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Chanukka 5782




AVIVA-BERLIN.de 4/16/5782 - Beitrag vom 11.09.2021


JETZT ERST RECHT. STOP ANTISEMITISMUS. Ausstellung vom 31.10.2021-04.12.2021, Berswordthalle, Dortmund
Sharon Adler

Um Antisemitismus abseits anonymer Fallzahlen abzubilden, hat das Online-Magazin und Informationsportal AVIVA-Berlin in Kooperation mit der Stadt Dortmund seit Anfang 2021 das Interview- und Fotoprojekt "JETZT ERST RECHT - STOP ANTISEMITISMUS!" durchgeführt. Dreizehn Jüdinnen und Juden haben sich mit prägnanten Anti-Antisemitismus-Statements an dem Projekt beteiligt. Ihre persönlichen Antisemitismuserfahrungen schildern sie in Interviews mit Initiatorin Sharon Adler.




Antisemitismus in Dortmund

Die Bilanz antisemitischer Straftaten erfährt einen kontinuierlichen und rasanten Anstieg. Die Zahlen des im April 2020 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichtes für Nordrhein-Westfalen für 2019 belegen einen Zuwachs um 19,6%.

Interview- und Fotoprojekt "JETZT ERST RECHT! STOP ANTISEMITISMUS!" von AVIVA-Berlin.de und der Stadt Dortmund

"Wir wollen gemeinsam ein Zeichen gegen Antisemitismus in Dortmund setzen und die Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen und Juden in Fotos und Interviews abbilden, um diese sichtbarer zu machen."


(Die Initiatorin des Projekts Sharon Adler und die künstlerische Leiterin Shlomit Lehavi. Foto: Karolin Kwiatowski/ Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie)

Dreizehn Jüdinnen und Juden haben sich mit prägnanten Anti-Antisemitismus-Statements an dem Projekt beteiligt.
Ihre persönlichen Antisemitismuserfahrungen wurden in ausführlichen Interviews von der Initiatorin und Projektleiterin Sharon Adler (AVIVA-Berlin) erfragt: Welche Forderungen richten Jüdinnen und Juden an Zivilgesellschaft und Politik? In welchen Bereichen vermissen sie zivilgesellschaftliches Engagement, Solidarität oder Empathie? Was ist ihre Strategie, um Antisemitismus zu bekämpfen? Und nicht zuletzt: Wie würde ihr Statement gegen Antisemitismus lauten, womit würden sie den Aufruf "JETZT ERST RECHT! STOP ANTISEMITISMUS!" auf dem Demonstrationsplakat ergänzen?

"Dafür einstehen, dass wir in der Öffentlichkeit nicht mehr unsere Davidstern-Ketten oder Kippot verstecken müssen", so Elisa Lubarov, Studentin an der TU Dortmund.
"Zivilcourage und Mut – statt Aktionismus und Betroffenheit" fordert Leonid Chraga, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Dortmund. Und Alexander "Sascha" Sperling, Geschäftsführer des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe K.d.Ö.R. erklärt "Jude sein ist prima! (Allein der Hass auf Juden ist abscheulich)." Die Balletttänzerin, Choreografin, und Pädagogin Irina Goubernik formuliert gegen Antisemitismus die Aufforderung "Bildungsarbeit gegen das Vergessen und Vorurteile muss gestärkt werden."

Antisemitische Angriffe wie der Anschlag auf die Synagoge in Halle sind für Chraga wenig überraschend. Diese seien "punktuelle Ausbrüche einer fortlaufenden Krankheit in unserer Gesellschaft namens Antisemitismus". Anstelle von kurzfristigen Aktionen oder Betroffenheit nach antisemitischen Vorfällen setzt sich Chraga für eine antisemitismuskritische Bildungsarbeit als nachhaltige präventive Lösung ein: "Bildung bedeutet Chancengleichheit, Progress und somit sozialen Frieden. In solch einer Gesellschaft würden die Samen von Antisemitismus, Rassismus, Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und Hass nicht aufgehen können."

Ausstellung vom 31.10.2021 bis 04.12.2021, Ausstellungseröffnung und Podiumsdiskussion am 31.10.2021

Die Interviews und Fotos der Teilnehmenden wurden im Jahr 2021 fortlaufend auf den Internetseiten der Stadt Dortmund und AVIVA-Berlin veröffentlicht.

Die Teilnehmer:innen konnten zwischen vier verschiedenen Signets für "ihr" Demo-Plakat wählen.

JETZT ERST RECHT-Stop Antisemitismus

Die Plakate der Teilnehmenden mit ihren individuellen Anti-Antisemitismus-Statements bilden eine Demonstration im virtuellen Raum, die nun im Rahmen einer Ausstellung in den analogen Raum überführt wird. Ausgestellt werden großformatige Fotos der Teilnehmenden mit den Demo-Schildern sowie Textauszüge aus den Interviews. Die Ausstellung in der Berswordthalle (im Erdgeschoss/Foyer) ist frei zugänglich.

Die Stadt Dortmund im Jubiläumsjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland"

Bundesweit wird 2021 das Festjahr "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" begangen. Die Stadt Dortmund beteiligt sich mit verschiedenen Veranstaltungen und setzt damit ihr Engagement für Weltoffenheit, Vielfalt und Toleranz und gegen jede Form von Antisemitismus fort.

Für jüdische Menschen in Deutschland ist Antisemitismus auch im Jubiläumsjahr eine Alltagserfahrung. In sozialen Medien, Sportvereinen, Schulen und Betrieben und im öffentlichen Raum werden judenfeindliche Hassbotschaften immer aggressiver und häufiger artikuliert. Die Statistiken belegen eine Zunahme antisemitischer Straftaten.

Weitere Informationen sowie die Übersicht aller Teilnehmenden unter:

www.aviva-berlin.de/aviva

und

www.dortmund.de/de/rathaus_und_buergerservice


Kontakt:
Wer Interesse hat, über das Interview- + Fotoprojekt JETZT ERST RECHT! STOP ANTISEMITISMUS zu berichten, kann mit Sharon Adler (AVIVA-Berlin) per eMail Kontakt aufnehmen unter: dortmund@aviva-berlin.de

Quelle: Pressestelle der Stadt Dortmund / AVIVA-Berlin


Jüdisches Leben > JETZT ERST RECHT! 2021

Beitrag vom 11.09.2021

Sharon Adler 






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PLAN A – Was würdest du tun? Ab 9. Dezember 2021 im Kino

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PLAN A – Was würdest du tun?
1945 plant eine Gruppe Holocaust-Überlebender die größte Racheaktion der Geschichte: Für jeden jede/n ermordete/n Jüdin/Juden soll ein/e Deutsche/r sterben. Doch kurz bevor der erste Giftanschlag ausgeführt werden kann, wird der Plan aufgedeckt.
Mehr zum Film, Kinotour mit Filmgespräch, den teilnehmenden Kinos und der Trailer unter: www.camino-film.com/filme/plan-a

Chanukka 5782

KINDER DER HOFFNUNG. Kinostart 4. November 2021

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KINDER DER HOFFNUNG von Yael Reuveny
Seit zehn Jahren lebt die israelische Regisseurin Yael Reuveny (SCHNEE VON GESTERN) in Berlin. In Super-8-Aufnahmen aus ihrer Kindheit und Kurzporträts ihrer Mitschüler*innen in Israel heute dokumentiert sie, was aus den Träumen und Idealen ihrer Generation geworden ist. KINDER DER HOFFNUNG kommt zum Jahrestag der Ermordung von Jitzchak Rabin im Jahr 1995 ins Kino.
Mehr zum Film, der Trailer und Kinotour unter: www.filmkinotext.de/kinder-der-hoffnung.html

Never forget. 9. November 1938

9. November 1938
Der 9. November 1938 war erst der Anfang... Zentralrat der Juden: 9. November soll Schoa-Gedenktag werden

Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte

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Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte
Jüdisch. Solidarisch. Antirassistisch. Der Essayband mit einem Vorwort von Aleida Assmann knüpft an die beiden Aufsatzbände "Übungen jüdisch zu sein" und "Mit Eichmann an der Börse" an.
Mehr zur Autorin, zum Buch, sowie Bestellung unter: www.mandelbaum.at

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

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Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de

Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

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Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Es war einmal ein Töpfchen

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Es war einmal ein Töpfchen
Alona Frankels "Sir haSirim" (Hebr., der Topf der Töpfe) gilt als erstes Kleinkinderbuch zum Thema "Töpfchentraining". Der israelische Kinderbuchklassiker aus dem Jahr 1975 ist jetzt auf Deutsch erschienen!
Mehr Infos zu den Büchern und zum Ariella Verlag unter:
www.ariella-verlag.de

Hila Amit - Hebräisch für Alle. Von der Sprache zur Vielfalt.

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Hila Amit - Hebräisch für Alle
Das erste queere und feministische Hebräisch-Lehrbuch in Deutschland. Das Arbeitsbuch enthält zahlreiche lebensnahe Beispiele und Übungen, um den Wortschatz direkt anzuwenden und zu verinnerlichen.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.edition-assemblage.de

Rosh HaShana 5782 - Shana tova u-metuka!

AVIVA wishes you a sweet, healthy and happy Rosh HaShana!
AVIVA wünscht ein süßes, glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 5782!

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Ich bin noch nie einem Juden begegnet …

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Ich bin noch nie einem Juden begegnet
»Das Geschichtenerzählen ist Teil der jüdischen DNA«, meint Peninnah Schram, Literaturprofessorin und eine der Protagonistinnen in Haase-Hindenbergs neuem Buch. In einem außergewöhnlichen literarischen Stil erzählt er von den Lebensgeschichten jüdischer Menschen in Deutschland.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellungen unter: www.edition-koerber.de

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