Politisches von September - November 2017. Fortlaufend und tagesaktuell
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AVIVA-BERLIN.de im September 2017 - Beitrag vom 23.09.2017

Politisches von September - November 2017
AVIVA-Redaktion

In diesem AVIVA-Berlin-Veranstaltungskalender finden Sie einen Überblick über Tagungen, Fortbildungen, Stammtische, Workshops, Netzwerktreffen, Filmvorführungen, Ausstellungen oder Theaterstücke



Liebe LeserInnen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - Sie finden die Termine chronologisch nach dem Beginndatum geordnet, bitte scrollen Sie sich daher am besten immer durch diesen Kalender, um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
Ihre AVIVA-Berlinerinnen


  • 29. Juli bis 29. Oktober 2017
    Regina Schmeken. Blutiger Boden. Die Tatorte des NSU
    Mit ihrer Serie gedenkt die mehrfach international ausgezeichnete Fotografin den vom NSU Ermordeten und setzt sich mit jenen Orten, die auf den ersten Blick keinerlei Spuren einer Gewalttat aufweisen, auseinander. Zwischen 2013 und 2016 besuchte sie mehrmals die Tatorte. Es entstand ein Zyklus großformatiger Schwarzweiß-Fotografien, die verstörend wirken.
    Zehn von Rechtsradikalen getötete Menschen zwischen 2000 und 2007 – in Dortmund, Hamburg, Heilbronn, Kassel, Köln, München, Nürnberg, Rostock. Die Ermordeten, acht türkischer, einer griechischer Herkunft und eine deutscher Herkunft wurden auf dem Boden liegend gefunden, brutal hingerichtet von rechtsradikalen Terroristen. Das erste Opfer, der Blumenhändler Enver Şimşek, wurde am 9. September 2000 in Nürnberg ermordet, das letzte Opfer, die Polizistin Michèle Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn. Bei einem Nagelbomben-Attentat in Köln wurden 22 Menschen verletzt, vier davon schwer. Der Prozess am Oberlandesgericht in München gegen Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben sowie weitere fünf mutmaßlich Beteiligte begann 2013, das Urteil steht noch aus, ebenso die restlose Aufklärung der Taten.
    Die Ausstellung richtet sich gegen das Vergessen und fordert zum Nachdenken über das Geschehene und das künftige Zusammenleben auf.
    Eintrittspreise: € 4 / ermäßigt € 3. Gruppen (ab 5 Personen) p. P. € 3. Schüler_innengruppen p. P. € 1. Eintritt frei bis 16 Jahre
    Veranstaltungsort: Martin-Gropius-Bau Berlin
    Niederkirchnerstraße 7
    10963 Berlin
    Öffnungszeiten
    Mi bis Mo 10:00–19:00, Di geschlossen. Sonderöffnung: Di 3. Oktober 2017 von 10:00–19:00 geöffnet
    Weitere Informationen zur Ausstellung unter: www.berlinerfestspiele.de
    www.regina-schmeken.com

  • Donnerstag, 21. September 2017, 19.00 Uhr, Donnerstag, 28. September 2017, 19.00 Uhr
    Jeden Donnerstag.

    Lesbennetzwerk in Schöneberg
    Offener Stammtisch
    Veranstaltungsort: BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V.
    exklusiv für Frauen
    Potsdamer Str. 139
    10783 Berlin-Schöneberg
    U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr., U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 187, M19 Haltestelle: U Bülowstr.
    Telefon: 030 / 215 14 14, Email: kultur@begine.de
    www.begine.de

  • Mittwoch, 27. September 2017, 18:30 Uhr
    BERLINER FRAUEN*SALON: "Intersektionalität - Behinderung Inklusiv" - Reihe zu Intersektionalität in Kooperation mit Frieda Frauenzentrum, S.U.S.I., EWA & RuT
    Überlappungen von verschiedenen Kategorien, wie Geschlecht, Klasse, Rassismus werden seit vielen Jahren besprochen. Auf der Veranstaltung soll gefragt werden, wie die Kategorie "Behinderungen" in diesen Debatten betrachtet wird. Was heißt "inklusiv" eigentlich und ist "Inklusion" nicht ohnehin ein Konzept, das viele Kategorien gleichzeitig beachtet? Warum ist es so schwer, für ein Eintreten für Menschen mit Behinderung zu mobilisieren?
    Es diskutieren Judy Gummich (Wissenschaftlerin und Mitbegründerin von ADEFRA), Ulrike Pohl (Referentin für Menschen mit Behinderung, DPW), sowie eine Aktivist*in des Mad Tresens.
    Moderation: Swantje Köbsell (Professorin der Alice-Salomon-Hochschule). Die Veranstaltung findet mit Gebärdensprachdolmetschung statt. Eine Kooperation der Projekte des Berliner Frauensalons mit der Heinrich-Böll-Stiftung
    Veranstaltungsort: Rad und Tat – Offene Initiative Lesbischer Frauen e.V.
    Schillerpromenade 1
    12049 Berlin
    Telefon: 030 - 280 61 85, Email: kontakt@frauenkreise-berlin.de
    www.frauenkreise-berlin.de/uebersicht.php
    www.rut-berlin.de

  • Mittwoch, 27. September 2017, jeweils 18:30-20:30 Uhr
    Wie wir Differenz leben
    Ein interaktiver Lesekreis zum Differenzfeminismus des Mailänder Frauenbuchladens

    Mit ausgewählten Texten der Philosophinnengruppe DIOTIMA, aus dem Umfeld des Mailänder Frauenbuchladens werden wir uns mit dem grundlegenden Thema - Gleichheit und Differenz - vertraut machen. Wobei damit nicht die allgemeine Abgrenzung zu Männern gemeint ist. Vielmehr steht die Bedeutung der Wahrnehmung, Wertschätzung und Eigenheiten von Frauen im Fokus.
    Der Workshop entstand als Fortsetzung der letztjährigen Summerschool mit dem Titel ´Differenzen zwischen Frauen – erkennen, annehmen und feiern´. Wir wollen an den drei Abenden neben dem theoretischen Lesestoff, Methoden der feministischen Bewegungsarbeit nutzen, um die Theorie und Philosophie in die Praxis zu holen. So wird ein neuer Rahmen geschaffen, zum Verstehen, Ausprobieren und nicht nur mit dem Kopf zu denken, sondern Er-leben.
    Der Workshop möchte anregen, Unterschiede hervorzuheben und selbstverständlicher zu vertreten, Differenzen zu leben und Mut zum Streiten zu geben. Als roten Faden nutzen wir dazu die Schlüsselbegriffe: Rechte, (weibliche) Freiheit, Begehren, Autorität, Macht oder die symbolische Ordnung der Mutter.
    Vorkenntnisse aus dem Differenzfeminismus sind erwünscht aber nicht zwingend.
    Die Lesereihe baut aufeinander auf, daher bitten die Veranstalterinnen als Voraussetzung um die Teilnahme an allen Abenden und die eigenständige Lektüre der vereinbarten Texte im Vorfeld.
    Max. 13 Teilnehmerinnen
    Seminarleitung: Grit Leutzsch
    Grit Leutzsch arbeitete schon als Jugendliche im bildungspolitischen Umfeld mit Schwerpunkt Rassismus und Gender. Sie ist Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung, Tanz- und Bewegungspädagogin und Shiatsu-Praktikerin. Wichtig ist ihr die Arbeit zur selbstbestimmten Partizipation zur Welt, die sie mit feministischen Bewegungsansätzen verbindet.
    Die Veranstaltungen werden mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin realisiert. Veranstalter: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
    Berlin
    Weitere Infos + Anmeldung unter: www.bildungswerk-boell.de

  • Donnerstag, 28. September 2017, 19 Uhr
    Religion und Frauen in Israel und Palästina: Eindrücke von einer Reise
    Bei einer Konferenzreise nach Jerusalem konnte die Referentin zu schwierigen Themen recherchieren: konservative, religiöse Bewegungen aus drei Glaubensrichtungen, dem Christentum, Judentum und Islam, verbunden mit dem Thema Gender. Zur Sprache kamen auch die deutsch-israelische und die Geschichte des Nahen Ostens. Ihre Reise führte in verschiedene Landesteile Israels und die besetzten Gebiete.
    Mit Dr. Andrea Althoff, Religions- und Migrationssoziologin
    Von Frauen für Frauen. Kein Eintritt.
    Veranstaltungsort: Ökumenisches Frauenzentrum Evas Arche e.V.
    Große Hamburger Straße 28
    10115 Berlin
    Weitere Infos und das Programm finden Sie unter:
    Telefon: 030-282 74 35, Email: info@evas-arche.de
    www.evas-arche.de

  • Sonntag, 01. Oktober 2017, 13-17 Uhr
    FemCity - Das ist unsere Stadt!
    Wie steht es um Plätze für Frauen, Sichtbarkeit von Frauen, politische Beteiligung und die Eroberung der Nacht - hier in Berlin und in jeder anderen Stadt? Das wollen wir in diesem Workshop diskutieren und uns anschließend in der kreativen Aneignung von Stadt selbst ausprobieren. Wir entwerfen eigene und gemeinsame feministische Slogans und verewigen diese in einer gemeinsamen (legalen) Graffiti-Aktion.
    Bei diesem Workshop wird es rasant und bunt zugehen. Es wird analysiert, debattiert, erarbeitet und gesprüht werden.
    Nach Fragen wie es um Plätze für und von Frauen in unserer Stadt steht, nach der Diskussion um Sichtbarkeit von Frauen und der politischen Beteiligung werden im Workshop Meinungen oder auch Forderungen formuliert. Frauen gestalten die Stadt, sie erobern die Nacht ohne Angst und mit Fröhlichkeit. Der politische Gestaltungswille wird dann sichtbar, wenn es an das Entwerfen demokratischer, feministischer Slogans geht - frei nach dem Motto "ich sprüh´s an jede Wand, ..." (an einer freigegebenen Stelle sollen sich kluge Statements aus der Hand der Teilnehmerinnen* zeigen.)
    Der Workshop ist ausschließlich für Frauen*.
    Referentinnen: Cornelia Fleck & Tanja Berger (feministisch bewegte politische Bildungsreferent*innen)
    Veranstaltungsort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
    Sebastianstraße 21
    10179 Berlin
    Anmeldung unter: www.bildungswerk-boell.de
    Realisiert aus Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
    Telefon: 030 308 779 482

  • Donnerstag, 12. Oktober 2017, 18.30 Uhr
    Feminismus wagen!
    Feministische Partei Die Frauen - Offener Stammtisch
    Jeden 2. Do im Monat
    Veranstaltungsort: BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V.
    exklusiv für Frauen
    Potsdamer Str. 139
    10783 Berlin-Schöneberg
    U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr., U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 187, M19 Haltestelle: U Bülowstr.
    Telefon: 030 / 215 14 14, Email: kultur@begine.de
    www.begine.de

  • Donnerstag, 12. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.00 Uhr, Donnerstag, 26. Oktober 2017, 19.00 Uhr
    Jeden Donnerstag

    Lesbennetzwerk in Schöneberg
    Offener Stammtisch
    Veranstaltungsort: BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V.
    exklusiv für Frauen
    Potsdamer Str. 139
    10783 Berlin-Schöneberg
    U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr., U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 187, M19 Haltestelle: U Bülowstr.
    Telefon: 030 / 215 14 14, Email: kultur@begine.de
    www.begine.de

  • Donnerstag, 19. Oktober 2017, 19.30 Uhr
    Frauenwohnprojekte zwischen Euphorie und Ernüchterung
    Lesung und Diskussion

    Gemeinsam wohnen ist in. Die Konzepte der Wohngruppen und lobende Medienberichte lassen von dieser Lebensform schwärmen. Doch was wird im gelebten Wohnalltag aus all den guten Vorsätzen? Ruth Becker und Eveline Linke sind dem Alltag in neun Frauenwohnprojekten nachgegangen. Bei ihrer anonymen Befragung von vierzig Frauen kam allerlei "Unerhörtes" zur Sprache, so unter anderem die speziellen Dynamiken im Zusammenwohnen von Lesben und Heteras, in denen sich die individuellen Umgangs¬weisen der Bewohnerinnen mit den gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen überkreuzen. Die Autorinnen geben – selbst projekterfahren – Einblicke in Widersprüche, die sich zwischen Hoffnungen und Erwartungen einerseits und schleichender Überforderung oder erschlagenden Ansprüchen andererseits erheben und hoffen so, Beteiligten und Interessierten Umwege zu ersparen, ohne die Verve der Visionärinnen zu bremsen.
    Veranstaltungsort: BEGiNE - Treffpunkt und Kultur für Frauen e.V.
    exklusiv für Frauen
    Potsdamer Str. 139
    10783 Berlin-Schöneberg
    U2 Bülowstr., U1 Kurfürstenstr., U7 Kleistpark, Bus M48, M85, 187, M19 Haltestelle: U Bülowstr.
    www.begine.de
    www.frauenwohnprojekte.de

  • Sonntag, 05. November 2017, 11.00 Uhr
    Buchvorstellung und Gespräch
    Beate Niemann: "Ich lasse das Vergessen nicht zu"

    Beate Niemann hat in dem Buch "Ich lasse das Vergessen nicht zu" (Lichtig Verlag, 2017) das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täter_innenschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent?
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Nea Weissberg, Jürgen Müller-Hohagen. Beidseits von Auschwitz Identitäten in Deutschland nach 1945. Dreißig Beiträge und Schlussgedanken von Halina Birenbaum
    Veranstaltungsort: Haus der Wannsee-Konferenz
    Am Großen Wannsee 56 - 58
    14109 Berlin
    Der Eintritt ist frei.
    Anmeldung per E-Mail erbeten
    Email: office@ghwk.de
    www.ghwk.de
    www.lichtig-verlag.de

  • Samstag, 11. November 2017 von 10 – 16 Uhr
    Gelassen kontern. Was tun bei sprachlichen Angriffen, Übergriffen, "blöden" Bemerkungen und/oder anderen diskriminierenden "Fouls"?
    Ob wir etwas als persönlichen Angriff oder "rein sachlich" verstehen, gehört zum Repertoire unserer Reaktionsmöglichkeiten. Dazu und zum Umgang mit alltäglichen Grenzüberschreitungen im beruflichen und privaten Alltag werden wir im Workshop Strategien entwickeln und unser Augenmerk dabei gezielt auf Körpersprache, Stimme und Wortwahl richten.
    Neben Basisinputs, praktischen Übungen und der Chance auf konstruktives Feedback, wird genügend Raum zur Reflexion darüber sein, wie wir uns im Alltag schützen können.
    Gitta Stieber, Dipl.-Politologin, Kommunikationstrainerin
    Veranstaltungsort: Raupe und Schmetterling – Frauen in der Lebensmitte e.V.
    Pariser Straße 3
    10719 Berlin-Wilmersdorf
    Weitere Infos und das Programm finden Sie unter:
    Telefon: 030-889 22 60, Email: mail@raupeundschmetterling.de
    www.raupeundschmetterling.de

  • Donnerstag, 23. November 2017, 19 Uhr
    Welcome-Baby-Bags:
    Informationsveranstaltung zum Projekt für geflüchtete Mütter

    Seit Sommer 2016 ist das Projekt "Welcome Baby Bags" in Evas Arche ansässig. Es versorgt schwangere geflüchtete Frauen bzw. Mütter und deren Neugeborene mit einer ersten Grundausstattung. Evas Arche möchte den Frauen das Gefühl geben, dass sie und ihr Nachwuchs willkommen sind.
    Mit Welcome-Baby-Bags stattet Evas Arche seit Juni 2016 bedürftige geflüchtete Mütter und ihre Neugeborenen mit dem dringlichen Bedarf für die Tage nach der Entbindung aus. Das Projekt ist stark gewachsen. Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die Projektentwicklung, in die Herausforderungen für die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und die damit verbundene Freude.
    Alle Interessierten sind eingeladen.
    Mit dem "Welcome-Baby-Bags"-Team und einer Kooperationspartnerin (angefragt)
    Von Frauen für Frauen. Kein Eintritt.
    Veranstaltungsort: Ökumenisches Frauenzentrum Evas Arche e.V.
    Große Hamburger Straße 28
    10115 Berlin
    Weitere Infos und das Programm finden Sie unter:
    Telefon: 030-282 74 35, Email: info@evas-arche.de
    www.evas-arche.de
    www.facebook.com/evas.arche

  • Samstag, 25. November 2017, 11-17 Uhr
    Wo bleibt die Sorge? Für eine (Re-)Politisierung der Sorge-Arbeit
    Workshop für Frauen

    Seit Jahrzehnten problematisieren Feministinnen theoretisch wie praktisch den gesellschaftlichen Status von Sorge-Arbeit. Obwohl diese Arbeit für das (Über-)Leben der Einzelnen sowie der Gesellschaft im Gesamten unabdingbar ist, hat diese Arbeit nach wie vor eine enorm unsichtbare und deregulierte Existenz. Wie kommt es dazu, dass Sorge-Arbeit einen so problematischen gesellschaftlichen Stellenwert hat? Sind dafür allein normative Vorstellungen und Leitbilder über Sorge, Haushalt, Familie, Frauen und/oder Geschlecht verantwortlich? Oder müssen wir diese Entwertung vielmehr mit der Struktur der Produktions- und Geschlechterverhältnisse in Zusammenhang bringen?
    Neben der Diskussion dieser Fragen, die den sozio-ökonomischen Status der Sorge-Arbeit betreffen, wird der Workshop die Möglichkeit eröffnen, ausgehend von den eigenen biographischen Lebenserfahrungen die Perspektive auf den Bereich der Sorge zu erweitern sowie eine Verknüpfung herzustellen zwischen gesellschaftlicher Struktur und individueller Lebensgestaltung. Letztlich wollen wir in dem Workshop der Frage nachgehen, wie eine (Re-)Politisierung der Sorge-Arbeit aussehen könnte, die ´gute´ Sorge-Bedingungen für alle Beteiligte ermöglichen könnte.
    Seminarleitung: Anna Hartmann (Diplom Sozialwissenschaftlerin)
    Dies ist eine Veranstaltung des Bildungswerks Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung (Arbeitskreis Frauenpolitische Bildung).
    Sie wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.
    Veranstaltungsort: Bildungswerk Berlin der Heinrich-Böll-Stiftung
    Sebastianstraße 21
    10179 Berlin
    Der Workshop ist kostenfrei. Er ist teilnahmebegrenzt auf 15 Frauen. Die Veranstalterinnen bitten deshalb nur um wirklich verbindliche Anmeldungen.
    Um Anmeldung per eMail an Birgit Guth wird gebeten
    Telefon: 030 - 308 779 482, Email: guth@bildungswerk-boell.de
    www.bildungswerk-boell.de

    Fortlaufend:

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  • Veranstaltungen in Berlin > Politisches Beitrag vom 23.09.2017 AVIVA-Redaktion 

       




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