Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2017 unter dem Titel #AntisemitismusHeute - Aviva-Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de
Aviva-Berlin .
.
P
R
.
.

amadeu-antonio-stiftung Finanzkontor Regina Schmeken. Blutiger Boden
Aviva-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   Jüdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2017




Happy Birthday AVIVA




Gleichstellung weiter denken. Ein Leitbild für das Land Berlin

Gleichstellung weiter denken
Mehr Infos unter:
www.gleichstellung-weiter-
denken.de



<< Kleine Suche
Nutzen Sie gern unsere Suche in größerer Schrift!

TIPP: über den Zurück-Button Ihres Browsers kommen Sie erneut zur Suche.




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 06.11.2017

Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus 2017 unter dem Titel #AntisemitismusHeute
AVIVA-Redaktion

Mit den bundesweiten Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus vereinen die Amadeu Antonio Stiftung und das Anne Frank Zentrum bundesweit über 100 Veranstaltungen lokaler Initiativen, die über Antisemitismus aufklären und Gegenstrategien vermitteln. Die deutschlandweit größte Aktion gegen Antisemitismus findet rund um den 9. November 2017 statt.



In der U-Bahn werden Menschen verprügelt, weil vermutet wird, sie seien jüdisch. Eine neugebaute Synagoge wird durch Vandalismus beschädigt und ein deutschlandweit bekannter Politiker einer demokratisch gewählten Partei hält eine antisemitische Rede. Nur drei von hunderten antisemitischer Vorfälle und Straftaten, die nicht etwa aus dem Geschichtsbuch stammen, sondern täglich geschehen. Die diesjährigen Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus der Amadeu Antonio Stiftung in Kooperation mit dem Anne Frank Zentrum sind also dringlicher denn je – in diesem Jahr bereits zum 15. Mal!

Unter dem Titel #AntisemitismusHeute widmen sich mehr als 100 Veranstaltungen bundesweit Themen von Antisemitismus im Hip-Hop über israelbezogenen Antisemitismus bis hin zur antisemitismuskritischen Bildung in der Migrationsgesellschaft. Die Bandbreite ist groß: vom Zeitzeug_innen-Gesprächen in Schwerin, über Workshops zur Prävention von Antisemitismus in Dortmund bis zu der "Youth against antisemitism" aus Esslingen am Neckar, die ein ganzes Abendprogramm mit abschließendem Konzert organisieren. Mit vier regionalen Netzwerktreffen wird Raum für Erfahrungsaustausch der Akteure in der Arbeit gegen Antisemitismus geschaffen. An öffentlichen Gebäuden in mehreren Städten wird die "Chronik antisemitischer Straftaten und Vorfälle" der Amadeu Antonio Stiftung projiziert, um Licht in das Dunkelfeld antisemitischer Delikte zu bringen.

Auch beim Fußball ist Antisemitismus seit dem Aufstieg RB Leipzigs in die Bundesliga ein breit diskutiertes Thema. Fliegende Pflastersteine und Schwerverletzte, wie nach dem Spiel von RB Leipzig bei Borussia Dortmund im Winter diesen Jahres wiesen auf ein Problem, auf das die Fußballfans gegen Antisemitismus schon länger aufmerksam machen. Im Rahmen der Aktionswochen werden die aktiven Fußballfans so auch u.a. einen Vortrag zur weit verbreiteten Feindschaft gegenüber RB Leipzig in Bremen organisieren und erklären, was diese mit Antisemitismus zu tun hat.

Linker Antisemitismus? Für die meisten klingt das nach wie vor, wie ein Widerspruch in sich. Dass es indes auch in der politischen Linken einen weit verbreiteten Antisemitismus gibt, wird Gegenstand des Vortrags von David Hirsh am 14. November in den Räumlichkeiten der Amadeu Antonio Stiftung sein. In seinem kürzlich erschienen Buch "Contemporary Left Antisemitism" setzt sich der britische Soziologe u.a. mit Antisemitismus in der Labour Party oder der selbsterklärten antizionistischen BDS-Bewegung auseinander.

Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, ist froh über die Unterstützung in der Bekämpfung von Antisemitismus durch die Aktionswochen: "Es ist zu begrüßen, dass bei den Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus die jüdische Perspektive sichtbar wird und die jüdischen Gemeinden einbezogen sind. Gerade in Zeiten eines deutlichen Rechtsrucks ist es Aufgabe aller Demokraten, sich gemeinsam entschieden gegen jede Form von Antisemitismus zu engagieren."

Die Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus wollen jeden und jede dazu ermutigen, Haltung gegen Antisemitismus und Gesicht für eine offene und tolerante Gesellschaft zu zeigen.

Den laufend aktualisierten Veranstaltungskalender finden Sie unter:

www.amadeu-antonio-stiftung.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Heidi Benneckenstein - Ein Deutsches Mädchen. Mein Leben in einer deutschen Neonazi-Familie. Berliner Buchpremiere am 29.11.2017 im Admiralspalast
Heidi war Nazi. Zu hundert Prozent. Mit ihrer Lebensgeschichte eines im Rechten Hass-Milieu aufgewachsenen Mädchens hat Heidi Benneckenstein nach ihrem Ausstieg ein selbstreflektiertes Zeitzeugnis zur Nazi-Ideologie in Deutschland geschaffen. Ihr Buch gibt eine detaillierte Einsicht in die Struktur einer Szene, deren Ziel es ist, ihrer Jugend rechtsextremes Gedankengut zu indoktrinieren. (2017)

Zahl gemeldeter antisemitischer Vorfälle in Berlin bleibt hoch
Im Jahr 2016 erfasste die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) 470 antisemitische Vorfälle in Berlin. Die Zahl der registrierten Vorfälle ist damit gegenüber dem Vorjahr (2015: 405 Fälle) um 16 % angestiegen. Die Zahl der von Antisemitismus Betroffenen hat sich gegenüber dem Vorjahr verdoppelt. (2016)

Public Affairs Beitrag vom 06.11.2017 AVIVA-Redaktion 

   




   © AVIVA-Berlin 2017  
zum Seitenanfang suche sitemap impressum home Seite weiterempfehlenSeite drucken