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AVIVA-BERLIN.de 2/20/5779 - Beitrag vom 11.10.2018

Gesellschaftliche Diversität und das Miteinander der Kulturen in den Mittelpunkt stellen. Am 8. Oktober 2018 wurde der Shimon-Peres-Preis zum zweiten Mal vergeben
AVIVA-Redaktion

Die diesjährige Auszeichnung geht an zwei deutsch-israelische Kooperationsprojekte, die herausragende Beispiele für den erfolgreichen Austausch junger Berufstätiger aus den beiden Ländern darstellen: Das Caravan Orchestra und die Macher*innen des Dokumentarfilms "Out of Place".



Der Shimon-Peres-Preis zeichnet im Andenken an den 2016 verstorbenen israelischen Staatspräsidenten und Nobelpreisträger Initiativen aus beiden Ländern aus, die zukunftsgerichtet an gemeinsamen gesellschaftlichen Herausforderungen arbeiten und sich dabei besonders für die deutsch-israelischen Beziehungen eingesetzt haben.

Der vom Auswärtigen Amt gestiftete Preis von insgesamt 20.000 Euro wurde in Kooperation mit dem Deutsch-Israelischen Zukunftsforum von Bundesaußenminister Heiko Maas in Anwesenheit der Familie Peres im Roten Rathaus zu Berlin verliehen.

Die Preisträger und Preisträgerinnen

In diesem Jahr wählte die Jury zwei deutsch-israelische Kulturprojekte aus, die sich über ihr spezifisches Themengebiet hinaus eingehend mit gesellschaftlichen Fragen beschäftigten:

Caravan Orchestra

Die Musik des Nahen Ostens und Europas hat gemeinsame Elemente und verbundene Wurzeln, die oftmals übersehen werden. Mit dem Caravan Orchestra brachten die Kooperationspartner other music e.V. aus Weimar und das Jewish-Arab Orchestra aus Haifa junge Musiker*innen aus beiden Ländern zusammen, um diese Wurzeln wieder sichtbar zu machen. Kulturelle Unterschiede wurden zur Quelle kreativen Potentials, anstatt Anlass für Abgrenzung und Konflikt zu sein.

Im Sommer 2017 erarbeiteten die Musiker*innen gemeinsam ein Konzertprogramm, das das musikalische Erbe der jüdischen, arabischen und deutschen Teilnehmenden integrierte und ihnen bei der Entwicklung einer eigenen musikalischen Sprache half. Die Musiker*innen setzten sich dabei mit der eigenen Identität ebenso auseinander wie mit der Kultur, Geschichte und Musik der anderen beteiligten Künstler*innen.

Das Caravan Orchestra, das auch in den kommenden Jahren seine Arbeit fortsetzen wird, stellte sich mit ausverkauften Konzerten in Haifa, Erfurt und Weimar einem begeisterten Publikum vor.

Out of Place

"Out of Place" ist der Name eines abendfüllenden Dokumentarfilms und des deutsch-israelischen Filminkubators, aus dem er hervorging. Entstanden aus der Zusammenarbeit des Gesher Mulitcultural Film Funds, Israel, und der Produktionsfirma One Two Films, Deutschland, vereint der Film zehn Kurz-Dokus, die eines gemeinsam haben: Sie geben Menschen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihres sozialen Status außerhalb stehen oder ausgegrenzt werden ein Gesicht und eine Stimme.

Die 20 beteiligten Filmemacher*innen, die von professionellen Mentor*innen aus Deutschland und Israel begleitet wurden, tauschten sich künstlerisch aus und trafen sich zur Vor- und Nachbearbeitung in Tel Aviv und Berlin. Im Mittelpunkt stand dabei immer die Frage, wie Integration in unseren Gesellschaften gelingen kann.

Gezeigt wurde "Out of Place" mit großem Erfolg beim DocAviv Filmfest in Israel und auf dem Jewish Film Festival Berlin-Brandenburg.

Jury wählt Projekte, die gesellschaftliche Vielfalt sichtbar machen

Die ausgezeichneten Projekte knüpfen mit ihren künstlerischen Ergebnissen an das Erbe von Shimon Peres an, indem sie gesellschaftliche Diversität und das Miteinander verschiedener Kulturen in den Mittelpunkt stellen. Durch die Medien Musik und Film machten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit für ein breites Publikum sichtbar.

Nadav Tamir, Director of International Policy and Government Affairs am Peres Center for Peace and Innovation und Vorsitzender der Jury, sagte: "Wir haben diese beiden wundervollen Projekte ausgesucht, weil sie all das repräsentieren, was der Preis aussagen soll. Es handelt sich um gemeinsame Initiativen junger Deutscher und Israelis, die die Welt verbessern wollen, indem sie Kultur als Brücke zwischen den Ländern und innerhalb der Länder einsetzen. Sie fördern Inklusion und den Respekt für andere Kulturen auf eine innovative Art und Weise. Das ist so wichtig für die Zukunft der Menschenheit."


Weitere Informationen: www.dizf.de

Weitere Informationen zu den Preisträger*innen und deren Projekten:

caravanorchestra.eu

out-of-place.org

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Shimon-Peres-Preis am 10. Oktober 2017 erstmalig verliehen
In Anwesenheit der Familie Peres wurden im Jüdischen Museum Berlin mit dem Shimon-Peres-Preis zwei deutsch-israelische Kooperationsprojekte ausgezeichnet, die herausragende Beispiele für den erfolgreichen Austausch junger Fach- und Führungskräfte aus den beiden Ländern darstellen und sich um die Ausgestaltung der deutsch-israelischen Beziehungen besonders verdient gemacht haben: Microfy, Israel & Migration Hub, Deutschland, und Yasmeen Godder Company, Israel & Monica Gillette, Deutschland



Quelle: Pressemitteilung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum, 05.10.18

Jüdisches Leben Beitrag vom 11.10.2018 AVIVA-Redaktion 





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