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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2017 - Beitrag vom 24.10.2016

Marianne Faithfull - No exit
Silvy Pommerenke

Die Grande Dame des Rock┬┤n┬┤Roll, das ehemalige Enfant terrible, pr├Ąsentiert ihre besten Songs der letzten 50 (!) Jahre auf der B├╝hne und wirkt unglaublich anr├╝hrend, wie sie mit Gehstock auf die B├╝hne schreitet ...



... begleitet durch eine vierk├Âpfige Band, von der einige Mitglieder gut als ihre Enkel durchgehen k├Ânnten (das Publikum mit ergrautem Haar ist selbstredend auch in die Jahre gekommen, und statt ausgelassenem Tanzgemenge wird gepflegt auf Bestuhlung gesessen und bestenfalls mit der Fu├čspitze gewippt).

Dabei hat ihre Musik nichts an Energie verloren, die Stimme beeindruckt nach wie vor durch das kratzig-heisere, leicht nasale. Es gibt keine zweite Stimme wie ihre, weswegen sie wohl auch so viele Jahrzehnte auf der B├╝hne erfolgreich war bzw. immer noch ist.

Sehr am├╝sant sind ihre Zwischenansagen und die (sich hoffentlich erf├╝llende) Prophezeiung, dass sie, wenn sie vielleicht keine weiteren f├╝nfzig Jahre, so doch wenigstens noch zwanzig Jahre auf der B├╝hne stehen wird. Sie kommt ins Plaudern, l├Ąsst sich zwischendurch von ihrem personal assistant einen Sessel bringen, um ihre kaputte H├╝fte zu schonen. Aber da ist sie ganz Profi: w├Ąhrend andere in ihrem Alter (siebzig Jahre werden es in diesem Dezember) wohl eher zu couch potatoes geworden sind, l├Ąsst sie sich von ├Âffentlichen Auftritten nicht abbringen, genie├čt das Leben im Rampenlicht und kann sich auch gar kein anderes vorstellen. Das ist alles so charmant und cool, da verzeiht frau/man dann auch gerne, dass die Tonqualit├Ąt von CD und DVD nur suboptimal ist. Und irgendwie ist das dann auch wieder sehr authentisch, weil es fast gewollt nach old school oder retro klingt.

Und weil Faithfull immer schon unangepasst war, bringt sie nicht nur die Hits ihrer Karriere mit der Begr├╝ndung: "I went to look for songs, that will not so well known, that will special. That will rare." Zum Unangepasst Sein geh├Ârt dann wohl auch die Wahl ihres n├Ąchsten Veranstaltungsortes. Und zwar wird sie ÔÇô fast auf den Tag genau ein Jahr nach den Terroranschl├Ągen ÔÇô im Pariser Club "Le Bataclan" auftreten.

Dort wird frau/man sich sicherlich auch davon ├╝berzeugen k├Ânnen, dass Faithfull beispielsweise bei "The price of love" unter Beweis stellt, dass sie es immer noch richtig krachen lassen kann. Und bei einem ihrer nach wie vor besten Songs "Late Victorian Holocaust" (den Nick Cave f├╝r Faithfull geschrieben hat) mit gigantischem Gitarrensolo versehen ist, und dass eben auch Evergreens wie "The eyes of Lucie Jordan" oder "Sister Morphine" nichts von ihrer Urspr├╝nglichkeit und Frische eingeb├╝├čt haben. Zwischendurch linst Marianne Faithfull immer wieder in die Notenbl├Ątter, weil selbst die Ultra-Hits "As Tears Go By" oder "Sister Morphine" nicht mehr ganz textsicher sitzen. Aber wer will ihr das verdenken?

Die gr├Â├čte Neuigkeit des Abends aber wohl ist, dass sie mit dem Rauchen aufgeh├Ârt hat. Verschmitzt z├╝ckt stattdessen sie eine e-Zigarette mit den Worten: "It gives me a thrill!" Ach ja, so ├Ąndern sich die Zeiten.

AVIVA-Tipp: Alles in allem ist dieses Album (CD und DVD) eine sch├Âne Reminiszenz an die f├╝nfzigj├Ąhrige B├╝hnenkarriere einer der wichtigsten Musikerinnen unserer Zeit, die von VH1 in die Liste der "100 Greatest Women of Rock and Roll" aufgenommen wurde. Da k├Ânnen auch einige Abz├╝ge in der Tonqualit├Ąt und Abmischung relativ schmerzfrei hingenommen werden!

Marianne Faithfull
No exit

Label: earMUSIC / Verycords
V├ľ: September 2016

Marianne Faithfull live

25.11.2016, Paris, Le Bataclan

Marianne Faithfull im Netz: www.mariannefaithfull.org

Weiterh├Âren auf AVIVA-Berlin:

Give my Love to London
Marianne Faithfull ist mit knapp 68 Jahren von umwerfender stimmlicher und pers├Ânlicher Pr├Ąsenz ÔÇô frei nach dem alten Spruch: was sie nicht umbringt, macht sie nicht h├Ąrter, sondern immer besser. (2014)

Horses and High Heels
Auf die anf├Ąngliche Dunkelheit folgen die ersten Sonnenstrahlen. "Horses and High Heels" zieht soulig runter und baut rockig wieder auf. Was am Ende bleibt, ist ein L├Ącheln und eine gute Portion Zuversicht. Und die innige Bitte, dass dieses Album nicht Marianne Faithfulls letztes Klangwerk war. (2011)

Weitersehen auf AVIVA-Berlin:

Irina Palm
Bei der 57. Berlinale begeisterte Marianne Faithfull Publikum und Presse als Witwe, die im Rotlicht-Milieu das Geld f├╝r die lebensnotwendige Operation ihres Enkels verdient. Das Tabuthema wird von Regisseur Sam Garbarski behutsam und humorvoll umgesetzt. Die Besetzung der Maggie mit Marianne Faithfull erweist sich als 100 % Gl├╝cksidee: Sehr einf├╝hlsam und mit ausdrucksstarker Mimik und Gestik f├╝llt die Rocks├Ąngerin und Schauspielerin, die schon in ├╝ber 20 Filmen mitgewirkt hat, jede Minute ihrer Performance und l├Ąsst die au├čergew├Âhnliche Rolle absolut glaubhaft werden. (2007)

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Memories
Es sind Memoiren der besonderen Art, erz├Ąhlt von einer au├čergew├Âhnlichen Frau und K├╝nstlerin. Marianne Faithfull widmet sich noch einmal den glanzvollen aber auch schmerzhaften Kapiteln ihres Lebens und scheut sich nicht davor, ihren Fans und LeserInnen auch den "schwachen" Menschen hinter der Ikone Faithfull zu offenbaren. (2009)



Music Beitrag vom 24.10.2016 Silvy Pommerenke 

   




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