Wolf-Rehfeldt aktiv am Mail Art-Programm der DDR. Weltweit verschickte sie ihre Grafiken und baute ein globales Kommunikationsnetz auf. Mitunter bat Wolf-Rehfeldt die Adressat*innen ihrer Typewritings, diese künstlerisch zu erweitern, sodass kollaborative Collagen entstanden, die neben ihren eigenen Collagen eine Spur zu Hannah Höch legen und beide Künstlerinnen über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden.
    In der Wolf-Rehfeldt gewidmeten Sonderausstellung werden ihre Schreibmaschinenarbeiten und Collagen in einen Dialog mit dadaistischen Bildmontagen Hannah Höchs und mit Werken der Konzeptkunst und Minimal Art, mit zeitgenössischer Schreibmaschinenkunst und Mail Art aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts gesetzt. Die rund 130 Exponate umfassende Ausstellung fungiert wie ein internationales Netzwerk, in das Wolf-Rehfeldts Arbeiten eingebettet werden. Den Fragen und Themenschwerpunkten der Ausstellung wird in einem, in der Dr. Cantz´schen Verlagsgesellschaft erscheinenden Katalog nachgegangen.
    Der Hannah-Höch-Preis wird seit 1996 von der Kulturverwaltung des Berliner Senats für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen. Der Preis ist zu Ehren der Künstlerin Hannah Höch (1889–1978) benannt, die mit ihrem Werk als Dadaistin internationale Berühmtheit erlangte. Ausgezeichnet werden Künstler*innen mit Lebens- und Arbeitsschwerpunkt in Berlin, die durch eine kontinuierliche künstlerische Leistung hervorstechen. Der Preis umfasst neben einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch die Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats, in der außer dem Kupferstichkabinett auch die Berlinische Galerie, das Georg Kolbe Museum, der Neue Berliner Kunstverein und die Stiftung Stadtmuseum vertreten sind.
    Die in Berlin lebende Künstlerin Farkhondeh Shahroudi (* 1962, Teheran) wird mit dem Hannah-Höch-Förderpreis 2022 ausgezeichnet. Ausgehend von Gedichten, die Sprachen Farsi und Deutsch miteinander verwebend, entwickelt Shahroudi Zeichnungen, Stoffbücher und dreidimensionale Objekte. Die Linie, aus der sich Zeichen und Worte fügen, springt dabei über in den Faden, der ihre aus Stofffragmenten genähten Skulpturen zusammenschließt. Dreidimensionale Collagen wie auch Arbeiten im Öffentlichen Raum und Performances ergänzen Shahroudis zeichnerisches und poetisches Werk, dessen Fülle und Vielschichtigkeit die für die Preisvergabe berufene Jury überzeugt hat.
    Organisch an die sprachbasierten Arbeiten Wolf-Rehfeldts anknüpfend, umfasst die Ausstellung Shahroudis Wort und Bild vereinende Papier- und Stoffbücher, Zeichnungen und Skulpturen. Es erscheint ein Katalog.
    Mit dem Hannah-Höch-Förderpreis würdigt das Land Berlin das bisherige Werk einer Berliner Künstlerin und unterstützt deren künstlerische Entwicklung in der Mitte ihrer Karriere. Der Preis wird von der Kulturverwaltung des Berliner Senats im Abstand von zwei Jahren gemeinsam mit dem Hannah-Höch-Preis verliehen. Der Förderpreis umfasst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Ausstellung mit Publikation.
    Beide Ausstellungen werden kuratiert von Jenny Graser, Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Kupferstichkabinett.
    Die gemeinsame Preisverleihung findet zusammen mit der Eröffnung beider Ausstellungen am Dienstag, 1. November 2022, 18 Uhr im Kupferstichkabinett statt.
    Veranstaltungsort: Kupferstichkabinett
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/hannah-hoech-foerderpreis-2022

  • 18. November 2022 bis 12. Februar 2023
    It´s a She Thing
    Acht Berliner Künstlerinnen des Frauenmuseum Berlin präsentieren in der Ausstellung It´s a »She Thing« ihre Perspektiven auf vergangene bis aktuelle frauen- und genderimmanente Fragen.
    In einer Art Umschau durch die vergangenen 100 Jahre werden Missstände und Handlungsbedarfe, kurzweilige Erfolge und Erwartungshaltungen verhandelt und einige der Möglichkeiten des aktuellen Diskurses um Diversity, Identitätspolitik und Selbstermächtigung skizziert.
    Die Künstlerinnen: Ulrike Dornis, Andrea Golla, Rachel Kohn, Verena Kyselka, Susanne Piotter, Zuzanna Schmukalla, Anja Sonnenburg und Sibylla Weisweiler
    Kuratorin: Rebekka Liebmann
    Ausstellungseröffnung am Donnerstag, den 17.11. um 18 Uhr in der kommunalen Galerie Berlin. Am 30.11., 15.1. und am 12.2. findet jeweils eine Rahmenveranstaltung statt.
    Veranstaltungsort: Kommunale Galerie
    Hohenzollerndamm 176
    10713 Berlin
    www.kommunalegalerie-berlin.de
    www.frauenmuseumberlin.de

  • 19. November 2022 – 5. Februar 2023
    TINA MODOTTI – Revolution und Leidenschaft
    Tina Modotti ist eine der schillerndsten Figuren der Fotografie-Geschichte. Sie war Schauspielerin, Fotografin und Revolutionärin.
    1896 wird sie als Assunta Adelaide Luigia Modotti Mondini im italienischen Udine in ärmlichsten Verhältnissen geboren. Bereits im Alter von zwölf Jahren muss sie als Näherin zum Unterhalt ihrer Familie beitragen. Mit 17 Jahren schifft sie sich, auf der Suche nach einem besseren Leben, in Genua in Richtung USA ein.
    Nach Tätigkeiten in Textilfabriken und in der Filmbranche lernt sie 1923 in San Francisco den Fotografen Edward Weston kennen, der sie in Kontakt mit dem Medium bringt. Angezogen von der revolutionären Aufbruchstimmung in Politik und Kunst zieht sie mit ihm, wie zahlreiche andere Intellektuelle und Künstler:innen, in den 1920er Jahren nach Mexiko. Dort entsteht zwischen 1923 und 1930 ihr fotografisches Hauptwerk.
    Nach ersten Stillleben und Architekturaufnahmen entwickelt Modotti schnell eine eigene, parteiliche Fotografie, die sich – als Vorläuferin der Photographie Humaniste – für eine gerechtere Welt einsetzt: Sie fotografiert die arbeitende, arme Bevölkerung; sie dokumentiert die revolutionäre indigene Bewegung sowie Gewerkschafts- und Bauernversammlungen. Besonders oft fotografiert sie die Lebenssituation der Frauen und Kinder. Ihre Aufnahmen der Arbeiter:innenbewegung der 1920er Jahre sowie ihre Fotografien der internationalen Künstler:innenszene, die es nach der mexikanischen Revolution ins Land zog, sind historische Dokumente von unschätzbarem Wert. Zu Lebzeiten wurden ihre Fotografien in internationalen Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht.
    1927 tritt Modotti in die Kommunistische Partei ein. Gemeinsam mit ihrem Freundeskreis, zu dem unter anderem Frida Kahlo, Diego Rivera, Manuel Álvarez Bravo, Lotte Jacobi, Anna Seghers, Julio Antonio Mella und Pablo Neruda zählen, ist sie politisch aktiv. Wie viele andere linksgerichtete Emigrant:innen wird sie 1930, nach einem Attentat auf den Präsidenten Pasqual Ortiz Rubio, aus ihrer Wahlheimat ausgewiesen. Sie geht zunächst nach Berlin, dann Moskau und schließlich nach Spanien, wo sie während des Spanischen Bürgerkriegs in der Internationalen Roten Hilfe arbeitet und sich gegen den Faschismus engagiert. 1939 kehrt sie nach Mexiko zurück.
    Tina Modotti prägt die frühe Concerned Photography maßgeblich. In der Nacht vom 5. auf den 6. Januar 1942 erliegt sie, im Alter von nur 46 Jahren, in einem Taxi einem Herzanfall.
    Veranstaltungsort: f3 – freiraum für fotografie
    Waldemarstraße 17
    10179 Berlin
    www.fhochdrei.org

  • 25. November 2022 – 07. Mai 2023
    Monica Bonvicini. I do You
    Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Neue Nationalgalerie präsentiert in der oberen Halle eine Einzelausstellung von Monica Bonvicini und würdigt sie damit als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Die Ausstellung "I do You" zeigt in der oberen Halle neue, ortsbezogene architektonische Installationen, skulpturale Objekte, performative und klangliche Arbeiten sowie eine Auswahl bekannter Werke aus ihrem international renommierten Oeuvre. Die Schau bietet eine völlig neue Raumwahrnehmung, die im Zusammenspiel von Sehen, Hören und direkter körperlicher Interaktion mit einigen Werken erfahrbar wird.
    Bereits 1998 setzte sich Bonvicini mit der Skulptur "2 Tonnen Alte Nationalgalerie" mit dem städtebaulichen Umbauprozess auseinander, der zu dieser Zeit in Berlin stattfand. Viele der Umbauten dienten nicht nur der Reparatur und Erneuerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte der wachsenden Metropole. Mehr als zwanzig Jahre später beschäftigt sich die Künstlerin nun mit dem ikonischen Gebäude der Neuen Nationalgalerie. Bonvicini erforscht die verborgenen Mechanismen der westlichen "Moderne", ihre sexuellen Aufladungen sowie die damit einhergehenden Überhöhungen und Mythisierungen. Die der Architektur und dem Museum fest eingeschriebenen Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsordnungen werden von der Künstlerin auf ironische und spielerische Weise entlarvt, demaskiert und destabilisiert. Bonvicinis Skulpturen sind hier als Einladungen zu verstehen, in neue Erfahrungsräume einzutreten.
    In ihrer Ausstellung "I do You" verändert Monica Bonvicini Mies van der Rohes Architektur der Moderne durch einen radikalen feministischen Vandalismus, der für ihre Interventionen typisch ist. Das Zusammenspiel mit performativen Interventionen und skulpturalen Werken ergibt eine vielschichtige Erzählung, die dazu auffordert, überholte Kategorien zu hinterfragen und einige bislang übersehene Aspekte des Museums zu untersuchen.
    Veranstaltungsort: Kulturforum, Neue Nationalgalerie
    Potsdamer Straße 50
    10785 Berlin

  • 9. Dezember 2022 bis 1. Mai 2023
    Sandra Mujinga - I Build My Skin With Rocks
    Im Oktober 2021 erhielt Sandra Mujinga den Preis der Nationalgalerie 2021, der mit einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation verbunden ist. So wird die Künstlerin die Historische Halle des Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin mit einer neuen Video-Installation bespielen, die den Titel "I Build My Skin With Rocks" trägt.
    Im Mittelpunkt der Arbeit steht ein fantastisches hybrides Wesen, dessen Erscheinungsbild von Mujingas Interesse am Prinzip des Weltenbaus (Worldbuilding) im Science-Fiction-Genre sowie von ihren Recherchen über die Überlebensstrategien von Tieren geprägt ist. Diese Strategien schließen sowohl körperliche Mutationen als auch veränderte Verhaltensweisen ein, die vor der immer bedrohlicher werdenden Präsenz von Menschen in ihrem Lebensraum schützen sollen.
    Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Distanz Verlag mit Beiträgen von Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Fachbereichen, die die Praxis von Sandra Mujinga vielseitig beleuchten. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin
    Veranstaltungsort: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
    Invalidenstraße 50/51
    10557 Berlin-Mitte
    www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home

  • 14.12.2022 bis 04.02.2023. Eröffnung: 14.12.22, 19 Uhr
    Exzentrische 80er: Tabea Blumenschein, Hilka Nordhausen, Rabe perplexum und Kompliz*innen aus dem Jetzt
    Die Ausstellung "Exzentrische 80er" konzentriert sich auf die Themen Subkultur, Queerness, performative und kollaborative Arbeitsweisen und präsentiert marginalisierte Stimmen queerer Kultur der 1980er Jahre.
    Die Protagonistinnen Tabea Blumenschein (1952–2020), Hilka Nordhausen (1949–1993) und Rabe perplexum (1956–1996) waren exzentrische künstlerische Stimmen der achtziger Jahre. Sie agierten abweichend von Normen im subkulturellen Milieu in den Städten Berlin, Hamburg und München. Ihre Performances, Lesungen, Filme, Konzerte oder Wandmalereien überschritten die engen Grenzen von Genres und Ausdrucksweisen in kollaborativen, oft flüchtigen Formen. Sie repräsentierten damals nicht-anerkannte Geschlechts- und Identitätsbilder und lebten sexuelle Orientierungen nonkonform.
    So gründete Hilka Nordhausen in Hamburg den Off-Space "Buch Handlung Welt", der Buchladen, Kunstraum und soziale Kontaktzone war. Tabea Blumenschein wirkte als Performerin (u.a. bei "Die Tödliche Doris"), entwarf Kostüme für Film und Theater, und hinterließ ein Werk an Zeichnungen und Gemälden. Rabe perplexum realisierte im Verbund mit Freund:innen und Vertrauten Performances und Aktionen im öffentlichen Raum, malte und war eine der frühen digitalen Videokünstlerinnen.
    Ihr Leben und Werk wird jetzt von den zeitgenössischen Künstler:innen Ergül Cengiz (*1975), Philipp Gufler (*1989) und Angela Stiegler (*1987) in einer Szenografie aus Bildern, Dokumenten und Texten aktiviert und mit eigenen künstlerischen Arbeiten flankiert. So entsteht ein audiovisueller Resonanzraum, in dem kunsttheoretische und philosophische Texte sowie Stimmen von Zeitgenoss:innen die vielfältigen Szenen der 1980er Jahre aus heutiger Perspektive reflektieren. Erstmals werden Blumenschein, Nordhausen und Rabe perplexum in einer Ausstellung und in den Städten gezeigt, in denen sie wirkten. Das gemeinsame Projekt wird durch eine Kooperation folgender Orte ermöglicht: München (Lothringer 13 Halle), Berlin (Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten) und Hamburg (Kunsthaus). Zur Ausstellung erscheint eine deutsch- und englischsprachige Publikation bei b_books, Berlin.
    Programmreihe VOICE:over widmet sich zwei Jahre lang dem Phänomen der Stimme. Mit spartenübergreifenden Ausstellungsprojekten, Performances, einer Operninstallation und einem vielfältigen Diskursprogramm präsentiert die Programmreihe VOICE:over in der Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten mannigfaltige Phänomene der Stimme. VOICE:over erforscht die sich verändernde Beziehung zwischen menschlichem Körper und Stimme sowie ihre technisch-digitale Reproduzierbarkeit in unserem Zeitalter. Künstlerische Leitung: Veronika Witte.
    Veranstaltungsort: Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
    Turmstraße 75
    10551 Berlin
    Öffnungszeiten: Di–Sa 12–19 Uhr. Eintritt frei
    www.website.kunstverein-tiergarten.de

  • 17. Dezember 2022 – 14. Mai 2023
    Broken Music Vol. 2
    70 Jahre Schallplatten und Soundarbeiten von Künstler*innen

    Alle waren da, Björk, Yoko Ono, Sonic Youth und John Cage sowieso: gelbe MUSIK, ein kleiner 1981 gegründeter Plattenladen in West-Berlin. Betrieben wurde er bis 2014 von Ursula Block, die 1989 die legendäre Ausstellung "Broken Music. Artists´ Recordworks" kuratierte. Künstler*innen von Andy Warhol bis Raymond Pettibon schaffen ikonische Cover, Christina Kubisch veröffentlicht Klang für raumfüllende Sound-Installationen und auch Performances oder Lesungen von Anne Imhof bis Jimmie Durham macht die Schallplatte für ein späteres Publikum erlebbar. "Broken Music Vol. 2" führt die Geschichte der Schallplatte in der Kunst bis in die Gegenwart und zeigt rund 700 Schallplatten und raumfüllende Sound-Installationen aus 70 Jahren Kunst- und Musikgeschichte.
    Die Ausstellung in den Rieckhallen versammelt auf ca. 2.500 qm u.a. Schallplatten von Saâdane Afif, Fatima Al Qadiri, Laurie Anderson, Jean-Michel Basquiat, Angela Bulloch, John Cage, Hanne Darboven, John Giorno, Christian Marclay, Meredith Monk, Michaela Melián, Yoko Ono, Carsten Nicolai, Cornelia Schleime, Wolfgang Tillmans und Andy Warhol. Ergänzt wird der Parcours durch raumfüllende Klangarbeiten wie Sound-Installationen von Rolf Julius, Christina Kubisch, Bernhard Leitner und Susan Philipsz sowie Videos von etwa Dominique Gonzalez-Foerster und Douglas Gordon.
    Ausgehend vom Sammlungsfokus auf Medienkunst wurde das Konvolut von Künstler*innenschallplatten von Ursula Block 2019 mit Hilfe der Ernst von Siemens Kunststiftung und der Ernst von Siemens Musikstiftung für den Hamburger Bahnhof erworben. Dank der Unterstützung der Freunde der Nationalgalerie und Schenkungen konnte dieser Bestand ergänzt und aktualisiert werden. Kuratiert von Sven Beckstette und Ingrid Buschmann, Kurator*innen am Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin.
    Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin
    Veranstaltungsort: Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
    Invalidenstraße 50/51
    10557 Berlin-Mitte
    www.smb.museum/museen-einrichtungen/hamburger-bahnhof/home

  • 14. Januar bis 31. März 2023
    Durch Farbe ins Leben – Grafische Arbeiten von Ika Hügel-Marshall (1947-2022): Künstlerin, Autorin, Aktivistin
    Am 11. März 2022 stellte Ika Hügel-Marshall das von ihr mitherausgegebene Buch: "May Ayim. Radikale Dichterin, sanfte Rebellin" vor (2021 im Unrast Verlag erschienen). Am 21. April 2022 starb Ika Hügel- Marshall ganz plötzlich. Mit ihr ist eine Pionierin der afrodeutschen Community gegangen, die sich als Autorin und Filmemacherin mit den Themen Rassismus und Feminismus und der Schwarzen Frauenbewegung auseinandergesetzt hat. Ein Leben lang engagierte sie sich als Diplompädagogin und Lehrbeauftragte an den Berliner Universitäten FU und TU und der Alice Salomon Hochschule. Sie zog 1990 nach Berlin, um im Orlanda Frauenverlag als Pressereferentin zu arbeiten.
    Vor 40 Jahren begann Ika Hügel-Marshall mit fantasievollen Designs zu experimentieren. Aus dieser Inspiration entstanden ihre Zeichnungen, die mit leuchtenden Farben, organischen Formen und dynamischen Abstraktionen bestechen. Mit dünnem, schwarzen Filzstift entwarf Ika Hügel-Marshall fantasievolle Zeichnungen, die sie mit intensiven Farben kombinierte. Abstrakte Formen mischen sich mit Sonnen, Blumen, Baum- und Häuserreihen zu energiegeladenen Mustern voller Bewegung. In ihren späteren Arbeiten kommen auch abstrahierte menschliche Gesichter und Tiere dazu. Ihre Holzskulpturen bleiben nah an der organischen Form der Fundstücke und bringen deren vielseitige abstrakte Züge zum Ausdruck.
    In der ersten Ausstellung nach ihrem Tod "Durch Farbe ins Leben" geht es um das künstlerische Werk von Ika Hügel-Marshall.
    Vernissage am Samstag, 14.01.2023, um 17 Uhr. Zur Vernissage wird eine Slideshow zum Leben der Künstlerin und ein Film der BBC über Ika Hügel-Marshall. gezeigt. Anlässlich der Finissage am Samstag, den 31. März 2023 um 17 Uhr wird im Rahmen des Frauenmärz 2023 eine Lesung mit Kathleen Knötzsch, Marion Kraft und Gabriela Willbold präsentiert. Der Frauenmärz Tempelhof-Schöneberg steht 2023 unter dem Motto: "Frauen sichtbar stark". Die Wegbegleiterinnen werden aus der Autobiographie von Ika Hügel-Marshall "Daheim Unterwegs. Ein deutsches Leben" und anderen Texten lesen. Darüber hinaus werden Videoaufnahmen von Ika Hügel-Marshall in verschiedenen kreativen Situationen gezeigt.
    Veranstaltungsort: Nachbarschaftsheim Schöneberg
    Holsteinische Straße 30
    12161 Berlin-Friedenau
    rollstuhlgeeignet
    Öffnungszeiten: Mo-Fr von 9:00 bis 18:00 Uhr, Eintritt frei
    U-Bahn: Walter-Schreiber-Platz
    www.nbhs.de
    www.ika-huegel-marshall.com

  • 19. Januar 2023 - 26. Februar 2023
    Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 18. Januar | 19:00 Uhr

    Das UNICEF-Foto des Jahres 2022
    Die Bilder zeigen die Lebensverhältnisse von Kindern und Jugendlichen in schwierigsten Lebenslagen: im Krieg, in materieller oder seelischer Not. Aber auch Momente der Zuversicht und Hoffnung sowie Facetten unterschiedlicher Alltagswelten werden abgebildet. Das verbindende Element in diesem Jahr ist das Bedürfnis der Kinder, sich auch unter widrigsten Umständen zu bilden.
    Über die Preisvergabe entschied wie in den Vorjahren eine unabhängige Jury. Sie wählte Reportagen und Dokumentationen aus, die sich durch besondere ästhetische und journalistische Qualität sowie durch Sorgfalt, Empathie und Respekt gegenüber Kindern auszeichnen.
    Mirja Linnekugel, Künstlerische Leiterin Freundeskreis Willy-Brandt-Haus erklärt: "Nach einem erfolgreichen Debüt im letzten Jahr freuen wir uns, das ´UNICEF-Foto des Jahres´ erneut im Willy-Brandt-Haus zeigen zu können. Das Thema Bildung bzw. Bildung von Kindern liegt uns besonders am Herzen und wir gratulieren den Preisträger:innen zu ihren bewegenden Fotografien, die so wichtige Themen transportieren."
    Das diesjährige "UNICEF Foto des Jahres" symbolisiert die Widerstandskraft von Kindern. Es zeigt, was Kinder überall auf der Welt trotz schwierigster Umstände verbindet: ihre Neugierde und ihr Streben nach Bildung. Die Siegerbilder fangen solche Momente im äthiopischen Bürgerkrieg, in der Ukraine und in Afghanistan ein.
    Diese sowie die Fotos aus sieben weiteren Reportagen sind in der Ausstellung bis zum 26.02.2023 zu sehen. Georg Graf Waldersee, Vorstandsvorsitzender von UNICEF Deutschland sagt anlässlich der Ausstellung: "Die Bilder des Wettbewerbs ´UNICEF-Foto des Jahres´ zeigen wieder, wie sehr die zahlreichen oft schon über viele Jahre andauernden Krisen und Kriege das Leben von Kindern in Mitleidenschaft ziehen. Neben Schrecken und Verletzungen dokumentieren sie aber auch Zuversicht und den Willen nicht aufzugeben, sich dem schweren Schicksal entgegenzustellen. Die Ausstellung ist eine Botschaft an uns alle: Der Einsatz für eine bessere Welt für Kinder ist der Schlüssel zur Lösung vieler Probleme unserer Zeit."
    Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus Berlin
    www.fkwbh.de

  • 20. Januar – 19. März 2023
    Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 19. Januar 2023, 19 Uhr, Eintritt frei
    Preisverleihung an Nan Goldin am Freitag, 03. März 2023, 20 Uhr, Eintritt frei

    Käthe-Kollwitz-Preis 2022
    Nan Goldin

    Nan Goldin erhält den Käthe-Kollwitz-Preis 2022. Anlässlich der Preisverleihung zeigt die Akademie der Künste Fotografien von Nan Goldin aus fünf Jahrzehnten. Die US-amerikanische Künstlerin nimmt weltweit eine zentrale Position in der zeitgenössischen Fotografie ein; ihr Fokus liegt auf den Themen Liebe, Sexualität und Gewalt. Mit Werken aus ihrem persönlichen Lebensumfeld und der LGBT-Community hat sie Tabus gebrochen, und sich damit für Akzeptanz und zunehmende Anerkennung der LGBT-Szene eingesetzt. Die Ausstellung zeigt Schwarzweiß- und Farbfotografien aus den frühen Bostoner Jahren, aus New York, Berlin und Asien sowie aktuelle großformatige Werke wie Landschaften und Grids. Begleitend erscheint eine Publikation.
    Nan Goldin, geboren 1953 in Washington, D.C., lebt und arbeitet in New York. 1991 kam sie auf Einladung des DAAD nach Berlin und lebte dort vier Jahre lang. Nan Goldin ist mit ihren Arbeiten in vielen Sammlungen weltweit vertreten. Ihre Werke waren zuletzt u. a. zu sehen: Tate Modern, London (2019); Château de Versailles, Frankreich (2018); Irish Museum of Modern Art, Dublin (2017); Museum of Modern Art, New York (2016). Sie wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, u. a. mit der Centenary Medal der Royal Photographic Society, London (2018), dem Hasselblad Award (2007) und als Commandeur des Arts et des Lettres Frankreichs (2006). 2017 gründete Nan Goldin die Aktivist*innen-Gruppe P.A.I.N. (Prescription Addiction Intervention Now).
    Der Käthe-Kollwitz-Preis wird seit 1992 von der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln, mitfinanziert.
    Im Rahmen des EMOP Berlin – European Month of Photography
    Veranstaltungsort: Akademie der Künste, Hanseatenweg 10, 10557 Berlin
    www.adk.de

  • 25. Januar bis 17. Februar 2023
    Ausstellung "Sechzehn Objekte – siebzig Jahre Yad Vashem"
    Eine Ausstellung im Deutschen Bundestag anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023, präsentiert durch den Freundeskreis Yad Vashem e. V. und die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem

    Auf der Fensterbank steht der Chanukka-Leuchter, draußen hängt die Hakenkreuzfahne am Gebäude der NSDAP. Rosi (Rahel) Posner, die Frau des Rabbiners aus Kiel hat das Foto bereits 1931 aufgenommen, zwei Jahre bevor die Nationalsozialisten in Deutschland die Macht übernahmen. Dieser Chanukka-Leuchter hat mit seinen Besitzer*innen die Flucht überlebt und wurde von den Nachkommen an die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem übergeben. Dort ist er heute im Museum ausgestellt. Die Macht von Objekten und die Geschichten, die sie erzählen, sind der Ausgangspunkt für diese Ausstellung.
    Jeder der sechzehn ausgestellten Gegenstände ist völlig eigen. Die Objekte eint, dass sie einer Familie oder einer Person gehörten, die einst in Deutschland lebte und selbstverständlicher Teil der Gesellschaft war. Sie wären unscheinbare Alltagsgegenstände geblieben, wenn sie nicht für unzählige Leben und Gemeinschaften stünden, die zerstört wurden. All diese Objekte befinden sich heute in der Sammlung von Yad Vashem.
    Die sechzehn Objekte kommen aus unterschiedlichen Orten, je eines aus den heutigen sechzehn Bundesländern Deutschlands. Dies ist eine Erinnerung daran, dass jede Stadt in Deutschland mit dem Holocaust einen Teil ihrer Geschichte, ihrer Identität verloren hat. Für diese Ausstellung kehren diese Gegenstände zum ersten Mal nach Deutschland zurück. Die internationale Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, die in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen begeht, bewahrt, erforscht, präsentiert und lehrt diese verlorenen Geschichten.
    Die Ausstellung kann nach vorheriger Anmeldung montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr im Paul-Löbe-Haus, Eingang West, Konrad-Adenauer-Straße 1, 10557 Berlin-Mitte, besucht werden.
    Anmeldungen für Einzelpersonen oder für eine Führung sind ab dem 16. Januar 2023 telefonisch +49 30 227-38883, per E-Mail und online möglich. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung spätestens zwei Tage vor dem gewünschten Besuchstermin gebeten. Bei der Anmeldung sind die folgenden Angaben mitzuteilen: vollständiger Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Datum und Uhrzeit des gewünschten Besuchs, E-Mailadresse und Kontakttelefonnummer.
    Aus organisatorischen Gründen ist ein Besuchsbeginn jeweils nur zur vollen Stunde möglich. Spätester Besuchsbeginn ist jeweils 16 Uhr. Am Freitag, dem 27. Januar 2023, ist aufgrund bundestagsinterner Veranstaltungen zum Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus ein Besuch der Ausstellung nicht möglich.
    Führungen: Ausstellungsführungen durch den Freundeskreis Yad Vashem e. V. werden an den folgenden Tagen und zu den folgenden Zeiten angeboten: Mittwoch, 25. Januar 2023, 12 Uhr, Donnerstag, 26. Januar 2023, 11 Uhr
    In der Zeit vom 30. Januar bis zum 17. Februar 2023 werden Führungen jeweils wie folgt angeboten: montags, 11 Uhr, dienstags, 11 Uhr und 15 Uhr, mittwochs, 12 Uhr, donnerstags, 11 Uhr
    Veranstaltungsort: Paul-Löbe-Haus, Halle
    Email: ausstellungen@bundestag.de
    www.bundestag.de/ausstellung-yad-vashem
    www.yadvashem.org/de.html

  • 25. Januar 2023 bis 1. Mai 2023
    Das Jüdische Museum Berlin (JMB) zeigt die Ausstellung "Paris Magnétique. 1905-1940"
    Die französische Hauptstadt war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein Anziehungspunkt für Künstler*innen aus der ganzen Welt. Mit "Paris Magnétique" widmet das JMB jüdischen Künstler*innen der "Pariser Schule" die erste große Ausstellung in Deutschland. Die Schau zeichnet mit rund 120 Werken in zehn Kapiteln nach, wie migrantische, oft marginalisierte Positionen als Teil der Pariser Avantgarde das heutige Verständnis der Kunst der westlichen Moderne prägten. Zu sehen sind Werke von bekannten und weniger bekannten Künstler*innen, von Marc Chagall, Amedeo Modigliani, Chana Orloff, Sonia Delaunay, Jacques Lipchitz und anderen.
    Neben zahlreichen Gemälden zeigt das JMB Skulpturen und Zeichnungen. Dabei illustrieren Zeitdokumente wie Fotos, Zeitungs- und Filmausschnitte den historischen Kontext. Biografien der Künstler*innen, ihre Netzwerke und Treffpunkte wie Montparnasse oder das Atelierhaus "La Ruche" ("Der Bienenkorb") geben einen lebendigen Eindruck der jüdisch-europäischen Vielfalt in der französischen Hauptstadt.
    Der Katalog zur Ausstellung erscheint in deutscher Sprache im Wienand Verlag, Köln. 276 Seiten, 203 Abbildungen, ca. 30 Euro.
    Aktuelle Informationen zur Ausstellung finden Sie unter: www.jmberlin.de/ausstellung-paris-magnetique
    Eintritt: 8 € / erm. 3 €
    Öffnungszeiten: täglich 10 bis 19 Uhr (Zeitfenstertickets erforderlich: www.tickets.jmberlin.de)
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9–14, 10969 Berlin Altbau, 1. OG

  • Ausstellung: 27.01. - 26.02.2023
    Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 26. Januar | 19:00 Uhr
    Führungen: 09.02.2023 | 18:00 Uhr & 26.02.2023 | 12:00 Uhr

    Fotodokumentation "Haus der Ewigkeit"
    Anlässlich des Internationalen Tages des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus die Fotodokumentation "Haus der Ewigkeit" über jüdische Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum. Die Ausstellung der beiden Bildautoren Marcel-Th. und Klaus Jacobs wird vom erstmalig in Berlin zu sehen sein.
    Mehr als 75 Jahre nach der Diktatur der Nationalsozialisten, bei der die jüdische Kultur im mitteleuropäischen Kulturraum nahezu zerstört wurde, will das Projekt des Freundeskreises zum Erhalt der jüdischen Friedhöfe im mitteleuropäischen Kulturraum, e.V. ein Zeichen setzen. 70 jüdische Friedhöfe in Deutschland, Polen, der Ukraine und der Tschechischen Republik wurden für die Dokumentation mit einer analogen Kamera auf Schwarz-Weiß-Film festgehalten. Nur eine kleine Auswahl kann den Eindruck der längst vergangenen Sepulkralkultur wiedergeben.
    Jüdische Friedhöfe zählen neben Synagogen und Mikwaot (rituelle Tauchbäder) zu den unabdingbaren Einrichtungen von jüdischen Gemeinden, sie sind damit ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Alltagskultur. In ihnen spiegelt sich die große Vielfalt der einstigen jüdischen Bevölkerung - hinter jedem Grabstein steht die Biografie eines verstorbenen Menschen.
    Der Rückblick auf die Geschichte der jeweiligen jüdischen Gemeinden und ihrer letzten Ruhestätten macht das Ausmaß der Auslöschung jüdischen Lebens und Wirkens in allen vier Ländern deutlich und will so ein Stück Erinnerung bewahren.
    Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus Berlin
    www.fkwbh.de

  • 4. Februar bis 5. April 2023
    Vernissage: Touching Earth/Touching Fire Samstag, 4.02.23. 19.00 Uhr

    Begegnung mit Erde und Feuer - Bilder von Zari Harat
    Zari Harat, Bildende Künstlerin, Grafikerin und Dozentin engagiert sich für zeitgemäße Themen wie Inklusivität und weibliche Stärken, die in allen Menschen vorhanden sind. Sie malt nicht, um Bewunderung zu erhaschen, jedoch begrüßt sie es, wenn zu ihren Themen wie Diversität, Bewusstsein des Körpers, Heilung sowie Sinnsuche, Wahrheitssuche sich eine angeregte Diskussion entfacht. Sehr deutlich wird das, wenn man ihr gesamtes Schaffen betrachtet: in Zeichnungen, Gemälden, Performances und Installationen ist es die Liebe zum Detail, zu Farben und zu Design, welche sie motiviert und durch welche sie ganz aktiv im "Hier und Jetzt"ist, um zu zeichnen und zu leben. Die Bilder dieser Ausstellung sind Arbeiten auf Papier, "wo das weibliche Feuer dem Leben auf der Erde begegnet".
    Veranstaltungsort: BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V.
    Potsdamerstr. 139
    10783 Berlin
    U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr., U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 187, M19 Haltestelle: U Bülowstr.
    www.begine.de
    www.zariharat.com

  • 8. März – 4. Juni 2023
    Muse oder Macherin? Frauen in der italienischen Kunstwelt 1400 – 1800
    Eine Sonderausstellung des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin unter Mitarbeit von Achtet AlisMB, dem Jugendgremium der Staatlichen Museen zu Berlin. Kuratiert von Dagmar Korbacher, Direktorin des Kupferstichkabinetts
    Die Sonderausstellung des Berliner Kupferstichkabinetts beleuchtet mit rund 90 Werken das Leben und Wirken von Frauen wie Rosalba Carriera, Artemisia Gentileschi, Elisabetta Sirani, Diana Scultori, Isabella d´Este, Christina von Schweden und anderen, deren Werke, Schicksale und enormer Einfluss auf die Kunstwelt ihrer Zeit heute teilweise vergessen sind.
    In Renaissance und Barock stellten sie mit ihrer Kunst ihre Väter, Brüder und Männer in den Schatten, schufen und sammelten Werke, die in ganz Europa begehrt waren, wussten, sich zu vermarkten und Netzwerke aufzubauen. Bei den Protagonistinnen der Ausstellung handelt es sich um Künstlerinnen, die begehrte Werke geschaffen haben, aber auch um Ehefrauen, die ihre Männer unterstützt und ihnen als Modell gedient haben, um Mäzeninnen und Auftraggeberinnen, die Kunst bestellt sowie Künstler*innen gefördert haben, um Bewahrerinnen und Sammlerinnen, die Werke aufgehoben und weitergegeben haben.
    Dabei soll nicht nur ihre Kunst gezeigt, sondern, soweit bekannt, auch etwas über die Lebensumstände dieser Frauen erzählt werden. Es wird thematisiert, welchen Einfluss das Frausein auf ihre Rolle in der Kunstwelt hatte, ob sie heirateten und Mütter wurden und welche Strategien sie verfolgten, um sich in der Männerwelt, die die Kunstwelt im betrachteten Zeitraum war, zu behaupten, so dass es uns möglich ist, heute noch Spuren ihres Wirkens in der Sammlung des Kupferstichkabinetts zu finden.
    Die vielfältige und aktive Rolle von Frauen in der italienischen Kunstwelt vor 1800 wird in Zeichnungen und Druckgraphiken aus der unerschöpflichen Sammlung des Kupferstichkabinetts sowie einigen besonderen Leihgaben anschaulich. Das Jugendgremium der Staatlichen Museen zu Berlin, Achtet AlisMB, bringt dabei in einigen Interventionen in Ausstellung und Katalog den Blick einer jüngeren Generation auf das aktuelle Thema mit ein.
    Veranstaltungsort: Kulturforum, Kupferstichkabinett
    Matthäikirchplatz
    10785 Berlin
    www.smb.museum/museen-einrichtungen/kupferstichkabinett/ausstellungen/detail/muse-oder-macherin

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    Veranstaltungen in Berlin > Kunst + Kultur

    Beitrag vom 30.01.2023

    AVIVA-Redaktion