Die 17 Frauenverbände der Berliner Erklärung bewerten die Halbzeitbilanz der Bundesregierung 2019 - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2019 - Beitrag vom 15.11.2019


Die 17 Frauenverbände der Berliner Erklärung bewerten die Halbzeitbilanz der Bundesregierung 2019
AVIVA-Redaktion

Unter dem Motto "Handeln Sie jetzt!" haben die Frauenverbände der Berliner Erklärung zentrale Forderungen an die neugewählte Bundesregierung gestellt. Die zentralen Forderungen der Berliner Erklärung zur Bundestagswahl 2017 bleiben bestehen: Gleiche Teilhabe, gleiche Bezahlung sowie Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik.



Zur Bundestagswahl 2019 haben der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) und 16 weitere Frauenverbände mit der Berliner Erklärung zentrale Forderungen an die neugewählte Bundesregierung gestellt. "100 Jahre Frauenwahlrecht, 70 Jahre Grundgesetz mit Gleichberechtigungsartikel und 25 Jahre aktiver Gleichstellungsauftrag verstehen wir als Verpflichtung der Bundesregierung, die Anliegen von Frauen ernst zu nehmen." Im Koalitionsvertrag steht: "Wir wollen noch vorhandene strukturelle Hemmnisse abbauen und werden dazu eine ressortübergreifende Gleichstellungsstrategie entwickeln und mit einem Aktionsplan umsetzen".

Anlässlich der Halbzeitbilanz der Großen Koalition haben die Frauenverbände der Berliner Erklärung die Forderungen ergänzt.

Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin des djb: "Vor 25 Jahren wurde der Gleichberechtigungsgrundsatz in Artikel 3, Absatz 2 des Grundgesetzes um einen Satz ergänzt: ´Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.´ Von der Umsetzung dieses Verfassungsauftrags ist der Staat heute weit entfernt. 17 Frauenverbände, zusammengeschlossen in der Berliner Erklärung, und viele unterstützende Organisationen haben gemeinsam einen Grundkonsens zu notwendigen Maßnahmen für mehr Gleichstellung formuliert. Wir erwarten, dass noch in dieser Legislaturperiode weitere gesetzgeberische Schritte stattfinden. Der Auftrag an die Bundesregierung lautet deutlich: Handeln Sie jetzt!"

Die zentralen Forderungen der Berliner Erklärung zur Bundestagswahl 2017 bleiben bestehen: Gleiche Teilhabe, gleiche Bezahlung sowie Verbindlichkeit, Transparenz und Monitoring von Gleichstellungspolitik.

Zur BerlinerErklärung2017: www.berlinererklaerung.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Gleichstellung im Koalitionsvertrag - eine Querschnittsaufgabe. Stimmen zum Koalitionsvertrag aus Frauensicht
Die Frauenorganisationen der "Berliner Erklärung" tagten am Rande der Koalitionsgespräche. Deutscher Frauenrat und Deutscher Juristinnenbund e.V. begrüßen trotz einiger Kritikpunkte die feste Verankerung von "Gleichstellung als Querschnittsaufgabe". Der Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) kritisiert: "Koalitionsvertrag praktisch ohne Lesben, Schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen. Enttäuschende 180 Seiten ohne klare Vereinbarungen". (2018)

Iris an der Heiden und Prof. Dr. Maria Wersig: Forschungsbericht zur Preisdifferenzierung nach Geschlecht in Deutschland Fazit: Frauen verdienen weniger, bezahlen aber vielfach für die gleichen Leistungen oder Produkte mehr Geld. Was in den USA schon lange diskutiert wird, wurde nun auch in Deutschland in der bundesweit ersten Studie zu Preisdifferenzierung nach Geschlecht umfassend untersucht. (…)Das Resultat der Studie zu "Gender Pricing" bzw. die Preisdifferenzierung nach Geschlecht: HerstellerInnen, HändlerInnen oder DienstleisterInnen veranschlagen oftmals unterschiedliche Preise für Frauen und Männer. Insbesondere für Dienstleistungen müssen Frauen tiefer in die Tasche greifen. (2018)

Pro Quote Film - Filmschaffende Frauen fordern FiftyFifty in der Gesamtheit aller Produktionen "9 Gewerke, 1 Stimme, 10 Forderungen: Pro Quote Film". Filmschaffende Frauen aller Gewerke schließen sich der Initiative der Regisseurinnen an. Mehr als 1200 Unterstützerinnen aus der Branche haben die Forderung nach einer 50% Quote für die Vergabe von Aufträgen, Fördergeldern und Rollen unterzeichnet. Mehr zu Pro Quote Film, der 10-Punkte-Forderung, weiteren Vorhaben und Mitmach-Möglichkeiten. (2018)

Berliner Erklärung 2017. Gemeinsame Forderungen von 16 Frauenverbänden an die Parteien zur Bundestagswahl 2017 Mit einem Katalog von Forderungen wenden sich mehr als 12,5 Millionen Frauen aus 16 Frauenverbänden in der Berliner Erklärung 2017 an die Parteien zur Bundestagswahl. Unter www.berlinererklaerung.de wurden die Forderungen am 30. Mai 2017 veröffentlicht – rund vier Monate vor der Wahl am 24. September. (2017)

Interview mit Henrike von Platen, Past-Präsidentin des BPW Germany und Initiatorin der Initiative und Online-Petition FairPlay ist FairPay!
Ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen ist ein Skandal. Seit 2010 ist die Kampagne EPD mit Henrike von Platen eng verknüpft. Gleiche Bezahlung lautet das Ziel. Die bereinigte Lohnlücke ist daher unerlässlich und wird auf dem Equal Pay Day 2017 eingefordert.

Berliner Arbeitsgericht hat Klage gegen ZDF wegen Lohngleichheit abgewiesen: Frauenverbände kritisieren Gerichtsentscheidung . Save the date: Equal Pay Day am 18. März 2017
Hamburg/Berlin 01.02.2017 Ein Fall von Gehaltsdiskriminierung - mehrere Frauenverbände (BPW Germany e.V., Journalistinnenbund, Pro Quote Medien, Pro Quote Regie) haben das Abweisen der Klage auf Lohngleichheit der ZDF-Journalistin und "Frontal 21"-Reporterin Birte Meier als falsches Signal kritisiert. (2017)

BPW Germany begrüßt Gesetzentwurf für mehr Lohngerechtigkeit. Deutscher Frauenrat sieht Gerechtigkeitslücken
Lohngerechtigkeit - ein Dauerstreitthema. Sind wir nun einen Schritt weiter hin zur Entgelttransparenz und Lohngerechtigkeit? Statements von Mona Küppers, Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Uta Zech, Präsidentin des BPW Germany, sowie von Henrike von Platen, FairPlay ist FairPay! (2017)

Gleichstellung ist nicht verhandelbar. Forderungen der Initiative Berliner Erklärung an die Politik
Der neue Bundestag weist die niedrigste Frauenquote seit 1998 auf. Der Frauenanteil sank auf 30,7 Prozent. Das sind rund sechs Prozent weniger als in der letzten Legislaturperiode. Eine jahrelang positive Entwicklung wird erstmals deutlich unterbrochen. Aktuell gehören dem Bündnis 17 Frauenverbände an. Mehr zu den Forderungen der "Berliner Erklärung" und den Initiatorinnen hier auf AVIVA-Berlin (2017)

PRO QUOTE REGIE zum 2. Diversitätsbericht des Bundesverbandes Regie. Systematische Benachteiligung von Frauen hat weiter zugenommen
Während die ARD und ihre Filmeinkaufsgesellschaft degeto das Problem auf Initiative von pro PRO QUOTE REGIE erkannt und Verbesserungen angekündigt haben, stellt sich das ZDF weiterhin taub. Der BVR-Bericht zeigt die ungleiche Zahl der Regieaufträge im Fernsehen und die Verteilung der Produktionsmittel der Filmförderungen (2016)

Online-Petition FairPay - Berliner Erklärung für Gleichheit auf dem Gehaltszettel
Für Lohngerechtigkeit und Entgeltgleichheit an 365 Tagen im Jahr. Unterstützen Sie die Initiatorinnen des FairPay-Bündnisses mit Ihrer Unterschrift. FairPlay ist FairPay! (2016)

Equal Pay Day am 19. März 2016
"Was ist meine Arbeit wert? Ursachen gemeinsam bekämpfen!" lautet der diesjährige Aufruf zum Equal Pay Day mit dem Schwerpunktthema "Berufe mit Zukunft". Dabei stehen die Bekämpfung der weiterhin bestehenden Lohnunterschiede und die Aufwertung von "frauentypischen" Berufen im Zentrum der deutschlandweit stattfinden Aktionen. (2016)

Equal Pay Day 2015
Die Business and Professional Women (BPW) Germany rufen den Equal Pay Day unter dem Motto aus "Spiel mit offenen Karten: Was verdienen Frauen und Männer?". Zentrale Forderung ist Transparenz. (2015)

Frauenlohnspiegel 2014: Vielfältige Benachteiligungen von Frauen im Erwerbsleben
Pünktlich zum Equal Pay Day 2014 legt das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung eine Studie vor, die die geschlechtsspezifische Lohnungleichheit deutlich belegt. (2014)

Entgeltgleichheits-Check. Landeseigene Unternehmen auf dem Prüfstand
Die Berliner Wasserbetriebe können Null Prozent Entgeltungleichheit vorweisen. Mit der Entscheidung, den "EG-Check" überhaupt durchzuführen, steht das Unternehmen allerdings allein auf weiter Flur. (2013)


Quelle: Deutscher Juristinnenbund e. V.: djb-Pressemitteilung 19-39. Berlin, 14. November 2019



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