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AVIVA-BERLIN.de im September 2018 - Beitrag vom 02.09.2018

SPRING #15: ARBEIT - die 15. Ausgabe des Magazins für Illustration ist im September 2018 erschienen
Bärbel Gerdes

In der diesjährigen Ausgabe des Illustrationsmagazins SPRING geht es um das Thema Arbeit, um die Last und die Lust daran, um das Geld und die Geschlechterdifferenz. 13 Zeichnerinnen nähern sich dem auf sehr unterschiedliche Weise an – mal sehr persönlich, mal sehr naturnah und oft sehr kritisch.



Das SPRING-Kollektiv, jene Künstlerinnengruppe, gründete sich 2004 in Hamburg und brachte im selben Jahr den ersten Band heraus. Mehr als 40 Künstlerinnen aus Hamburg, Berlin, Köln und New York haben bisher daran mitgearbeitet. Einmal jährlich werden die unterschiedlichsten Arbeiten aus Comic, Illustration und freier Zeichnung zu einer Themenstellung gebündelt und heraus kommt ein spannendes Buch, das Lust macht auf mehr von den Künstlerinnen. Von Anfang an bestand das Kollektiv ausschließlich aus Frauen und hat sich zu einem wichtigen Netzwerk deutscher Zeichnerinnen entwickelt. Der Großteil der Gruppe lebt in Hamburg. SPRING ist nicht-kommerziell und selbstverwaltet.

Das SPRING Magazin begann 2004 mit den Neugier und Schaudern erweckenden Nachstellungen. In Special Places untersuchten die Künstlerinnen besondere Orte und weiße Flecken, glitten hinüber von Verbrechen zu Wunder, befassten sich in ABC of Tragedy mit Schicksalsschlägen und machten 2016 auf die verheerende Situation indischer Frauen aufmerksam, von der alle wissen, von der aber kaum eine/r spricht. Der treffende Titel The Elephant in The Room, also jenes "Tier", das gut sichtbar im Zimmer steht, aber absichtlich ignoriert wird.

Ein nicht enden wollendes Thema – Frauen und Arbeit

In diesem Jahr, 2018, also Arbeit. Die Illustratorin und Graphikerin Carolin Löbbert schafft erst einmal Fakten. Formatausfüllende Abbildungen auf der einen und eine typografisch anklagende Schrift auf der anderen Seite stellen die Ungerechtigkeiten in der Arbeitswelt bloß: so muss eine indische Textilarbeiterin zehn Monate arbeiten, um sich auf dem deutschen Markt einen Wintermantel kaufen zu können – ein Durchschnittsverdiener in Deutschland kann mit seinem Monatsgehalt ca. 30 Mäntel erwerben.
Während ein Profifußballer mit einem VW Golf, den er sich für seinen Tageslohn gekauft hat, steil hinauffährt, sitzt auf der Abbildung im Fond eine Hebamme, die genau 850 Tage schuften muss, um sich dieses Auto leisten zu können.

Ganz anders nähert sich Romy Blümel dem Sujet "Arbeit". In ihrem Beitrag Töten/Killing zeigt sie in Rot und Schwarz die zärtliche Liebe einer Arbeiterin zu ihrer Katze – und den blutigen Alltag ihres Jobs, den sie routiniert und wie am Fließband hinter sich bringt.

Die Illustratorin und Comic-Zeichnerin Birgit Weye wiederum kämpft - "frei nach einem Essay von Virginia Woolf" - um ein eigenes Arbeitszimmer und um die Anerkennung ihrer Tätigkeit. Frauen, die malen, drücken sich vor der Arbeit steht auf einer Postkarte, die sie zugeschickt bekam. "Sie sind Illustratorin? Wie nett, dann ist also Ihr Hobby Ihr Beruf." stellt eine Gästin auf einer Hochzeitsfeier fest.

Kein Wunder, dass es dann zum Burnout kommen kann, wie ihn Larissa Bertonasco ergreifend realistisch be-zeichnet.

Comics mit und ohne Text wechseln sich ab mit großformatigen Zeichnungen. Jede Beitragende prägt das Buch mit ihrem individuellen Stil.

SPRING #15 ist ein unglaublich vielfältiges und humoriges Buch. Wir verfolgen das Arbeitsleben einer Biene (Nina Pagalies) mit der gleichen Neugier und Spannung wie das Leben eines Mädchens, das sehr faul ist und nicht arbeiten möchte (Katrin Stangl). Mokis erschöpfter, in verschwommenem Rosa gehaltener Tellerwäscher ist nicht weniger gestresst als Doris Freigofas nicht nur gezeichnete, sondern auch in Haikus abgefasste Teilzeitmutter. Und manchmal nerven auch die eigensinnigen Wesen, die die Künstlerin ins illustrierte Leben gezeichnet hat – und denen kurzerhand die Demoplakate ausgestrichen werden.

AVIVA-Tipp: Ob Kommunikationstraining, Büroalltag, die Mauer zwischen arm und reich - wieder hat die Gruppe SPRING einen tollen, unterhaltsamen, politischen und aufregenden Band ihres Magazins herausgegeben. Die Künstlerinnen mit ihren vielfältigen Stilen und unterschiedlichen Ideen inspirieren, auch die weiteren Arbeiten kennenlernen zu wollen.

Zeichnerinnen 2018 / Artists 2018

Mit Beiträgen von:

Jul Gordon www.juliagordon.de

Friederike Hantel www.friederikehantel.de

Romy Blümel www.romybluemel.de

Nina Pagalies www.pagalies.com

Larissa Bertonasco www.bertonasco.de

moki www.mioke.de

Stephanie Wunderlich www.wunderlich-illustration.de

Paula Partzsch www.fifigrafik.de

Carolin Löbbert www.carolinloebbert.de

Birgit Weyhe www.birgit-weyhe.de

Katharina Gschwendtner www.gschwendtner.info

Katrin Stangl www.katrinstangl.de

Doris Freigofas www.golden-cosmos.com

Über SPRING:
Jedes Jahr im Sommer seit 2004 erscheint ein neuer Band der Anthologie, der die unterschiedlichsten Arbeiten aus den Bereichen Comic, Illustration und freier Zeichnung zu jeweils einem Thema bündelt. Die Gruppe besteht seit Beginn ausschließlich aus Frauen, darunter Larissa Bertonasco, Line Hoven, Stephanie Wunderlich, Moki und Katharina Gschwendtner, und ist mittlerweile ein solides und wichtiges Netzwerk für Zeichnerinnen in Deutschland.
Mehr Infos unter: springmagazin.de

SPRING #15
Arbeit

Mairisch Verlag, erscheint am 3. September 2018
Zweifarbiger Innenteil, 228 Seiten
Deutsch mit englischen Untertiteln
ISBN 978-3-938539-50-7
20,00 Euro
Mehr zu SPRING #15: www.mairisch.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

SPRING#14 - YO FUTURE
Das Illustrationsmagazin SPRING goes number 14! Yo future! Die nicht-kommerzielle und selbstverwaltete gleichnamige Künstlerinnengruppe widmet sich in dieser Ausgabe mit 16 bunten Beiträgen den Themen Umwelt, Mensch, Politik und Gesellschaft und appelliert an unser Gewissen. (2017)

Spring No. Six
SPRING hat wieder zugeschlagen. Zum sechsten Mal erscheint das Comicmagazin, in der aktuellen Ausgabe zum Thema "Verbrechen", mit 12 kriminellen Comic und Bildgeschichten von Frauen. (2009)
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Literatur > Graphic Novels Beitrag vom 02.09.2018 Bärbel Gerdes 





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