Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Veranstaltungen in Berlin Kunst + Kultur
 



AVIVA-BERLIN.de im September 2022 - Beitrag vom 25.09.2022


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion

Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




Liebe Leser*innen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
Ihre/eure AVIVA-Berlinerinnen

Außerdem: aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, bzw. fanden per Live-Stream statt. Nun können viele Ausstellungen wieder besucht werden - unter Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards. Unterstützt die Veranstalterinnen mit eurem Besuch und damit, gekaufte Tickets nicht zurückerstatten zu lassen, denn Kunst- und Kulturschaffende befinden sich nach wie vor in einer prekären Situation.


zur Suche nach Terminen
  • Ausstellungsdauer: Ab 23. August 2020
    Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland – die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin
    Installationen, interaktive Spiele und Hands-on-Stationen: nach über zweieinhalbjährigem Umbau eine neue Dauerausstellung im Libeskind-Bau. Auf 3500 qm zeigt sie die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit neuen Schwerpunkten und neuer Szenografie.
    Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten. Zugehörigkeit und Ausgrenzung thematisiert die Ausstellung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zur Gewalt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte nach 1945: Diese reicht vom Umgang mit der Zäsur des Holocaust über den Neubeginn jüdischen Lebens in der Bundesrepublik und der DDR bis hin zur Migrationsgesellschaft im heutigen Deutschland.
    Was zeichnet die jüdische Gemeinschaft aus? Welche Perspektiven hat sie auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene ihrer Zeit? Und wie definiert sie sich heute? Die Ausstellung lässt eine Vielzahl jüdischer Stimmen zu Wort kommen, die unterschiedliche und teils widersprüchliche Sichtweisen auf die historischen Herausforderungen zeigen.
    Die Website mit weiteren Informationen zur neuen Dauerausstellung finden Sie unter: www.jmberlin.de/dauerausstellung und www.twitter.com/jmberlin
    Jetzt Zeitfenstertickets buchen unter: shop.jmberlin.de/#/tickets
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Libeskind-Bau
    Lindenstraße 9–14
    10969 Berlin

  • Ab 31. Oktober 2021
    Der zweite Blick: Frauen
    Eine Ausstellungsreihe von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst - staatliche Museen zu Berlin

    Kunstgeschichte ist bis heute von einem männlichen Blick geprägt. Mit "Der zweite Blick: Frauen" soll der Fokus auf weibliche Perspektiven, Lebenswege und Leistungen in der Kunst gelegt werden.
    Auf sechs verschiedenen thematischen Routen werden Besucher*Innen dazu angeregt, einen "zweiten Blick" auf die Darstellungen der Geschlechter und der Gesellschaftsrollen in der Dauerausstellung der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst zu werfen, diese dadurch neu zu entdecken und die offiziellen Museumsnarrativ um neue Perspektiven zu erweitern.
    Die ersten drei Routen behandeln historische Darstellungen von Frauen in den Objekten, die vierte Route befasst sich mit der Rolle von Männern für die Gleichberechtigung der Geschlechter, die fünfte Route thematisiert die (fehlenden) Künstlerinnen der Sammlung und die sechste Route zeigt in einer mehrteiligen Videoreihe Perspektiven und Leistungen von einflussreichen Berlinerinnen des 21. Jahrhunderts.
    "Frauen" ist der zweite Teil der Reihe "Der zweite Blick" und ergänzt den 2019 eröffneten ersten Teil "Spielarten der Liebe", der parallel zu sehen ist.
    Sonderöffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
    Veranstaltungsort: Museumsinsel, Bode Museum
    Am Kupfergraben
    10117 Berlin
    Mehr Infos zur Ausstellung unter: www.smb.museum.de

  • 31. März bis 30. September 2022
    Unser Mut. Juden in Europa 1945-48
    Von Białystok über Frankfurt nach Amsterdam, von Berlin über Budapest nach Bari: Die Ausstellung "Unser Mut" stellt die jüdischen Erfahrungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit aus einer gesamteuropäischen, transnationalen Perspektive dar. Die Ausstellung wurde im Jüdischen Museum Frankfurt konzipiert und ist als zweite Station im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung zu sehen.
    Für viele Überlebende bedeutet das Kriegsende die Fortsetzung von Flucht und Migration. Einige versuchen in ihre osteuropäische Heimat zurückzukehren, finden dort jedoch keine überlebenden Verwandten, sondern feindlich gesinnte Nachbar:innen vor, die sich an ihrem Hab und Gut bereichert haben. Viele fliehen weiter gen Westen in die Displaced Persons Lager der US-amerikanischen Militärverwaltung. Ihr Ziel ist es meist, in das britische Mandatsgebiet Palästina oder in die USA zu gelangen.
    Diese unterschiedlichen Voraussetzungen der Überlebenden zwischen Ost- und Westeuropa prägen die Ausstellung, deren Titel sich sowohl auf ein jiddisches Partisanenlied von 1943 als auch auf den Namen der Zeitung des DP-Camps Zeilsheim bei Frankfurt beruft. Im Ausstellungsraum finden sich sieben Installationen, die Städte und Landkreise in Europa porträtieren. Frankfurt am Main oder (Ost-)Berlin, Białystok in Polen, wo vor dem Zweiten Weltkrieg mehr als die Hälfte der Bevölkerung jüdisch war, die Transitstadt Bari in Süditalien oder die Gegend um die niederschlesische Gemeinde Dzierżoniów, die nach 1945 für wenige Jahre zu einem jüdischen Hoffnungsgebiet in Polen wurde. Filme und Fotografien, Porträts und persönliche Objekte vermitteln einen Eindruck dieser Orte. Autobiografische Texte, gelesen von Ensemblemitgliedern des Schauspiel Frankfurts, ermöglichen es, jüdische Perspektiven unmittelbar nach dem Überleben an diesen Orten kennenzulernen.
    Eintritt frei
    Veranstaltungsort: Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
    Stresemannstraße 90
    10963 Berlin
    www.flucht-vertreibung-versoehnung.de/de/besuchen/sonderausstellung

  • 24. Juni – 10. Oktober 2022
    Sibylle Bergemann. Stadt Land Hund. Fotografien 1966 – 2010
    Sibylle Bergemann (1941–2010) ist eine der bekanntesten deutschen Fotograf*innen. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg schuf die Berlinerin mit großer Leidenschaft ein außergewöhnliches Werk aus Mode- und Porträtaufnahmen, literarischen Reportagen und atmosphärische Bildserien. Im Mittelpunkt stand stets der Mensch. Nach der Öffnung der Mauer war sie Mitbegründerin von Ostkreuz – Agentur der Fotografen. Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie stellt auf verschiedenen Erzählebenen den einzigartigen Bilderkosmos der Fotografin vor, die ihre Arbeiten auch in der legendären Modezeitschrift der DDR, der »Sibylle« veröffentlichte.
    Wiederkehrende Motive sind die Stadt, Frauen und immer wieder auch Hunde. Fernweh ist dabei wichtiger Antrieb für die fotografische Praxis weltweit: Dakar, Moskau, New York und Paris gehörten zu ihren Zielen.
    Mit einer Auswahl von über 200 Fotografien, davon 30 bisher unveröffentlicht, richtet die Ausstellung einen retrospektiven und persönlichen Blick auf das Werk von Sibylle Bergemann. Sechs Kapitel – "Unsichtbare Beobachterin", "Berlin", "Frauen", "Moskau, Paris, New York", "Die Welt in Farbe" und "Zurück in Berlin" – führen thematisch und weitestgehend chronologisch durch das zwischen 1966 und 2010 entstandene Œuvre. Ein weiteres Kapitel, "Lebensorte", präsentiert neben ihren Fotografien auch Bilder von Arno Fischer, Ute Mahler, Roger Melis und Michael Weidt, die Einblick in Bergemanns private und soziale Räume geben. Der 2022 im Hatje Cantz Verlag erschienene Katalog stellt auf verschiedenen Erzählebenen den einzigartigen Bilderkosmos von Sibylle Bergemann vor und versammelt über 200 Fotografien sowohl aus den Sammlungsbeständen des Museums als auch dem Nachlass der Fotografin. Erstmals werden dabei auch ausgewählte Motive des Frühwerks gezeigt.
    Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
    Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
    Alte Jakobstraße 124 –128
    10969 Berlin
    Eintritt 10 €, ermäßigt 6 €
    Mi – Mo 10 – 18 Uhr, Di geschlossen
    berlinischegalerie.de/sibylle-bergemann/

  • 24. Juni 2022 bis 15. Januar 2023
    Splitter des Lebens. Ein Ukraine-Tagebuch
    Kurz nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 ist die in Berlin lebende Künstlerin Mila Teshaieva in ihre Heimatstadt Kyjiw gereist. Das dabei entstandene Tagebuch, das zuerst auf der Internetplattform dekoder.org veröffentlicht wurde, enthält persönliche Aufzeichnungen der ersten Kriegsmonate in Bild und Wort.
    Beginnend mit den ersten Kriegstagen, in denen die russischen Truppen Kyjiw einkesselten und Menschen in Panik flohen, bis hin zu den letzten Apriltagen, in denen die erdrückenden Folgen der Kriegsverbrechen in der Region um die Hauptstadt Kyjiw entdeckt wurden, dokumentiert Mila Teshaieva das Leben im Krieg, das sowohl von Zerstörung als auch von Zusammenhalt und Widerstand geprägt ist.
    Die Künstlerin Mila Teshaieva ist 1974 in Kyjiw, Ukraine, geboren und aufgewachsen. Seit 2010 lebt sie auch in Berlin. Teshaieva nutzt Fotografie, Video und Text in Langzeit-Projekten, um die Spannung zwischen individueller und kollektiver Identität zu beschreiben. Ihre Werke werden in Museen weltweit ausgestellt und sind in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten. Die umfassende Werkschau "Imagined Community" von Teshaieva wurde im MIT Museum Boston 2018/2019 gezeigt. Seit 2016 ist sie Mitglied bei der Agentur Ostkreuz.
    Die Ausstellung wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.
    Veranstaltungsort: Museum Europäischer Kulturen
    Arnimallee 25
    14195 Berlin
    eingeschränkt rollstuhlgeeignet
    U-Bahn: Dahlem-Dorf
    Bus: U Dahlem-Dorf, Limonenstraße, Arnimallee
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/splitter-des-lebens

  • 07. Juli 2022 bis 08. Januar 2023
    Ende der Zeitzeugenschaft?
    Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin — Centrum Judaicum
    Was wird sein, wenn keine Überlebenden der Shoah mehr leben und befragt werden können?
    Es bleiben ihre Zeugnisse in Form von Literatur, in historischen Filmdokumentationen, Audio- und Videointerviews. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeug*innenschaft zu richten und auf die komplexe Beziehung zwischen Überlebenden und der sie umgebenden Gesellschaft. Denn bald werden keine Zeitzeug*innen mehr an der Kommunikation über ihre Erinnerung teilnehmen können und damit verlieren sie ihre Einspruchsmöglichkeit in Bezug auf die Interpretation und den Gebrauch ihrer Zeugnisse.
    Die Ausstellung widmet sich daher der Frage, wie Museen, Gedenkstätten und andere Institutionen mit den verbleibenden Zeitzeugnissen verantwortungsvoll umgehen können. Direkt nach der Shoah waren die Überlebenden oft allein mit ihren Erinnerungen, das Interesse daran begann in Deutschland verstärkt erst seit den 1980er-Jahren. Die Ausstellung richtet den Blick auf die Geschichte dieser Interviews seit 1945, aber auch darauf, welche Funktion ihnen und den Überlebenden seitens Öffentlichkeit, Zuhörenden und Institutionen jeweils zugeschrieben wurde. Sie blickt auf die Intentionen der Zeitzeug*innen und hinterfragt gleichzeitig die "Gemachtheit" der Interviews, die Rolle der Interviewer*innen und die gesellschaftliche Erwartungshaltung.
    Außerdem präsentiert sie in vier thematischen Segmenten zum ersten Mal die verschiedenen Erinnerungsnarrative überlebender Berliner Jüdinnen und Juden. Und sie stellt Fragen nach der Zukunft der Zeitzeug*innenschaft im Kontext diverser Erinnerungskulturen.
    Die für Berlin adaptierte Version enthält neue Interviews mit Berliner Jüdinnen und Juden, die speziell für die Ausstellung von der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum geführt wurden. Darin reflektieren Jüdinnen und Juden verschiedener Herkunft und Generationen über Fragen der Erinnerung.
    Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
    Oranienburger Straße 28-30
    10117 Berlin
    centrumjudaicum.de

  • 15. Juli – 31. Oktober 2022
    ZusammenSpiel. Tabea Blumenschein. Ulrike Ottinger
    Die Künstlerin Tabea Blumenschein (1952–2020) ist dem Publikum vor allem als Darstellerin in den Filmen der international renommierten Regisseurin Ulrike Ottinger (geboren1942) bekannt. Blumenscheins künstlerische Kreativität fand in ihrer zweiten Lebenshälfte in der Zeichnung eine ebenso starke weitere Ausdrucksform. Es entstanden hunderte fiktive und stilisierte Porträts in einem flächigen, an Comic-Zeichnungen erinnernden Stil. Ihre Figuren sind meist androgyn und durch ihre Kostümierungen und Attribute wie farbige Tattoos in der Queer- und Subkultur-Szene verankert.
    Mit einer Auswahl von etwa 40 großformatigen, farbigen Blättern stellt die Berlinische Galerie dieses bisher wenig bekannte zeichnerische Werk vor. Ergänzt um eine etwa gleichgroße Anzahl von Fotografien von Ulrike Ottinger, die Tabea Blumenschein in verschiedenen Filmprojekten zeigen, feiert die Schau zugleich die künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft dieser beiden wichtigen Protagonistinnen der Berliner Kunstszene der 1970er und 1980er Jahre.
    Die Ausstellung findet aus Anlass der umfangreichen Schenkung von Werken Tabea Blumenscheins aus dem Besitz Ulrike Ottingers an die Berlinische Galerie statt. Damit vertieft die Berlinische Galerie ihr grundlegendes und beständiges Interesse an den Lebensleistungen von Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Neben Positionen der klassischen Moderne wie etwa Jeanne Mammen und Lotte Laserstein hat sich das Museum in Retrospektiven stets auch für in Berlin lebende zeitgenössische Künstlerinnen wie etwa Dorothy Iannone oder Loredana Nemes eingesetzt.
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Das AVIVA-Interview mit Ulrike Ottinger aus dem Jahr 2016 über ihre Dokumentation "Chamissos Schatten", ihre jüdische Familiengeschichte und gesellschaftliche Rollenbilder in ihren Filmen.
    Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
    Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
    Alte Jakobstraße 124 –128
    10969 Berlin
    Eintritt 10 €, ermäßigt 6 €
    Mi – Mo 10 – 18 Uhr, Di geschlossen
    berlinischegalerie.de/ausstellung/zusammenspiel-blumenschein-ottinger

  • 22. Juli bis 23. Oktober 2022
    Louise Bourgeois. The Woven Child
    Anhand von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt die Ausstellung die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien.
    Mit 89 Werken bietet The Woven Child einen Überblick über die gesamte Spanne textiler Arbeiten, die Bourgeois in den letzten zwei Jahrzehnten ihres Lebens schuf. Neben Skulpturen beleuchtet die Ausstellung auch eine große Auswahl von Bourgeois´ textilen Zeichnungen, Büchern, Drucken und Collagen. Die Retrospektive erweitert den Blick auf das Werk der Künstlerin, indem Bourgeois´ textile Arbeiten mit den Prozessen der Materialauswahl, ihrer Biografie und den Themen Körper, Erinnerung, Weiblichkeit, Trauma und Reparatur in Verbindung gebracht werden
    Louise Bourgeois wurde 1911 in Paris geboren. Obwohl sie von 1938 bis zu ihrem Tod im Jahr 2010 in New York lebte, ist ein Großteil ihrer Arbeiten von ihrer frühen Kindheit in Frankreich inspiriert. Bourgeois nutzte den Körper als Grundform und erforschte auf dieser Basis die gesamte Vielfalt des menschlichen Daseins. Sie entwickelte ein breites künstlerisches Spektrum von poetischen Zeichnungen bis zu raumgreifenden Installationen, um ihren Ängsten eine physische Form zu geben und sie so zu überwinden. Erinnerungen, Sexualität, Liebe und Verlassenwerden sind Kernthemen ihres vielschichtigen Oeuvres. Bourgeois´ Arbeiten finden sich in vielen Sammlungen weltweit.
    Begleitend erscheint ein Katalog mit wissenschaftlichen Aufsätzen bei Hatje Cantz, Gropius Bau und Hayward Gallery Publishing.
    Veranstaltungsort: Gropius Bau
    Niederkirchnerstraße 7
    10963 Berlin
    www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_366499.html

  • 13. August - 28. September 2022
    No Words of Warmth / Keine wärmenden wrote. Multimediale Ausstellung von Sarai Meyron
    Das Münzenberg Forum präsentiert Meyrons erste Solo-Ausstellung in Berlin und die Premiere ihres neuen gleichnamigen Buches.
    Die Ausstellung eröffnet am 13.8.2022 mit der Vorführung von Liebe bis 120, einem Film von Sharon Ryba-Kahn, 2020 gefördert von der Stiftung ZURÜCKGEBEN und einer Podiumsdiskussion zwischen den beiden Künstlerinnen. In "Liebe bis 120" (Arbeitstitel), geht es um drei Shoah Überlebende die in einem betreuten Wohnheim in Israel leben.
    In ihrem multimedialen Kunstbuchprojekt, 2022 gefördert von der Stiftung ZURÜCKGEBEN und der Audioinstallation No Words of Warmth / Keine wärmenden Worte reflektiert Sarai Meyron das zeitgenössische jüdische Leben in Deutschland aus der eigenen Perspektive. Dabei setzt sie sich mit ihrer persönlichen und der kollektiven jüdischen Vergangenheit auseinander.
    In der Videoinstallation Atmendes Archiv; der Körper als Erbe werden Fotos aus dem Familienarchiv von Sarai Meyron gezeigt. Die Fotos, aufgenommen zwischen 1930-1960 in Deutschland und der Schweiz, blenden in das Video ein und aus, aktiviert durch verschiedene Klänge.
    Der Klang des Atems vermischt sich mit der israelischen Luftschutzsirene, bestehend aus einem kontinuierlichen auf- und absteigenden Ton, die die Bürger:innen auffordert, Schutz zu suchen. Die zweite Sirene, das so genannte "Entwarnungs-Sirene", ist ein konstanter Einzelton, der darüber informiert, dass der Schutzraum verlassen werden kann. Das gleiche Signal wird dreimal im Jahr verwendet, um am Holocaust-Tag eine Schweigeminute einzulegen und zweimal am Gedenktag für die gefallenen israelischen Soldat:innen.
    Veranstaltungsort: Das Münzenberg Forum, Foyer
    Franz-Mehring-Platz 1
    10243 Berlin
    www.muenzenbergforum.de/veranstaltungen

  • Eröffnung: 02.09.2022, 17-22 Uhr
    03. September-30. Oktober 2022

    Worin unsere Stärke besteht – Fünfzig Künstlerinnen aus der DDR
    Die von der Künstlerin Andrea Pichl kuratierte und von Sylvia Sadzinski co-kuratierte Ausstellung "Worin unsere Stärke besteht", zeigt fünfzig mit unterschiedlichen Medien arbeitende Künstlerinnen aus drei Generationen aus der DDR. In verschiedenen Genres setzen sich die Künstlerinnen mit komplexen Themen auseinander, wobei weder eine Kategorisierung noch Reduzierung auf vermeintlich erkennbare Ästhetiken oder Themen möglich ist. Einige der Künstlerinnen waren bereits zu DDR-Zeiten aktiv. Die Ausstellung widmet sich nicht einem Narrativ der DDR oder einer Historisierung von Kunst aus der DDR, sondern Biografien und der Frage, wie thematische Zugänge durch diese geprägt sind. Vereinzelt sind Werke vertreten, die bereits in der DDR entstanden. Die Ausstellung wird durch ein Rahmenprogramm und eine Textsammlung begleitet.
    Künstlerinnen
    Tina Bara, Ina Bierstedt, Antje Blumenstein, Peggy Buth, Nadja Buttendorf, Yvon Chabrowski, Annedore Dietze, Künstlerinnengruppe Erfurt, Else Gabriel, Katrin Glanz, Henriette Grahnert, Jana Gunstheimer, Sabine Herrmann, Elke Hopfe, Margret Hoppe, Beate Hornig, Uta Hünniger, Lisa Junghanß, Christina Kral, Betina Kuntzsch, Ulrike Kuschel, Alex Lebus, Ingeborg Lockemann, Wiebke Loeper, Jana Müller, Ulrike Mundt, Henrike Naumann/Susanne Rische, Helga Paris, Andrea Pichl, Katja Pudor, Franziska Reinbothe, Inken Reinert, Sabine Reinfeld, Sophie Reinhold, Ricarda Roggan, Jenny Rosemeyer, Christine Schlegel, Luise Schröder, Wenke Seemann, Gabriele Stötzer, Erika Stürmer-Alex, Anett Stuth, Ulrike Theusner, Manuela Warstat, Suse Weber, Saskia Wendland, Kristin Wenzel, Eva Wilde, Karla Woisnitza/Ingartan und Ruth Wolf-Rehfeldt
    Worin unsere Stärke besteht wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: dem Fonds für Kommunale Galerien (KOGA), dem Fonds für Ausstellungsvergütungen (FABIK) und dem Hauptstadtkulturfonds (HKF).
    Veranstaltungsort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
    Mariannenplatz 2
    10997 Berlin
    www.kunstraumkreuzberg.de/programm/worin-unsere-staerke-besteht-fnfzig-knstlerinnen-aus-der-ddr/

  • 9. September – 6. November 2022
    FRAUEN IN BEWEGUNG – Osteuropa zwischen Tradition und Aktion
    Mit Arbeiten von: Maria Kapajeva, Natalia Kepesz, Justyna Mielnikiewicz, Oksana Parafeniuk, Alicja Rogalska & Kartal, Violetta Savchits, Elena Subach, Agata Szymanska-Medina, Tatsiana Tkachova

    Neun Fotografinnen werfen in "Frauen in Bewegung" einen differenzierten Blick auf die aktuelle Situation und das historische Erbe von Frauen in Osteuropa: Belarus hat eine der höchsten Abtreibungsraten der Welt, doch diese bleiben tabuisiert. Tatsiana Tkachova traf Frauen, die abgetrieben haben; Sie erzählen von Gewalt in der Ehe, von Missbrauch, Angst und finanziellen Schwierigkeiten. In Polen gehen Tausende gegen die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes auf die Straße. Agata Szymanska untersucht die erodierende Situation von Rechtstaatlichkeit in Polen sowie die Repressionen gegenüber kritischen Richter:innen. Violetta Savchits dokumentierte den Widerstand der Frauen gegen die gefälschte Präsidentenwahl in Belarus im Jahr 2020, bevor dieser zum Schweigen gebracht wurde.
    Kritisiert, gefoltert und verfolgt, dies ist auch ein Teil der Geschichte der in Kiew gegründeten Gruppe Femen. Justyna Mielnikiewicz porträtierte die Frauenrechtlerinnen, die seit mehr als einem Jahrzehnt unbekleidet für die Rechte der Frau demonstrieren. Fotografien der ukrainischen Künstlerin Elena Subach setzen sich mit der Generation der Großmütter auseinander. Mit Handtaschen und traditionellen, bunten Kopftüchern regen ihre Fotografien eine Reflexion über die Kluft zwischen den Generationen an.
    In einer Kollaboration zwischen der Künstlerin Alicja Rogalska und dem ungarischen Frauenchor von Kartal entstand die ausgezeichnete Videoarbeit News Medley. Sie kombiniert traditionelle Volksweisen mit zeitgenössischen Texten. Natalia Kepesz beschäftigt sich mit kollektiven Erinnerungen und deren visueller Umsetzung: Ihre Großmutter lief von zu Hause weg, um im Zweiten Weltkrieg zu kämpfen. 1945 schickte sie ein Foto von der Front. Auf der Rückseite schrieb sie: Let this dead photograph reminds you of me alive. Maria Kapajeva´s Videoarbeit dekonstruiert den sowjetischen Propagandafilm "The Bright Way" (Alexandrov, 1940). Im aktuellen russischen Angriffskrieg richtet sich die internationale Aufmerksamkeit auf die Heimat von Oksana Parafeniuk, die Ukraine. Ihre Fotografien erzählen vom Leben zwischen Krieg und Alltag.
    Veranstaltungsort: f³ – freiraum für fotografie
    Waldemarstraße 17
    10179 Berlin
    fhochdrei.org
    www.facebook.com/fhochdrei

  • 15. September – 13. November 2022/18. September 2022 – 14. Mai 2023/14. September 2022 – 08. Januar 2023
    Mona Hatoum
    Mit der Ausstellung "Mona Hatoum" präsentieren drei Berliner Institutionen das facettenreiche Werk von Mona Hatoum (* 1952 in Beirut, lebt in London) erstmalig in Deutschland in einer groß angelegten Überblicksausstellung. Die dreiteilige Ausstellung findet ab September im Neuen Berliner Kunstverein (14.9.2022 – 13.11.2022), im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst (18.9.2022 – 14.5.2023) und im Georg Kolbe Museum (14.9.2022 – 8.1.2023) statt. Thematisiert wird der Einfluss von Hatoums Arbeiten auf aktuelle Diskurse um Körperpolitiken und Migration sowie die Herausbildung neuer skulpturaler Tendenzen in der Gegenwartskunst.
    Veranstaltungsort: Berlin

  • 15. September 2022 bis 27. November 2022
    Identity by repetition
    Marie Rief

    Marie Rief arbeitet mit analogem Fotopapier, Zeichnungen, Laserdruck und Kopie. Ihre Werke bebildern Existenz und Fehler von Objekten - durch fortwährende Kopie werden Gegenstände in Frage gestellt: Was ist Original, was Kopie, wie nehmen wir Transformationsprozesse wahr? Ihre bildstarken Werke, die durch ständige Wiederholung eine neue Identität, eine neue Wirklichkeit schaffen, sind in der Ausstellung "Identity by repetition" zu sehen.
    Marie Rief wurde 1987 in Berlin geboren und studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. In dieser Zeit entwickelt sie ihre experimentelle und konzeptionelle Arbeit mit Fotomaterial, Zeichnung und Kopie.
    Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus
    www.fkwbh.de/ausstellung/identity-repetition

  • 16. September bis 08. Oktober 2022
    Ruth Walz
    Die ganze Welt ist ein Theater

    Eine Ausstellung mit Fotografien von Ruth Walz und ausgewählten Gemälden von Alexander Camaro, kuratiert von Dr. Sarah Hadda.
    Ruth Walz vermochte die spektakuläre, leidenschaftliche Seele des deutschen Nachkriegstheaters wie keine andere Fotografin einzufangen und wird zur Chronistin der künstlerischen Zeitenwende. Ihre Arbeiten für die Berliner Schaubühne sowie als freiberufliche Fotografin, etwa für die Salzburger Festspiele, die Wiener Festwochen oder De Nationale Opera Amsterdam, tragen stets dieselbe Nähe und Liebe zum Theater und dessen Macher*innen weiter.
    Veranstaltungsort: Grisebach, Fasanenstraße 27, Berlin
    Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 16 Uhr
    www.grisebach.com

  • 17. September 2022 – 21. Januar 2023
    Queerness in Photography - Under Cover . A Secret History of Cross Dressing, Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna, Orlando
    C/O Berlin präsentiert in drei komplementären Ausstellungen die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung und verortet diese innerhalb der Fotografie. Im Gegensatz zu anderen Medien stellt die Fotografie sexuelle Orientierung und Identität nicht nur dar, sondern trägt wesentlich zu ihrer gesellschaftspolitischen Determinierung bei. Denn seit seiner Erfindung im Jahr 1839 dient das Medium auch dazu, Menschen visuell zu kategorisieren. Dabei wollen die drei Ausstellungen ein vielschichtiges, visuelles Panorama von queerer Fotografie feiern. Under Cover . A Secret History of Cross Dressing zeigt die von dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Sébastien Lifshitz über mehrere Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Die Ausstellung kontextualisiert das subversiv-visuelle Spiel mit Geschlechterrollen als historisches Phänomen. In Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna interpretiert die wohl berühmteste Verkleidungskünstlerin der Welt auf spielerische Art Geschlechteridentitäten und deren Fluidität. Was passiert, wenn sich eine weibliche Künstlerin als homosexuelle Drag Queen inszeniert? Anhand von Archivmaterialien aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die sich sowohl in ihrer eigenen als auch in der Sammlung Lifshitz befinden, nimmt sie Bezug auf kollektive Gender-Fragen.
    1992 spielte die Schauspielerin Tilda Swinton in dem preisgekrönten Film Orlando, der auf einem Roman von Virginia Woolf basiert, die Gender-nonkonforme Hauptrolle. Nun kuratiert sie anhand der Buch- und Filmvorlage für C/O Berlin eine Ausstellung mit elf zeitgenössischen fotografisch-künstlerischen Positionen. So hat sie Arbeiten von Zackary Drucker, Lynn Hershman Leeson, Paul Mpagi Sepuya, Jamal Nxedlana, Elle Pérez, Walter Pfeiffer, Sally Potter, Viviane Sassen, Collier Schorr, Mickalene Thomas und Carmen Winant zu einer aktuellen Lesart von Queerness und Genderfluidität zusammengestellt.
    Veranstaltungsort: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
    Hardenbergstraße 22–24
    10623 Berlin
    co-berlin.org/de/programm/ausstellungen/queerness-photography

  • 02. November 2022 – 05. Februar 2023
    Hannah-Höch-Preis 2022: Ruth Wolf-Rehfeldt
    Hannah-Höch-Förderpreis 2022: Farkhondeh Shahroudi
    Zwei Sonderausstellungen des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt erhält den Hannah-Höch-Preis 2022. Der Hannah-Höch-Förderpreis 2022 geht an Farkhondeh Shahroudi. Das Kupferstichkabinett widmet beiden Künstlerinnen vom 2. November 2022 bis 5. Februar 2023 parallel eine Einzelausstellung.
    Die seit mehr als 70 Jahren in Berlin lebende Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt (* 1932, Wurzen) wird mit dem Hannah-Höch-Preis 2022 für ihr umfangreiches Œuvre geehrt, das sowohl Gemälde, Zeichnungen und insbesondere von 1972 bis 1989 entstandene Schreibmaschinengrafiken und Collagen umfasst. Mit den Typewritings partizipierte Wolf-Rehfeldt aktiv am Mail Art-Programm der DDR. Weltweit verschickte sie ihre Grafiken und baute ein globales Kommunikationsnetz auf. Mitunter bat Wolf-Rehfeldt die Adressat*innen ihrer Typewritings, diese künstlerisch zu erweitern, sodass kollaborative Collagen entstanden, die neben ihren eigenen Collagen eine Spur zu Hannah Höch legen und beide Künstlerinnen über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden.
    In der Wolf-Rehfeldt gewidmeten Sonderausstellung werden ihre Schreibmaschinenarbeiten und Collagen in einen Dialog mit dadaistischen Bildmontagen Hannah Höchs und mit Werken der Konzeptkunst und Minimal Art, mit zeitgenössischer Schreibmaschinenkunst und Mail Art aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts gesetzt. Die rund 130 Exponate umfassende Ausstellung fungiert wie ein internationales Netzwerk, in das Wolf-Rehfeldts Arbeiten eingebettet werden. Den Fragen und Themenschwerpunkten der Ausstellung wird in einem, in der Dr. Cantz´schen Verlagsgesellschaft erscheinenden Katalog nachgegangen.
    Der Hannah-Höch-Preis wird seit 1996 von der Kulturverwaltung des Berliner Senats für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen. Der Preis ist zu Ehren der Künstlerin Hannah Höch (1889–1978) benannt, die mit ihrem Werk als Dadaistin internationale Berühmtheit erlangte. Ausgezeichnet werden Künstler*innen mit Lebens- und Arbeitsschwerpunkt in Berlin, die durch eine kontinuierliche künstlerische Leistung hervorstechen. Der Preis umfasst neben einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch die Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats, in der außer dem Kupferstichkabinett auch die Berlinische Galerie, das Georg Kolbe Museum, der Neue Berliner Kunstverein und die Stiftung Stadtmuseum vertreten sind.
    Die in Berlin lebende Künstlerin Farkhondeh Shahroudi (* 1962, Teheran) wird mit dem Hannah-Höch-Förderpreis 2022 ausgezeichnet. Ausgehend von Gedichten, die Sprachen Farsi und Deutsch miteinander verwebend, entwickelt Shahroudi Zeichnungen, Stoffbücher und dreidimensionale Objekte. Die Linie, aus der sich Zeichen und Worte fügen, springt dabei über in den Faden, der ihre aus Stofffragmenten genähten Skulpturen zusammenschließt. Dreidimensionale Collagen wie auch Arbeiten im Öffentlichen Raum und Performances ergänzen Shahroudis zeichnerisches und poetisches Werk, dessen Fülle und Vielschichtigkeit die für die Preisvergabe berufene Jury überzeugt hat.
    Organisch an die sprachbasierten Arbeiten Wolf-Rehfeldts anknüpfend, umfasst die Ausstellung Shahroudis Wort und Bild vereinende Papier- und Stoffbücher, Zeichnungen und Skulpturen. Es erscheint ein Katalog.
    Mit dem Hannah-Höch-Förderpreis würdigt das Land Berlin das bisherige Werk einer Berliner Künstlerin und unterstützt deren künstlerische Entwicklung in der Mitte ihrer Karriere. Der Preis wird von der Kulturverwaltung des Berliner Senats im Abstand von zwei Jahren gemeinsam mit dem Hannah-Höch-Preis verliehen. Der Förderpreis umfasst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Ausstellung mit Publikation.
    Beide Ausstellungen werden kuratiert von Jenny Graser, Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Kupferstichkabinett.
    Die gemeinsame Preisverleihung findet zusammen mit der Eröffnung beider Ausstellungen am Dienstag, 1. November 2022, 18 Uhr im Kupferstichkabinett statt.
    Veranstaltungsort: Kupferstichkabinett
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/hannah-hoech-foerderpreis-2022

  • 25. November 2022 – 07. Mai 2023
    Monica Bonvicini. I do You
    Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Neue Nationalgalerie präsentiert in der oberen Halle eine Einzelausstellung von Monica Bonvicini und würdigt sie damit als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Die Ausstellung "I do You" zeigt in der oberen Halle neue, ortsbezogene architektonische Installationen, skulpturale Objekte, performative und klangliche Arbeiten sowie eine Auswahl bekannter Werke aus ihrem international renommierten Oeuvre. Die Schau bietet eine völlig neue Raumwahrnehmung, die im Zusammenspiel von Sehen, Hören und direkter körperlicher Interaktion mit einigen Werken erfahrbar wird.
    Bereits 1998 setzte sich Bonvicini mit der Skulptur "2 Tonnen Alte Nationalgalerie" mit dem städtebaulichen Umbauprozess auseinander, der zu dieser Zeit in Berlin stattfand. Viele der Umbauten dienten nicht nur der Reparatur und Erneuerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte der wachsenden Metropole. Mehr als zwanzig Jahre später beschäftigt sich die Künstlerin nun mit dem ikonischen Gebäude der Neuen Nationalgalerie. Bonvicini erforscht die verborgenen Mechanismen der westlichen "Moderne", ihre sexuellen Aufladungen sowie die damit einhergehenden Überhöhungen und Mythisierungen. Die der Architektur und dem Museum fest eingeschriebenen Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsordnungen werden von der Künstlerin auf ironische und spielerische Weise entlarvt, demaskiert und destabilisiert. Bonvicinis Skulpturen sind hier als Einladungen zu verstehen, in neue Erfahrungsräume einzutreten.
    In ihrer Ausstellung "I do You" verändert Monica Bonvicini Mies van der Rohes Architektur der Moderne durch einen radikalen feministischen Vandalismus, der für ihre Interventionen typisch ist. Das Zusammenspiel mit performativen Interventionen und skulpturalen Werken ergibt eine vielschichtige Erzählung, die dazu auffordert, überholte Kategorien zu hinterfragen und einige bislang übersehene Aspekte des Museums zu untersuchen.
    Veranstaltungsort: Kulturforum, Neue Nationalgalerie
    Potsdamer Straße 50
    10785 Berlin

    Suche nach Datum:
    September
    Mo Di Mi Do Fr Sa So
    12 34
    567 8 91011
    1213 14 15 16 1718
    19 2021 22232425
    26 27282930
    Heute: 25.09.2022 Morgen: 26.09.2022

      Januar  Februar  März  April  Mai  Juni  Juli  August  September  Oktober  November  Dezember


    Veranstaltungen in Berlin > Kunst + Kultur

    Beitrag vom 25.09.2022

    AVIVA-Redaktion