Anlässlich des Internationalen Frauentags: Jüdischer Feminismus gestern und heute. Digitale Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 10. März 2022 von 18:30 bis 20:30 Uhr per Livestream - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 3/19/5783 - Beitrag vom 15.02.2022


Anlässlich des Internationalen Frauentags: Jüdischer Feminismus gestern und heute. Digitale Veranstaltung der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb am 10. März 2022 von 18:30 bis 20:30 Uhr per Livestream
Sharon Adler, Anja Linnekugel

Im Rahmen des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven" des Deutschland Archivs der bpb diskutieren die Herausgeberinnen Anja Linnekugel und Sharon Adler mit Rabbinerin und Professorin Dr. Elisa Klapheck, Laura Cazés, Dr. Tamara Or und Juna Grossmann über die Tradition des Feminismus im Judentum und die Herausforderungen, denen sich jüdische Feministinnen heute stellen.




Jüdischer Feminismus hat in Deutschland eine lange Tradition. Im Zuge der Gründungen von Frauenorganisationen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden durch engagierte Jüdinnen eigene jüdische Organisationen und Verbände wie der Jüdische Frauenbund, den Bertha Pappenheim und Sidonie Werner 1904 gründeten.

Die jüdische Frauenbewegung setzte sich zu Beginn vor allem für die Bildung und Ausbildung von Mädchen und Frauen und für das Frauenwahlrecht ein – auch in den Jüdischen Gemeinden. Als erste Rabbinerin weltweit wurde Regina Jonas 1935 in Deutschland ordiniert, sie wirkte bis zu ihrer Deportation in Berlin. 1944 wurde sie in Auschwitz ermordet. Nach der Shoah haben engagierte Frauen wie Jeanette Wolff damit begonnen, die jüdischen Frauenorganisationen wieder neu zu begründen. Heute gibt es in Deutschland wieder zahlreiche jüdische Fraueninitiativen und Organisationen, die auch international gut vernetzt sind, darunter die 1946 neugegründete Women´s International Zionist Organisation (WIZO), und die 1998 in Berlin ins Leben gerufene Fraueninitiative Bet Debora, um nur einige zu nennen.

Anlässlich des Internationalen Frauentages diskutieren die Herausgeberinnen Anja Linnekugel und Sharon Adler im Rahmen ihres Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945 – Erinnerungen, Brüche, Perspektiven" am 10. März 2022 von 18:30 bis 20:30 Uhr über die Tradition des Feminismus im Judentum und die Herausforderungen, denen sich jüdische Feministinnen heute stellen.

Auf einen Blick:

Podiumsgespräch "Jüdischer Feminismus im Judentum gestern und heute"

Begrüßung und Vorstellung des Projekts: Anja Linnekugel

Nach einem Impulsvortrag von Rabbinerin und Professorin Elisa Klapheck findet eine gemeinsame Diskussion mit Gästinnen statt:
Dr. Tamara Or, geschäftsführende Vorständin der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum und Autorin von Büchern zu jüdischer Frauengeschichte
Laura Cazés, Leiterin der Abteilung für Kommunikation und Digitalisierung und Referentin für Verbandsentwicklung der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) und Mitinitiatorin des Jewish Women Empowerment Summit
Juna Grossmann, Museumsmitarbeiterin, Autorin, Bloggerin
Elisa Klapheck, die Mitbegründerin der jüdisch-feministischen Gruppe "Bet Debora" ist heute Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft "Egalitärer Minjan" in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt am Main und Professorin für Jüdische Studien an der Universität Paderborn.
Moderation: Sharon Adler (Publizistin, AVIVA Berlin, und Vorständin Stiftung ZURÜCKGEBEN)

Zeit: 10. März 2022, 18.30 bis ca. 20.30 Uhr

Infos zum Programm und zur Anmeldung

Der Livestream wird übertragen auf www.bpb.de, sowie auf dem Facebook- und Youtube-Kanal der bpb.
Die Links zum Livestream werden erst kurz vor Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.
Die Zuschauer:innen haben die Möglichkeit, den Veranstalterinnen Fragen oder Input für das Podiumsgespräch im Vorfeld zuzusenden an: deutschlandarchiv@bpb.de und/oder diese während der Sendung über die Social-Media-Kanäle an das Podium zu richten.

Die Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945 – Erinnerungen, Brüche, Perspektiven"

Das Wirken jüdischer Frauen nach 1945 im geteilten und vereinten Deutschland sichtbar zu machen, ist das Ziel der Reihe "Jüdinnen in Deutschland nach 1945 – Erinnerungen, Brüche, Perspektiven" des Deutschland Archivs (DA) der bpb. Innerhalb dieser Reihe werden regelmäßig wissenschaftliche Beiträge und Essays sowie Interviews und Porträts auf www.bpb.de veröffentlicht. Für die Zukunft sind Veranstaltungen, eine Ausstellung und ein Buch in der Schriftenreihe der bpb in Planung.

Herausgeberinnen der Reihe sind die Diplom Kommunikationswirtin, Anja Linnekugel, seit 2018 Referentin bei der Bundeszentrale für politische Bildung/Redaktion Deutschland Archiv und die Herausgeberin der AVIVA-Berlin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung Zurückgeben, Stiftung zur Förderung jüdischer Frauen in Kunst und Wissenschaft, die Kulturjournalistin und Fotografin Sharon Adler.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Jüdinnen in Deutschland nach 1945 – Erinnerungen, Brüche, Perspektiven. Ein Projekt des Deutschland Archivs der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb
Mit der Veröffentlichung wissenschaftlicher Beiträge und Essays sowie Interviews und Porträts bilden die beiden Herausgeberinnen Anja Linnekugel (bpb) und Sharon Adler (AVIVA-Berlin, Stiftung Zurückgeben) die Diversität der Lebens- und Arbeitswelten wegweisender und engagierter Jüdinnen ab.

30 Jahre jüdische Einwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion - Die weibliche Perspektive. Der bpb:salon am 15. Dezember 2021 über Youtube-Link verfügbar
Im Rahmen des Projekts "Jüdinnen in Deutschland nach 1945. Erinnerungen, Brüche, Perspektiven" des Deutschland Archivs der bpb diskutierten die Herausgeberinnen Anja Linnekugel und Sharon Adler mit Prof. Dr. Julia Bernstein(Frankfurt University of Applied Sciences), Dr. Alina Gromova (Jüdisches Museum Berlin), Dr. Darja Klingenberg (Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/O.) und Greta Zelener (Doktorandin, Humboldt-Universität zu Berlin) über die Frauenperspektive.


Jüdisches Leben

Beitrag vom 15.02.2022

AVIVA-Redaktion