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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 23.03.2012


Fred Vargas - Die Nacht des Zorns
Britta Meyer

Kommissar Adamsberg ist wieder da. Eigentlich ist er ja damit beschäftigt, heraus zu finden, wer einer halb verhungerten Taube zum grausamen Spaß die Füße zusammen gebunden hat. Aber dann taucht ...




... die ältere Dame, die aussieht wie eine Pusteblume, vor dem Kommissariat auf und erbittet seine Hilfe.

Ihre Tochter Lina hat das "Wütende Heer" gesehen, die geisterhafte Meute Berittener, die manchmal nachts über den verrufenen Waldweg jagt. Vier Bewohner des Dorfes hatten die Reitenden in ihren Fängen, und jedeR im Ort weiß, was das zu bedeuten hat: die vier sind alle heimliche Verbrecher und sie werden sterben, einer nach dem anderen. Natürlich nimmt niemand in Paris, nicht mal Adamsberg, eine mittelalterliche Legende aus der Normandie ernst. Die rächende Geisterarmee jedoch lässt sich nicht lange bitten und schon bald geschieht der erste "Unglücksfall".

Bedrohlich wird es dadurch nicht nur für die drei verbliebenen Todeskandidaten, sondern auch für Lina und ihre Brüder, denn die Familie ist im Dorf schon lange als unheilsvolle Satansbrut verschrien.

In der Hauptstadt sieht es nicht friedlicher aus: Ein ebenso einflussreicher wie gewissenloser Großindustrieller wurde in seinem Auto verbrannt. Adamsbergs Vorgesetzte drängen auf eine schnelle Aufklärung und präsentieren ihm passender Weise auch gleich einen stadtbekannten kleinkriminellen Hobbypyromanen als Täter. Der Kommissar hat aber grundsätzliche Zweifel an dessen Schuld, keine Lust auf Gehorsam und außerdem ein viel größeres Interesse daran, die Person zu finden, die da eine alte Schauergeschichte benutzt, um sich ungestört nach Lust und Laune durchs Dorf zu morden.

Und außerdem ist da natürlich noch der Fall mit der Taube...

Zur Autorin: Fred Vargas heißt eigentlich Frédérique Audoin-Rouzeau, wurde 1957 in Paris geboren und ist nicht nur Schriftstellerin, sondern auch Mittelalterarchäologin und Archäozoologin. Ihre Romane wurden mit zahlreichen Preisen geehrt, unter anderem erhielt sie 2007 für den Adamsberg-Roman "Der vierzehnte Stein" den "The Duncan Lawrie International Dagger".

AVIVA-Tipp: "Die sind doch alle verrückt." Dieser erste Eindruck beim Lesen eines Vargas-Romans hält sich hartnäckig, und das ist gut so. Ihre Figuren haben auch nach vielen Abenteuern nichts von ihrer liebenswerten Versponnenheit eingebüßt. Das Beste aber bleibt Vargas` Kunst, ihre wunderschön poetische Sprache mit einer sich wie von selbst entwickelnden Handlung zu verbinden. Ein feiner, spannender Schmöker.

Fred Vargas
Die Nacht des Zorns

Originaltitel: L`Armée furieuse
Übersetzt von Waltraud Schwarze
Aufbau Verlag, erschienen März 2012
Gebunden mit Schutzumschlag, 454 Seiten
ISBN: 978-3-351-03380-4
22,99,- Euro
www.aufbau-verlag.de




Literatur

Beitrag vom 23.03.2012

Britta Meyer 






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