Anlässlich der bundesweiten Corona-Pandemie und ihre Folgen für häusliche Gewalt: TERRE DES FEMMES fordert sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2020 - Beitrag vom 26.03.2020


Anlässlich der Corona-Pandemie und ihre Folgen für häusliche Gewalt: TERRE DES FEMMES fordert sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser
AVIVA-Redaktion

Berlin, den 25. März 2020: Angesichts der sozialen Isolierung von immer mehr deutschen Haushalten warnt u.a. TERRE DES FEMMES e.V. vor steigenden Fällen von häuslicher Gewalt und fordert ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser, Fachberatungsstellen und Hilfeeinrichtungen für von Gewalt bedrohte und betroffene Frauen. Aktuell gibt es etwa 350 Frauenhäuser in Deutschland – bei weitem nicht genug! AVIVA-Linkliste zu Beratung und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen.



Berichte aus China deuten bereits darauf hin, dass die Isolierungsmaßnahmen als Folge der Corona-Pandemie einen erheblichen Anstieg der häuslichen Gewalt verursacht haben. Ausgangssperren und die Minimierung sozialer Kontakte können die Lage in gewalttätigen Haushalten sehr schnell eskalieren lassen. Betroffene können zudem kaum aus der Situation ausbrechen.

"Wir brauchen ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser", so Christa Stolle, Bundesgeschäftsführerin von TERRE DES FEMMES "Es müssen mehr Mittel und Zufluchtsräume zur Verfügung gestellt werden, damit Betroffene von häuslicher Gewalt schnell geholfen werden kann. Denn auch diese Welle wird als Folge der Corona-Pandemie Deutschland überrollen."

TERRE DES FEMMES fordert ein sofortiges Hilfspaket für Frauenhäuser und Hilfeeinrichtungen für von Gewalt bedrohte Frauen.

Darin sollten folgende Maßnahmen enthalten sein:

  • schnelle und unbürokratische finanzielle Aufstockungen für Hilfeeinrichtungen (Frauenhäuser, Beratungsstellen etc.), um eine sofortige Aufnahme von Betroffenen zu gewährleisten
  • Fachpersonal in Frauenhäusern und Beratungsstellen müssen bundesweit einheitlich als systemrelevante Berufe anerkannt und klassifiziert werden, um fortlaufende Unterstützung gewährleisten zu können
  • Bereitstellung von zusätzlichen Unterkünften für Betroffene mit gleichzeitiger Sicherstellung der Anonymität und Betreuung
  • Die Innenministerien der Länder müssen die Polizei deutlich dazu auffordern das Gewaltschutzgesetz konsequent anzuwenden. Der Grundsatz "wer schlägt, der geht", ist besonders jetzt wichtig, damit Frauen vorerst in den Wohnungen bleiben können.

    Beratung und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen. AVIVA-Linkliste:

    TERRE DES FEMMES: www.frauenrechte.de

    Das Themenfeld "Gewalt im Namen der Ehre und Zwangsverheiratung" von TERRE DES FEMMES: www.frauenrechte.de

    In Berlin stehen für gewaltbetroffene Frauen Frauenhäuser, Zufluchtswohnungen sowie Fachberatungsstellen zur Verfügung. Über die BIG-Hotline (Telefon 030 6110300) stehen rund um die Uhr eine Erstberatung sowie Informationen über freie Frauenhausplätze zur Verfügung. Jugendliche und junge Erwachsene können sich an den Jugend- und Mädchennotdienst (030 611 00 62 bzw. 030 61 00 63) und an die Kriseneinrichtung Papatya wenden, die auch eine niedrigschwellige Online-Beratung anbietet (www.sibel-papatya.org).

    Übersichtskarte Gewalt gegen Frauen

    Frauenhaussuche beim "Verein Frauenhauskoordinierung": www.frauenhauskoordinierung.de

    Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe Frauen gegen Gewalt e.V.: www.frauen-gegen-gewalt.de

    Die BIG e.V. Hotline bietet Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen: Tel. 030 - 611 03 00 (Täglich von 9 - 24 Uhr) oder unter: www.big-hotline.de

    Information zu Gewalt gegen Migrantinnen und Flüchtlingsfrauen: www.autonome-frauenhaeuser-zif.de

    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

    Antje Joel – Prügel. Eine ganz gewöhnliche Geschichte häuslicher Gewalt
    Die für ihre Texte mehrfach ausgezeichnete Journalistin und Autorin Antje Joel erfuhr jahrelang physische wie psychische Gewalt. Von ihren zwei Ehemännern. Lange schrieb sie darüber unter einem Pseudonym. Nun macht sie das Erlebte sichtbar und ermutigt damit andere Frauen, es ihr gleichzutun.

    Kein Nachlassen im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt: Istanbul-Konvention in Deutschland vollständig umsetzen
    Zum Jahrestag des innerstaatlichen Inkrafttretens am 1. Februar 2020 mahnt der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) die vollständige Umsetzung des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbul-Konvention) an. In ab dem 31. Januar 2020 erscheinenden Themenpapieren erläutert der djb exemplarisch Umsetzungsdefizite und Handlungsbedarfe in sieben Bereichen. (2020)

    Geschlechterdimension von Hate speech und digitaler Gewalt - der djb sieht Handlungsbedarf angesichts aktueller Anhörung zum NetzDG
    Der deutsche Juristinnenbund (djb) übt Kritik an den nur langsam voranschreitenden Änderungen des NetzDGs, die am 15. Mai 2019 erneut diskutiert wurden. AVIVA-Berlin veröffentlicht die wesentlichen Kritikpunkte und Forderungen. (2019)

    25. November 2019. Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen
    #istanbuldurchsetzen. Istanbul-Konvention in Deutschland vollständig umsetzen. Online-Petition gegen häusliche Gewalt. Start der Initiative Stärker als Gewalt
    Durchschnittlich jeden Tag wird eine Frau in Deutschland von ihrem (Ex-)Partner lebensgefährlich attackiert, jede Woche sterben dabei drei Frauen. Die Berliner Polizei hat in 2018 genau 15.368 Fälle von häuslicher Gewalt erfasst, darunter waren 10.005 Frauen. Die Unterstützungsstruktur für gewaltbetroffene Frauen durch Schutzhäuser und Fachberatungsstellen ist weder flächendeckend noch allgemein zugänglich ausgestaltet sowie nicht angemessen finanziert. Aktionen sowie Stimmen zum Internationalen Tag NEIN zu Gewalt an Frauen auf AVIVA-Berlin im Überblick. Außerdem im AVIVA-Beitrag: Anlaufstellen bei Gewalt gegen Frauen. (2019)

    Deutscher Juristinnenbund fordert: Frauen vor Gewalt schützen durch EU-weite Überwachung von Bewährungsmaßnahmen und eine Reformierung des Sexualstrafrechts
    Der Gesetzesentwurf zur internationalen Rechtshilfe des Bundesjustizministeriums bezieht wesentliche europäische Regelungen nicht mit ein, kritisiert der djb. Dabei ist dieser Entwurf insbesondere für Frauen relevant, die von Gewalt-, und anderen Straftaten betroffen sind. (2014)

    ZU TERRE DES FEMMES – Menschenrechte für die Frau e.V. ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation, die sich für ein selbstbestbestimmtes, gleichberechtigtes und freies Leben für Mädchen und Frauen weltweit einsetzt. Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, Publikationen, Veranstaltungen, Kampagnen und Lobbyarbeit sensibilisiert TERRE DES FEMMES die Öffentlichkeit und Politik für geschlechtsbedingte Gewalt und Diskriminierung. TERRE DES FEMMES unterstützt Mädchen und Frauen durch spezifische Aufklärungsprogramme in Schulen und ihren Communities. Mit anderen Frauenrechtsorganisationen ist TERRE DES FEMMES international vernetzt, fördert Projekte, Organisationen und Initiativen von Frauen für Frauen im Ausland. Die Arbeit des Vereins konzentriert sich auf die Themenschwerpunkte weibliche Genitalverstümmelung, Häusliche und Sexualisierte Gewalt, Gewalt im Namen der Ehre, Frauenhandel und Prostitution, Gleichberechtigung und Integration, sowie Internationale Zusammenarbeit. TERRE DES FEMMES wurde 1981 gegründet und finanziert sich durch Spenden, Mitgliedsbeiträge und Zuschüsse. Die Bundesgeschäftsstelle ist in Berlin ansässig.
    Pressemitteilung TERRE DES FEMMES, 25. März 2020



  • Public Affairs Beitrag vom 26.03.2020 AVIVA-Redaktion 





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