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AVIVA-BERLIN.de im November 2017 - Beitrag vom 05.03.2017

Andrea Motis - Emotional Dance
Silvy Pommerenke

Die gerade einmal 21-jährige Spanierin sollte die Hörerin nicht durch ihr kindliches Aussehen täuschen, denn sie gilt als Ausnahmetalent und ist schon seit Jahren im Musik-Business tätig. Nun soll sie für das Label Impulse die ultimative Antwort auf Norah Jones sein...



... die 2002 beim Label Blue Note für frischen Wind sorgte.

Andrea Motis - ein Name, der den Spanierinnen schon längst bekannt ist, da sie bereits mit 14 (!) Jahren ihr erstes Album aufgenommen hat -, ist eher durch Zufall zum Trompete spielen gekommen. Sie heuerte nämlich in der städtischen barcelonischen Musikschule unter dem Jazzbassisten und Saxofonisten Joan Chamorro an und wollte eigentlich Klavier oder Geige lernen. Da diese beliebten Instrumente aber bereits ausgebucht waren, entschied sie sich kurzerhand für die Trompete. Wie sich sehr schnell herausstellte, war das eine extrem gute Entscheidung. Chamorro erkannte ihr außerordentliches Talent und sie spielte fortan als Solistin im Jugendorchester "Sant Andreu Jazz Band". Aber nicht nur Chamorro war von ihr begeistert, sondern auch Qunicy Jones, der sie 2011 zu einem gemeinsamen Auftritt auf die Bühne holte.

Motis ist allerdings nicht nur eine erstklassige Trompeterin, sondern sie singt auch extrem lässig und gekonnt Jazzstandards – ganz wie ihr musikalisches Vorbild Chet Baker. Als wären das nicht schon genug Talente, so begnügt sie sich nicht mit dem reinen Nachspielen dessen, was andere geschrieben und komponiert haben, sondern sie schreibt auch selber Songs. Und, wie es sich für eine Katalanin gehört, so singt sie auch auf Katalanisch. Das ist mal etwas ganz Besonderes im internationalen Jazz-Business.

Emotional Dance ist Andrea Motis erstes Soloalbum, vorher hat sie sechs Alben mit ihrem Lehrer Joan Chamorro veröffentlicht. Vor allem der titelgebende Song "Emotional Dance" klingt in seinem Bossa-Nova-Gewand wie aus einer anderen Zeit. Sehr nonchalant und elegant. Die Songs auf Katalanisch verlassen ein wenig den klassischen Jazz-Stil und klingen mehr nach Pop oder auch nach spanischer Folklore. Die Trompeterin macht aber auch keinen Hehl daraus, dass sie sich grundsätzlich für jede Musikrichtung öffnet und nicht nur auf Jazz fixiert ist. Selbst dem Hip-Hop ist sie nicht abgeneigt, das allerdings nur beim passiven Hören. Neben Eigenkompositionen finden sich auch Jazz-Standards aus dem Great American Songbook auf ihrem Album wie "You´d Be So Nice To Come Home To" (Cole Porter), "Baby Girl" (Eddie Jefferson) oder "I remember you" (Victor Schertzinger) und sie interpretiert zudem ein Lied vom großen Antônio Carlos Jobim (Chega De Saudade). Ein weiterer Song sticht noch aus dem Album heraus: Auf "Senor Blues" beweist Motis, dass sie auch in einer tieferen Tonlage singen kann und nicht ganz so verspielt klingt.

AVIVA-Tipp: Andrea Motis ist wirklich ein Wunderkind, wenngleich sie mittlerweile schon zur jungen Frau herangewachsen ist. Die Trompete und der Gesang klingen so lässig und gekonnt, als wenn sie seit Jahrzehnten schon Jazz-Musik machen würde. Die Katalanin ist ein besonderes Hör-Erlebnis und es könnte wohl keine bessere Antwort auf Norah Jones geben.

Andrea Motis
Emotional Dance

Label: Impulse! Records
VÖ: Februar 2017

Andrea Motis live
12.05.2017 Wolfsburg, Autostadt Lounge VW Konzert

Andrea Motis im Netz: www.andreamotis.com

Weiterhören auf AVIVA-Berlin:

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Music Beitrag vom 05.03.2017 Silvy Pommerenke 

   




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