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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2019 - Beitrag vom 01.02.2019


Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin melden sich zu Wort. Ausstellung zu 100 Jahre Frauenwahlrecht vom 20. Februar bis 24. März 2019 im WILLY-BRANDT-HAUS
AVIVA-Redaktion

"STIMMEN!" Malerei, Zeichnung, Collage, Fotografie und Installation: 17 Künstlerinnen des Netzwerks Frauenmuseum Berlin setzen sich in dieser Ausstellung zum Teil explizit, zum Teil erst auf den zweiten Blick zu erkennen – mit Frauenrechten auseinander.



1919, genauer: am 19. Februar 1919, hielt Marie Juchacz als erste Frau eine Rede in der Nationalversammlung und war damit die erste Frau überhaupt, die im deutschen Parlament sprach.

Das aktive und passive Wahlrecht für Frauen war erst kurz zuvor, mit Beginn der Weimarer Republik, eingeführt worden. In ihrer Rede stellte die später von den Nazis in die Emigration gezwungene Sozialdemokratin Marie Juchacz klar, dass sie sich nicht für etwas bedanken habe, was schlicht ihr Recht sei: die gleiche Mitsprache im (politischen) Leben zu haben wie jeder Mann. Offen kritisierte sie das Unrecht, die Hälfte der Bevölkerung von der politischen Teilhabe auszuschließen. Überliefert ist: "Meine Herren und Damen! Es ist das erste Mal, dass in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen kann […]. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: Sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."

Dazu die Künstlerinnen des Frauenmuseums Berlin: "2019 wollen wir uns durchaus bedanken: Bei den mutigen Frauen, die Wegbereiterinnen für die Teil-habe in der Gesellschaft waren. Ohne sie hätten Frauen vieles nicht studieren und – als verheiratete Frauen - keiner Tätigkeit nachgehen dürfen, ohne den Ehemann um Erlaubnis zu bitten."

Im Grundgesetz sind nach Art. 3 Abs. 2, "Männer und Frauen gleichberechtigt". Doch noch immer ist die patriarchale Gesellschaft, in der wir alle sozialisiert sind, nicht überwunden. Dass 2018 Frauen 21% weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen, und dass in der Kunst Männer mehr Ausstellungen haben und Preise gewinnen, obwohl Frauen seit Jahren die Mehrheit an den Kunsthochschulen stellen, spiegelt das Problem.

17 Künstlerinnen des Netzwerks Frauenmuseum Berlin setzen sich in dieser Ausstellung zum Teil explizit, zum Teil erst auf den zweiten Blick zu erkennen – mit Frauenrechten auseinander. Alle Arbeiten sind eigens für die Ausstellung entstanden, jede Künstlerin arbeitete im ihr entsprechenden Medium: Malerei, Zeichnung, Collage, Fotografie und Installation sind vertreten, und auch inhaltlich ist das Spektrum breit. Autobiografisch motivierte Werke stehen neben Dialogen mit historischen Persönlichkeiten, symbolhafte Umsetzungen und Installationen werden durch partizipative Projekte ergänzt.

Beteiligte Künstlerinnen: Caroline Armand • Anna Borgman • Judith Brunner • Ina Geißler • Andrea Golla • Andrea Hartinger • Susanne Kienbaum • Hye Young Kim • Rachel Kohn • Uschi Niehaus • Zuzanna Schmukalla • Annette Selle • Beate Selzer • Anja Sonnenburg • Marianne Stoll • Regina Weiss • Sibylla Weisweiler

STIMMEN! 100 Jahre Frauenwahlrecht
Ausstellung vom 20. Februar bis 24. März 2019
Eröffnung:
Dienstag, 19.02.2019, 19.00 Uhr
Begrüßung: Gisela Kayser Geschäftsführerin und künstlerische Leitung
Eröffnung: Andrea Nahles SPD Parteivorsitzende
Einführende Worte: Julie August Kuratorin
Im Anschluss an die Eröffnung wird um 21.00 Uhr der Film "Die Hälfte der Welt gehört uns" (Ein Film von Annette Baumeister, Produktion gebrüder beetz) gezeigt.
Veranstaltungsort: WILLY-BRANDT-HAUS Stresemannstr. 28 10963 Berlin (U-Bhf. Hallesches Tor)
Dienstag bis Sonntag 12 bis 18 Uhr | Eintritt frei | Ausweis erforderlich

Mehr Informationen unter: www.frauenmuseumberlin.de und fkwbh.de




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