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AVIVA-BERLIN.de 4/16/5779 - Beitrag vom 14.11.2018

Gruppe junger Jüdinnen und Juden gründet in Berlin LGBTQI*-Verein
Sharon Adler

Am 4. November 2018 traf sich eine Gruppe junger Jüdinnen und Juden in Berlin, um den Verein "Keshet Deutschland" (Keshet, hebräisch für Regenbogen) zu gründen. Ziel ist die Vernetzung queerer jüdischer Menschen und die Sichtbarmachung queeren jüdischen Lebens in Deutschland.



Gemeinsam für ein queeres jüdisches Leben in Deutschland

Der Verein will die Rechte von und den Umgang mit LGBTQI*-Juden* innerhalb und außerhalb der Jüdischen Gemeinden in Deutschland fördern und queeres jüdisches Leben sichtbar machen. Das jüdische Leben in Deutschland ist vielfältig, doch fehlt es bislang an einem Angebot für queere Identitäten.

Eine neue Generation von Jüdinnen und Juden hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, den verstaubten Strukturen in den Gemeinden etwas entgegenzusetzen.

Neben LGBTQI*- Jüdinnen und Juden lädt der Verein explizit auch nicht-queere Menschen ein, das Anliegen zu unterstützen. "Wir wollen gemeinsam dafür sorgen, dass offen queeres Leben und auch queere Familien in den jüdischen Gemeinden selbstverständlich werden", sagt Leo Schapiro, einer der Initiatoren und stellvertretender Vorsitzender des Vereins.

Dalia Grinfeld, ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, hat dabei klare Vorstellungen über die Vorgehensweise: "Wir setzen bei der Jugend an, schaffen ein Bewusstsein und empathisches Verständnis für Lebensrealitäten von LGBTQI*-Personen, um gesamtgesellschaftlich zu agieren."

Auch heute noch gibt es vielerorts Vorbehalte und Ressentiments gegenüber queeren Menschen. Darauf will Keshet Deutschland mit zwei Standbeinen reagieren: Empowerment und Bildungsarbeit. Ersteres soll Freiräume schaffen, damit queere Juden* ein positives Selbstverständnis zu ihrer sexuellen Identität entwickeln und bewahren können. Letzteres soll die Integration von queeren Menschen und ihren Familien innerhalb aller Aspekte des jüdischen Lebens ermöglichen.

Geplant ist daher die Kooperation mit jüdischen Institutionen: "Keshet Deutschland" will Seminare anbieten und Vorträge halten, um so durch Bildung und Ausbildung die Themen in die Gemeinden hereinzutragen.

Der Vorstandsvorsitzende, Monty Ott, ergänzt: "Wir werden gemeinsam dafür kämpfen, dass sich niemand mehr zwischen seiner jüdischen und seiner queeren Identität entscheiden muss."

Entscheiden müssen sich übrigens auch nicht die Vertreter*innen unterschiedlicher religiöser Bewegungen, von orthodox über Reform bis konservativ - jüdische Leute aller religiöser Ausrichtungen sind willkommen und können sich mit ihren Erfahrungen und Anliegen bei "Keshet Deutschland" einbringen.

Kontakt und weitere Infos unter:

www.facebook.com/keshetdeutschland

www.instagram.com/keshet_de

Sowie per E-Mail info@keshetdeutschland.de

Mehr zum Thema

"Der große Zwiespalt. Viele Homosexuelle glauben, sich zwischen Religion und Schwulsein entscheiden zu müssen". Ein Beitrag in der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung vom 01.10.2009
www.juedische-allgemeine.de

"Chuppa auch für Homo-Paare?"
Eine Pro und Contra Debatte in der Jüdischen Allgemeinen Wochenzeitung vom 04.06.2015
www.juedische-allgemeine.de

"Homosexualität", ein Beitrag zu der UNION PROGRESSIVER JUDEN IN DEUTSCHLAND
www.liberale-juden.de/das-liberale-judentum/leben/homosexualitat

"Juden und Homosexualität", ein Beitrag von Prof. Dr. Felice-Judith Ansohn auf haGalil
www.hagalil.com

Pessach-Haggada auf Deutsch mit traditionellen und alternativen Brachot für Lesben und Schwule
www.hagalil.com
Berlin 1999 / 5759, zusammengestellt von Prof. Dr. Felice-Judith Ansohn für die Gruppe Yachad Berlin

Yachad war ein Zusammenschluss von schwulen, lesbischen und transsexuellen Juden /Jüdinnen mit mehreren Regionalgruppen. Diese Gruppe ist seit ca. 2006 nicht mehr aktiv.
www.yachad.israel-live.de




Jüdisches Leben Beitrag vom 14.11.2018 Sharon Adler 





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